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Pasco: Regenwald, Puna und Kulturlandschaften

Unterkünfte in Pasco

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Pasco führt von feuchten Waldlandschaften zu Höhenstufen der Anden und verbindet Naturerlebnisse mit einer vielschichtigen Kulturgeschichte. Das Biosphärenreservat Oxapampa–Asháninka–Yánesha liegt im Departamento Pasco und umfasst einige der letzten ungestörten Ökosysteme im zentralen Dschungel Perus. Es reicht vom amazonischen Tiefland bis zum montanen Nebelwald; am Nevado de Huaguruncho erreicht es 4.500 Meter Höhe. Zu den Gemeinschaften des Reservats zählen Yánesha, Asháninka und Ashéninka, Nachfahren europäischer Siedler austro-deutscher und schweizerischer Herkunft sowie Gemeinschaften aus den Anden, den Küstengebieten und dem amazonischen Tiefland.

Naturzonen und Tierbeobachtung

Der Parque Nacional Yanachaga Chemillén schützt zwischen 370 und 3.800 Metern Höhe eine artenreiche Natur mit großen Bäumen, Orchideen, Jaguaren und Brillenbären. Die einzelnen touristischen Zonen setzen unterschiedliche Akzente. San Alberto verbindet Regenwald und feuchte Puna; dort gehören natürliche Aussichtspunkte und klare Wasserfälle zum Landschaftsbild. In Paujil prägen klare Flüsse, die Laguna Luna Llena und Wasserfälle die Umgebung. Aussichtspunkte eröffnen dort Blicke über Tiefland- und Bergregenwald.

In der touristischen Zone San Daniel führt ein Wanderweg zur Laguna San Daniel; ein Aussichtspunkt bietet Blick auf die Cordillera Yanajanca. Wer die verschiedenen Landschaftsformen vergleichen möchte, findet damit ganz unterschiedliche Schwerpunkte: den Übergang von Regenwald zu feuchter Puna in San Alberto, Wasserlandschaften und Regenwaldblicke in Paujil sowie den Weg zur Lagune und den Blick auf die Cordillera in San Daniel.

Wege und praktische Orientierung

Die Besuchszeiten unterscheiden sich nach Sektor: Für Huampal sind täglich 06:00 bis 14:00 Uhr angegeben, für San Alberto täglich 08:00 bis 16:00 Uhr. Prüfen Sie die Zeiten vor der Abfahrt erneut. Von Oxapampa zur touristischen Zone San Alberto sind es laut Routenangabe 5,5 Kilometer und ungefähr 25 Minuten; Straßenverhältnisse können die Strecke und die Fahrzeit beeinflussen.

Für den Rundkurs in der touristischen Zone Huampal werden zwei Kilometer und ungefähr eine Stunde und 30 Minuten angesetzt. Der Ökotourismusweg Emperador Guillermo I dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden, wenn Sie alle Sehenswürdigkeiten bei mäßigem Tempo besuchen; Stopps und Tempo wirken sich auf die Dauer aus. Beide Zeitrahmen liegen ungefähr bei anderthalb Stunden. Beim Weg Emperador Guillermo I reicht die Schätzung bis zu zwei Stunden und setzt den Besuch aller Sehenswürdigkeiten bei mäßigem Tempo voraus.

Der Ökotourismusweg Emperador Guillermo I beginnt an der gleichnamigen Hängebrücke und folgt einem alten Saumpfad, den austro-deutsche Kolonisten angelegt haben. Die Hängebrücke steht über dem Río Huancabamba. Ihr Bau begann 1877; 1914 wurde sie vom preußischen Kaiser Wilhelm I. gestiftet.

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Pozuzo: Wasser, Wald und Geschichte

Die Pozas de Agua y Sal de Pozuzo bestehen aus drei natürlichen türkisfarbenen Becken mit einer maximalen Tiefe von vier Metern. Dort können Sie das türkisfarbene Wasser beobachten, Landschaften fotografieren und im kühlen Wasser baden. Für eine andere Naturerfahrung stehen die Wege der Área de Conservación Privada Lluvias Eternas de Pozuzo: Das private Schutzgebiet liegt in der Pufferzone des Parque Nacional Yanachaga Chemillén und besitzt zwei ausgeschilderte Interpretationswege, La Cattleya und Pozas lluvias eternas. Felsenhähne nisten dort; deshalb sind die Wege für Vogelbeobachter interessant.

Pozuzo wurde im 19. Jahrhundert von austro-deutschen Einwanderern gegründet. Europäische Traditionen entwickelten sich dort gemeinsam mit amazonischen Traditionen weiter. Ein Ort in Pozuzo erinnert an die ersten austro-deutschen Kolonisten, die 1859 nach Peru kamen, und umfasst historische Gebäude wie die Häuser der ersten Migranten und die Kirche San José. Auch die Tanztradition Negrería de Huayllay gehört zur Kulturgeschichte der Region: Am 18. Oktober 2013 wurde sie wegen ihres historischen und symbolischen Wertes sowie des Zusammenwirkens indigener, afro-peruanischer und hispanischer Traditionen als Kulturerbe der Nation Peru anerkannt.

Kaffee aus Villa Rica

In Villa Rica wirken bei der Kaffeeproduktion Yanesha-, austro-deutsche Siedler- und andine Siedlertraditionen zusammen. Der Kaffee besitzt seit 2010 eine Herkunftsbezeichnung. Villa Rica gilt als Herz des peruanischen Kaffees in Oxapampa; der Kaffee der Stadt wird national und international für seine hohe Qualität anerkannt. Damit ergänzen sich in Pasco Naturwege und Wasserlandschaften mit kulturellen Orten und einer ausgeprägten Kaffeetradition.

Weitere Reiseziele entdecken: Oxapampa, Chontabamba, Coronel Portillo, San Martín, La Libertad, Lambayeque, Lima, Cuzco

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Peru.

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