Nová Víska im Erzgebirge
Unterkünfte in Nová Víska
Nová Víska liegt im Erzgebirge (Krušné hory) auf etwa 650 Metern über dem Meeresspiegel. Zwischen Hügeln prägen dauerhaftes Grünland und nahezu keine Bebauung das Landschaftsbild. Der obere und der untere Teil der Siedlung bilden eine Einheit; aktuell gibt es 15 Gebäude. Die Höhenlage verortet Nová Víska großräumig im Erzgebirge, während Hügel, Grünland und Gebäudebestand den Charakter der Siedlung vor Ort beschreiben.
Landschaft und Schutzgebiet Podmilesy
Das Katastergebiet Nová Víska u Domašína gehört zum europäischen Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung Podmilesy (CZ0420160). Zu den geschützten Lebensräumen zählen naturnahe Trockenrasen und Gebüschformationen auf kalkhaltigen Böden mit bedeutenden Orchideenvorkommen. Im Tal befindet sich außerdem ein nahezu zusammenhängender Eschen-Erlen-Auwald. So stehen kalkgeprägte Offenflächen und ein feuchter Waldlebensraum als unterschiedliche Naturmotive nebeneinander. Von Nová Víska aus besteht zudem ein Blick auf das Kraftwerk Tušimice. Dieser setzt einen anderen visuellen Akzent als Grünland und Auwald und ergänzt die Landschaft um ein industrielles Motiv.
Die Geschichte der Siedlung
Die erste Erwähnung von Nová Víska stammt aus dem Jahr 1526 und steht im Zusammenhang mit der vermutlich von Zisterziensern aus Grünhain als Nova vila gegründeten Siedlung. Neudorfel war der historische deutsche Name. Außerdem gehörte Nová Víska zur Herrschaft Přísečnice. Die Namensformen stehen für unterschiedliche historische Bezüge: Nova vila erscheint im Zusammenhang mit der Gründung, Neudorfel als deutsche Bezeichnung.
Die Siedlung erlosch infolge der Entvölkerung offiziell am 1. Januar 1979. Von der einst ausgedehnten Siedlung Nová Víska u Domašína sind nur wenige Häuser erhalten; heute gibt es in Nová Víska 15 Gebäude. Die Angaben beziehen sich auf verschiedene Maßstäbe: Die wenigen erhaltenen Häuser stehen für die Reste der früheren Siedlung, die Gebäudezahl gibt eine Orientierung zum heutigen Ort. Auch die zeitlichen Eckpunkte beantworten unterschiedliche Fragen: 1526 markiert eine erste Erwähnung im Gründungszusammenhang, 1979 das offizielle Erlöschen.
Historische Spuren und Aussichtspunkt
Das Gut Puschhof ging 1728 unter; später befand sich an seiner Stelle ein Schafstall. Damit ergänzt die frühere Nutzung des Gutshofstandorts die Geschichte der Siedlung um eine weitere Spur. Das Sühnekreuz stand an einem alten Fahrweg oberhalb des ehemaligen Dorfes Nová Víska, in Richtung der kleinen Siedlung Krčma (Kretscham). Seine Datierung ist umstritten und wird vorsichtig in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts gesetzt. Auf dem Kreuz ist eine Axt eingemeißelt. Bei dem Sühnekreuz und Kepstein befindet sich der Aussichtspunkt „Vyhlídka u kříže a Kepsteinu“. Auch der Bildstock aus Nová ves stammt aus dem Jahr 1901.
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