Radíč: Schloss, Kapelle und Landschaft
Unterkünfte in Radíč
Radíč verbindet die Geschichte des gleichnamigen Schlosses und einer historischen Kapelle mit markierten Wegen zum Wandern und Radfahren. Für die Besuchsplanung am Schloss gilt eine klare Einschränkung: Schloss Radíč ist ganzjährig geschlossen; Besichtigungen sind nur bei speziell angekündigten Veranstaltungen möglich. Prüfen Sie vor der Anreise die Veranstaltungshinweise. Seit 2010 wird das Schloss bei gesellschaftlichen Veranstaltungen und Hochzeiten öffentlich zugänglich gemacht.
Schlossgeschichte und erhaltene Ausstattung
Die frühere gotische Ritterburg wurde teilweise durch einen Brand beschädigt. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts baute Karel Leopold Henegk Schloss Radíč zu einem eingeschossigen frühbarocken Schloss um. Damit unterscheidet sich die ältere Burgphase klar von der späteren Schlossgestalt. Im ersten Obergeschoss des Ostflügels befindet sich ein barocker Saal. Im Inneren ist bis heute ein großer Teil der Stuckdekoration und der Gemälde aus dem 17. Jahrhundert erhalten.
Kapelle und Statuen
Die Kapelle Mariä Heimsuchung wurde 1683 östlich vor dem Schloss errichtet. Sie ist dem Kult der Schwarzen Madonna geweiht, die auch mit der Madonna von Einsiedeln gleichgesetzt wird. Vor der Kapelle stehen zwei Statuen aus dem Jahr 1713 aus der Werkstatt von Jan Brokoff: Sie zeigen den heiligen Veit und den heiligen Johannes von Nepomuk. Die Schlossumgestaltung und die Skulpturen gehören dabei in unterschiedliche Zeitabschnitte: Auf den Umbau in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts folgten die Statuen 1713.
Historische Spuren am Schloss
Auch der Aufenthalt von Bernard Bolzano ist mit Schloss Radíč verbunden. Er hielt sich dort von 1820 bis 1830 auf, als das Schloss JUDr. František Pistl gehörte, und versteckte sich vor der Verfolgung durch die österreichischen Behörden.
Zum Wirtschaftshof des Schlosses gehören eine Scheune, zwei Stadel, das ehemalige Brauhaus, eine Remise, Stallgebäude und eine Umfassungsmauer, die den Hof im Osten abschließt. Die Bauten stammen aus der Barockzeit des 17. Jahrhunderts und aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. So reichen die historischen Spuren über das Schlossgebäude hinaus bis zu den Wirtschaftsgebäuden und ihren unterschiedlichen Bauzeiten.
Nördlich von Radíč liegt die vom Bach Mastník umflossene Ruinenanlage des Burgstalls Kozí Hřbet.
Landschaft, Wanderwege und Radroute
Radíč liegt in der hügeligen Landschaft des Sedlčansko, die von Teichen, Bächen, Wiesen und Wäldern geprägt ist. Durch den Ort führen eine blau und eine gelb markierte Wanderroute. Der Radweg 8132 verläuft auf seiner Strecke zwischen Vojkov und Křepenice durch Radíč. Zu Fuß orientieren Sie sich an den Farbmarkierungen; mit dem Rad an der Route 8132 und ihrem Verlauf zwischen den beiden Orten. Prüfen Sie vor einer Radtour die lokale Routenseite auf mögliche Änderungen der Streckenführung.
Schlossbesuch und Radtour haben unterschiedliche Planungsbedingungen: Beim Schloss sind angekündigte Veranstaltungen entscheidend, bei der Radtour kann sich die Streckenführung ändern.
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