Provincia de Paucartambo: Feste, Inka-Wege und Natur
Unterkünfte in Provincia de Paucartambo
Im Tal, in dem der Río Mapacho und der Río Qenqomayu zusammenfließen, liegt Pueblo de Paucartambo. Der Ort wurde 2023 von der Welttourismusorganisation als eines der „Best Tourism Villages“ ausgezeichnet. In der Provincia de Paucartambo treffen außerdem hochandine Landschaften, Inka-Architektur und religiöse Feste aufeinander.
Mirador Tres Cruces: der Übergang zwischen Ökosystemen
Der Mirador Tres Cruces liegt im Distrikt Kosñipata auf etwa 3.700 Metern Höhe. Von dem Aussichtspunkt lässt sich der Übergang zwischen den Ökosystemen der Anden und des Amazonasgebiets betrachten. Bei Sonnenaufgang zeigt sich über einem ausgedehnten Wolkenmeer, das das Amazonasbecken des Parque Nacional del Manu bedeckt, ein optisches Phänomen: Der Anblick erzeugt den Eindruck mehrerer Sonnen oder eines leuchtenden Spektrums.
Für die Anreise zum Pueblo de Paucartambo führt die Route von Cusco über 105,5 Kilometer asphaltierter Straße; mit einem Touristenbus beträgt die Fahrtdauer 2 Stunden und 15 Minuten. Davon zu unterscheiden ist ein Anfahrtsweg zum Mirador Tres Cruces: Von Pueblo de Paucartambo geht es zunächst 26 Kilometer mit einem öffentlichen Bus auf asphaltierter Straße nach Abra Acjanaco. Anschließend führt die Strecke 14 Kilometer in einem privaten Fahrzeug über eine befahrbare unbefestigte Straße.
Der Parque Nacional del Manu liegt teilweise in der Provincia de Paucartambo. Sein hochandiner Sektor umfasst Nebelwälder und Grasländer sowie Orchideen, Pumas und Brillenbären. Für einen Besuch des Parks müssen Sie einen von SERNANP autorisierten Reiseveranstalter nutzen. Da sich die operativen Anforderungen ändern können, prüfen Sie die aktuellen Vorgaben vor dem Besuch.
Inka-Architektur und Gemeinschaftstourismus
Der Archäologische Komplex Watoqto im Distrikt Colquepata ist ein Inka-Architekturdenkmal. Er umfasst drei Bereiche: Sector Ceremonial, Sector Saqsaywaman und Sector Pachatuzan. Ein vorhispanischer, gepflasterter Inka-Weg führt zum Komplex und verzweigt sich weiter in Richtung Qosñipata und Manu.
Im Distrikt Kosñipata entwickelt die Comunidad Nativa Queros Wachiperi seit 2006 indigenen Gemeinschaftstourismus. Dazu gehören Besuche der Petroglyphen von Hinkiori und typische Gastronomie. Felsbilder und Gastronomie geben diesem Gemeinschaftstourismus unterschiedliche Themen und stehen neben den archäologischen Inka-Stätten als weitere kulturelle Facette der Provinz.
Feste mit eigenen Terminen
Die Tänze von Pueblo de Paucartambo begleiten die Prozession der Virgen del Carmen. Die Festividad de la Virgen del Carmen de Paucartambo findet jedes Jahr vom 15. bis 18. Juli in der Provinz statt und zieht Gläubige sowie nationale und internationale Touristen an. Wenn Sie Ihre Reise an diesem Fest ausrichten möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vor der Planung.
Ein weiterer jährlicher Termin ist der Hauptfeiertag des Santuario Del Señor De Exaltacion De Sani am 14. September. Dazu gehören Bußwallfahrten zu Fuß von der Comunidad de Chacabamba im Distrikt Huancarani zum Heiligtum. Im Vergleich zur Festividad im Juli steht hier die Fußwallfahrt im Mittelpunkt der beschriebenen Feierform. Die beiden Termine unterscheiden sich damit sowohl im Kalender als auch in den genannten Traditionen.
Wenn der Río Manu Ihr Schwerpunkt ist, führt eine Route über Paucartambo und anschließend über Acjanaco, den Nebelwald, Pilcopata, Atalaya und den Río Alto Madre de Dios.
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