Vaupés: Flüsse, Felslandschaften und Traditionen
Unterkünfte in Vaupés
Vaupés erschließt sich über Flüsse, Felsformen, Regenwald und kulturelle Traditionen. Eine Reise kann sich an sehr unterschiedlichen Themen orientieren: an der Natur des übergeordneten Gebiets Yaigojé-Apaporis, an Wanderungen zu den Cerros oder an den Angeboten der Maloca Ipanoré. Die Eindrücke reichen von einer steinernen Galerie über dunklem Wasser bis zu Musik, Tanz und Wissensaustausch.
Fluss- und Felslandschaften im weiteren Reisegebiet
Der Nationalpark Yaigojé-Apaporis erstreckt sich über die Departamentos Vaupés und Amazonas. Er überlagert sich vollständig mit dem gleichnamigen indigenen Schutzgebiet und umfasst 1.056.549 Hektar. Das Landschaftsmosaik des Gebiets besteht aus tropischen Feuchtwäldern, Überschwemmungsebenen und Felsformationen wie der Serranía de Taraira.
Zum Wassersystem des Schutzgebiets gehören Seen, Altwasser und Stromschnellen. Es unterstützt die Fortpflanzung von Fischen und den Erhalt endemischer sowie bedrohter Arten, darunter die Charapa-Schildkröte und der Schwarze Kaiman. Für verschiedene Säugetierarten gibt es vorläufige Nachweise; viele davon waren zuvor weder für Kolumbien noch für andere nationale Schutzgebiete dokumentiert.
Der Túnel de Apaporis ist eine steinerne Galerie über tiefem, ruhigem, dunklem Wasser. Seine Wände sind fünf oder sechs Meter hoch und dienen Tausenden nach Süden wandernden Schwalben als Rastplatz. Im weiteren Reisegebiet beherbergt der Lago Taraira bedrohte Wasserarten, darunter den Manati und zwei Arten von Süßwasserdelfinen.
Kulturelle Traditionen und Begegnungen
Die indigenen Völker des Gebiets Yaigojé-Apaporis sind spirituell und kulturell tief mit ihrem traditionellen Gebiet verbunden. Sie nennen es Hee Hoari (mk) oder Ᵽoimajãja sirikaõtoarika na rakakaja (tk); bekannt ist es auch als „Territorium von Yuruparí“. Für sieben indigene Gemeinschaften, deren Leben, Bräuche und Traditionen im Schutzgebiet geachtet werden sollen, ist Remanso del Tigre ein spirituell bedeutsamer Ort, der Wissen über die Natur und den Menschen vermittelt.
Die Maloca Ipanoré, die größte der Region, empfängt Besucher zu Gesprächen, Musik, Carrizo-Tänzen, Riten, Kunsthandwerk, Wissensaustausch und gastronomischen Angeboten. Die Fiestas del Vaupés stehen mit indigenen Traditionen und der Mestizenkultur in Verbindung. Im Dezember gibt es Opfergaben aus Fisch, Früchten und Kunsthandwerk.
Bootsfahrt, Wanderungen und Badeplätze
Eine Bootsfahrt auf dem Río Vaupés führt nach sieben Stunden zu den Yurupary-Stromschnellen und passiert unterwegs zahlreiche Wasserfälle. Wanderungen zu den Gipfeln der felsigen Cerros, auch Tepuis genannt, bieten Ausblicke auf den Regenwald von Vaupés. Damit stehen unterschiedliche Perspektiven auf die Landschaft nebeneinander: die Fahrt auf dem Fluss und der Blick von den Felsgipfeln.
Die 620 Meter hohen Cerros de Vay Reariku sind über einen Weg erreichbar, der an zahlreichen Höhlen vorbeiführt. Am Cerro Urania lassen sich Vogelarten beobachten, die in der Region einzigartig sind; der Cerro Tipiaca ist reich an biologischer Vielfalt. Die genannten Orte setzen also eigene Akzente: Höhlen entlang des Wegs, besondere Vogelarten oder eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.
Auch die Badeplätze unterscheiden sich in ihrer Beschreibung. Caño Sangre ist ein Badeplatz; seine intensive erdfarbene Wasserfärbung wird auf Algen im Fluss zurückgeführt. Caño Ceima, Caño Cucura und Caño Mituseño gelten als Orte zum Baden und zum Kennenlernen der an ihren Ufern lebenden indigenen Gemeinschaften.
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