Mezihorská – Bachlandschaft und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Mezihorská
Mezihorská verbindet die Landschaft am Chodovský potok mit einer Ortsgeschichte, die bis ins späte 14. Jahrhundert zurückreicht. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich unterschiedliche thematische Anknüpfungspunkte: Feuchtgebiete und Wald, ein kurzer Weg mit wechselnden Oberflächen, eine Kapelle sowie historische Mühlen. Die Themen reichen vom geschützten Baum am Siedlungsrand bis zur Geschichte der Mühlen.
Bachlandschaft und Wege
Im Tal des Chodovský potok umfasst das Katastergebiet Mezihorská ein Mosaik aus einer Wasserfläche, Waldbeständen, verstreutem Grün und dauerhaftem Grünland. Ein knapp drei Kilometer langer Abschnitt des Chodovský potok zwischen der Siedlung Mezihorská und der Quelle südlich der Gemeinde Jindřichovice im Erzgebirge wurde zum Schutz wertvoller natürlicher Torfmoore revitalisiert. Fast der gesamte Abschnitt verläuft durch Gebiete ehemaliger Torfmoore, die heute von vernässten Fichten- und Erlenwäldern geprägt sind. Dazu kommen Lärchen und Tannen sowie Laubbäume wie Birke, Linde, Eiche, Buche und Bergahorn.
Der Chodník Chodovský potok wurde 2015 angelegt und ist 813 m lang. Seine Abschnitte bestehen aus Holzbohlen, Schotter und Waldweg. Auf halber Strecke befindet sich an einer Brücke über den Chodovský potok ein Rastplatz. Für den Weg kann ein Auto auf einem kleinen Parkplatz an der Bushaltestelle in den Wäldern von Mezihorská abgestellt werden. Prüfen Sie vor dem Besuch die Wegbedingungen und die Verfügbarkeit des Parkplatzes.
Ein weiterer Naturpunkt ist Klen v Mezihorské: ein geschützter Bergahorn (Acer pseudoplatanus L.) am südlichen Rand der Siedlung, dort, wo sich ein Wiesenweg teilt. Der Einzelbaum wurde erstmals am 13. Oktober 2004 unter Schutz gestellt. Seine Lage am Siedlungsrand und an der Weggabelung unterscheidet ihn von der großflächigeren Moor- und Waldlandschaft am Bach.
Kapelle und Ortsgeschichte
Die Kapelle Panny Marie Lurdské wurde 2000–2001 restauriert und am 27. Oktober 2001 erneut geweiht. Sie befindet sich gegenüber einer ehemaligen Gebetsglocke. Die Restaurierung und die erneute Weihe markieren zwei aufeinanderfolgende Stationen der jüngeren Kapellengeschichte.
Mezihorská entstand am Ende des 14. Jahrhunderts. Im Jahr 1525 wurde der Ort im Schliker Loketer Urbar als eines der Dörfer aufgeführt, die der Burg Loket lehnsrechtliche Pflichten schuldeten. So stehen neben der frühen Entstehungszeit auch die überlieferten Pflichten gegenüber der Burg in der Ortsgeschichte.
Im Jahr 1654 wurde in Mezihorská (Kührberg) eine Mühle mit Säge erwähnt; ob damit Potoční mlýn oder die weiter unten gelegene Lochmühle gemeint war, ist jedoch unsicher. Die ehemalige Potoční mlýn, auch Bachmühle genannt, liegt am nördlichen Rand von Mezihorská am Chodovský potok. Die Lochmühle wurde ursprünglich zum Mahlen von Rinde zu Gerbstoff für die Ledergerbung genutzt und später in eine Getreidemühle umgewandelt.
Auch der Wandel des Ortes gehört zu seiner Geschichte: Nach dem allmählichen Rückgang und schließlich vollständigen Wegzug der dauerhaft ansässigen Bevölkerung wandelte sich Mezihorská in einen Erholungsort. Damit stehen in der Ortsgeschichte sowohl die frühere dauerhaft ansässige Bevölkerung als auch der spätere Erholungscharakter im Blick.
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