Šestajovice U Jaroměře – Flusslandschaft und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Šestajovice U Jaroměře
Šestajovice U Jaroměře liegt am linken Ufer der Metuje. Für die Wahl eines Hotels und die Planung Ihres Aufenthalts sind vor allem drei Aspekte hilfreich: die frühere Flussführung der Stará Metuje, die Naturthemen der Gemeinde und ihre lokalen Kulturspuren.
Flusslandschaft und Natur
Das Naturdenkmal Stará Metuje umfasst 21,9187 Hektar und liegt unter anderem im Katastergebiet Šestajovice u Jaroměře. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war dieser Flusslauf das Hauptbett der Metuje. Zugleich kommt in Stará Metuje seit Langem eine Population der seltenen Libellenart Klínatka rohatá (Ophiogomphus cecilia) vor.
Die Šestajovická stráň setzt einen anderen Naturakzent. Sie umfasst ein Eichen-Hainbuchenwald-Ökosystem mit typischer Waldflora und Lebensräumen geschützter Pflanzenarten, darunter Cypripedium calceolus, Platanthera bifolia, Trollius altissimus und Lilium martagon. Auf der Šestajovická stráň gilt für Besucher: Bleiben Sie auf den Wegen und betreten Sie den Unterwuchs nicht.
Die beiden Naturorte setzen unterschiedliche Akzente: Bei der Stará Metuje stehen Flussgeschichte und Libellenpopulation im Vordergrund, bei der Šestajovická stráň Waldökosystem und geschützte Pflanzenlebensräume.
Ortsbild und Radwege
Šestajovice ist als slawisches Rundplatzdorf mit hufeisenförmigem Grundriss und strahlenförmig angeordneten Fluren geprägt. Das beschreibt zwei Maßstabsebenen: den Grundriss der Siedlung und die Anordnung der Fluren. Für Reisende ist das eine andere Art der Orientierung als die Suche nach einem einzelnen Ziel: Die Siedlungsform prägt das Ortsbild als Ganzes.
Für die Orientierung per Rad lassen sich zwei Routen unterscheiden. Der Radweg 4034 verläuft durch Šestajovice; der Radweg 4058 verbindet den Ort mit Veselice und Velká Jesenice. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Beschilderung, da sich die Routenführung ändern kann.
Kulturgeschichte
Die Motogalerie Šestajovice z. s. betreibt ein öffentlich zugängliches Museum für Motorräder und Spielzeug. In einem Getreidespeicher aus dem 19. Jahrhundert zeigt es mehr als 100 Maschinen und Spielzeug aus dem 20. Jahrhundert. Der Bau und die Sammlung setzen dabei zwei unterschiedliche Zeiträume zueinander in Beziehung. Die konkreten Ausstellungen können sich ändern. Im Unterschied zu einem einzelnen Denkmal steht hier eine Sammlung im Mittelpunkt; der Getreidespeicher liefert zugleich den baulichen Zeitbezug.
Eine ehemalige Wassermühle aus dem Jahr 1495 befindet sich in Šestajovice. Außerdem gibt es ein kleines Wasserkraftwerk mit einer Francis-Turbine aus dem Jahr 1904. Das Granitdenkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs wurde 1928 errichtet. Die Jahreszahlen führen damit von einer historischen Mühle über die technische Anlage bis zum Gedenken an die Kriegsopfer.
Bei Haus Nr. 37 in Šestajovice steht eine Statue der Jungfrau Maria; hinter Šestajovice befinden sich eine Kapelle und ein Friedhof. Zusammen mit dem Granitdenkmal ergänzen diese Orte die lokale Erinnerungsgeschichte um religiöse Bildkunst und weitere Erinnerungsorte.
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