Lešetice: Geschichte am Památník Vojna
Unterkünfte in Lešetice
Wenn Sie Lešetice als Reiseziel prüfen, steht der Památník Vojna Lešetice als kultureller Schwerpunkt im Vordergrund. Er ist das einzige erhaltene kommunistische Arbeitslager in der Tschechischen Republik. Die Besichtigungsrouten setzen unterschiedliche thematische Akzente; hinzu kommen örtliche Erinnerungszeichen, eine Kapelle und Spuren des Uranerzabbaus. Die drei Routen decken Verfolgung nach dem Februar 1948, Uranbergbau und zeitgenössische europäische bildende Kunst ab.
Besichtigungsrouten am Památník Vojna
Route A umfasst das Lagerareal mit rekonstruierten historischen Gebäuden: dem ehemaligen Kommandogebäude, der Arrestzelle, dem sogenannten Bunker, der Krankenstation, dem Kulturhaus, dem Unterkunftsobjekt G und weiteren Gebäuden. Im Kommandogebäude gehört eine Ausstellung über die Verfolgung nach dem Februar 1948 und den Dritten Widerstand zur Route. So verbindet Route A die Gebäude des Lagerareals mit einem konkreten Schwerpunkt der politischen Geschichte.
Route B umfasst die Dauerausstellung „Uran in der tschechischen Geschichte“. Sie behandelt die Entwicklung des Uranbergbaus in den vergangenen zwei Jahrhunderten und seine Auswirkungen auf Wissenschaft, Technik und Gesellschaft. Im Vergleich zu Route A verschiebt sich der Schwerpunkt: Dort stehen Lagerareal und Verfolgung im Blick, hier der Uranbergbau und seine Folgen. Route C umfasst die Galerie „ORBIS PICTUS: EUROPA“ mit zeitgenössischer europäischer bildender Kunst. Damit ergänzt ein Kunstschwerpunkt die historischen Themen der anderen Routen.
Kapelle, Denkmal und Landschaft
Auf dem Dorfplatz von Lešetice steht die Kapelle des Heiligsten Herzens Jesu. Vor dem Hauptgebäude des Památníku Vojna in Lešetice wurde 2010 die Skulptur „Obětem komunismu“ aufgestellt. Rund um Lešetice erinnern Abraumhalden an den Abbau von Uranerz. Das verbindet ein sichtbares Merkmal der Landschaft mit dem Bergbauthema, das auch in Route B behandelt wird. Der Aussichtsturm am Památníku Vojna bietet einen Panoramablick auf die umliegende Landschaft.
Wege und Anfahrt planen
Die Radroute 302A führt vom Památník Vojna über Zavržice und zweigt von Route 302 ab. Da sich Beschilderung und Verlauf ändern können, prüfen Sie die aktuelle Routenführung vor einer Radtour. Eine Strecke verbindet den Památník Vojna, Lešetice, Žežice, Brod, den Bahnhof in Příbram und Svatá Hora. Diese genannten Ziele geben konkrete Bezugspunkte für Ihre Reiseplanung, ohne dass sich daraus eine Geh- oder Fahrzeit ableiten lässt.
Von Příbram aus erreichen Sie den Památník Vojna über die Straße I/66 in Richtung Milín. Bei Lešetice biegen Sie rechts auf eine lokale Straße in Richtung Lešetice und Památník Vojna ab. Der Památník liegt etwa 8 km von Příbram entfernt. Prüfen Sie die Wegführung vor der Abfahrt. So können Sie die Anfahrt und die unterschiedlichen Schwerpunkte am Ziel in Ihre Planung einbeziehen.
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