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Tamarugal: Salpetererbe, Oasen und Schutzgebiete

Unterkünfte in Tamarugal

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Zitronen und Mangos aus der Oase Pica, die Fiesta de La Tirana und die Geoglifos de Pintados geben Tamarugal sehr unterschiedliche Gesichter. Zwischen religiöser Festkultur, Salpetererbe und Schutzgebieten können Sie die Reise nach den Orten und Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren.

Feste und Salpetererbe

Jährlich am 16. Juli findet im Dorf La Tirana die Fiesta de la Virgen de La Tirana zu Ehren der Virgen del Carmen statt. Mehrere Tage lang treten Tänzer in farbenfrohen Kostümen und Masken auf, begleitet von typischen nördlichen Blaskapellen. Das feste Datum und die mehrtägigen Darbietungen geben dem Fest einen eigenen Rhythmus.

Die Salpeterwerke Humberstone und Santa Laura sind ein Freilichtmuseum zur Blütezeit der Salpeterindustrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts; 2005 wurden sie zum UNESCO-Welterbe erklärt. Besucher können zwischen den ehemaligen Gebäuden spazieren und ein Museum zur Salpeterzeit sowie ein Hotel, ein Theater, eine Schule und einen verlassenen Zug besichtigen. So umfasst der Besuch sowohl den historischen Zusammenhang der Industrie als auch einzelne Gebäude und Anlagen.

Ein weiteres Zeugnis des Weinbaus ist der Lagar de Matilla. Das Historische Denkmal ist ein Standortmuseum, das materielle Zeugnisse des Weinbaus bewahrt. In der Oase von Matilla diente der Lagar zum Pressen von Trauben für die Weinherstellung. Das Thema verbindet den Ort mit der Landwirtschaft der Oase, ohne dass dafür ein heutiges Weingut vorausgesetzt werden muss.

Geoglyphen und geschützte Landschaften

Die Reserva Nacional Pampa del Tamarugal umfasst die Geoglifos de Pintados. Auch die Puquios des Salar de Llamara gehören in dieser Reserva zu den biologischen Schutzzielen. Für die Geoglyphen bietet der Rundweg Sendero Geoglifos de Cerro Pintados einen klar umrissenen Zeitrahmen: Er ist 1 Kilometer lang, dauert 45 Minuten und hat einen leichten Schwierigkeitsgrad.

Der Parque Nacional Salar del Huasco hat den Status eines Ramsar-Gebiets und eines Naturheiligtums. Mit knapp 110.000 Hektar bildet er ein abflussloses Becken mit einem Salzsee im Zentrum. Der Park dient zahlreichen Arten der andinen Vogelwelt als Zufluchts- und Nistgebiet, darunter Chile-, Anden- und Jamesflamingos. Für Ihre Planung ist auch die örtliche Ausstattung wichtig: Vor Ort gibt es keine Infrastruktur und keine Wanderwege.

Eine Routenbeschreibung aus dem Jahr 2021 führt die Route A-685 von Pica zum Salar del Huasco und beschreibt sie als Schotterstraße. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Straßenzustand. Die Verwaltung und das CEDAM der Reserva Nacional Pampa del Tamarugal befinden sich an der Panamericana Norte bei Kilometer 1787.

Oase, Nachthimmel und Aymara-Tradition

Die Oase von Pica ist für ihre besonderen Zitronen und Mangos bekannt. Pica ist außerdem als Pueblo Starlight anerkannt und eignet sich für astronomischen Tourismus sowie den Schutz seines dunklen Nachthimmels. Landwirtschaft und Himmelsbeobachtung prägen damit unterschiedliche Seiten des Ortes.

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Das Floreo de Animales de Colchane ist ein überliefertes Aymara-Ritual, das im Januar beginnt. Dabei werden Lamas und Alpakas geschmückt und zur Kennzeichnung markiert. Wenn Sie sich für die Tradition interessieren, bietet dieser Brauch einen eigenen kulturellen Blickwinkel neben den Festen in La Tirana.

Orientierung in Tamarugal und der Región De Tarapacá

Für die Anreise richten Sie den ersten Orientierungsschritt auf Iquique aus, die Hauptstadt der Región De Tarapacá. Verkehrsmöglichkeiten und Fahrpläne können sich ändern; prüfen Sie deshalb die passenden Verbindungen für Ihre Reise. Das CEDAM bietet Erläuterungen zu Flora und Fauna, ergänzt durch interpretative Wege.

Die Región De Tarapacá verbindet Küsten-, Wüsten- und Altiplano-Landschaften und ist von indigenen Kulturen geprägt. Im übergeordneten Reiseziel Región De Tarapacá liegt im Parque Nacional Volcán Isluga das Dorf Isluga mit seiner als Historisches Denkmal geschützten Kirche. Die Kirche ist ein bedeutendes zeremonielles Zentrum, an dem religiöse Feste begangen werden. Auch der Salar del Huasco liegt im Altiplano dieser Region; Gebirgsketten mit Höhen um 5.000 Meter begrenzen den zentralen Salar.

Im übergeordneten Reiseziel Región De Tarapacá unterscheiden sich die Wege nach Länge, Dauer und Schwierigkeitsgrad. Der Sendero de la Laguna de Arabilla ist 1,5 Kilometer lang, dauert eine Stunde und gilt als leicht. Für den Sendero Los Tamarugos sind 1 Kilometer, 40 Minuten in eine Richtung und ebenfalls ein leichter Schwierigkeitsgrad angegeben. Der interpretative Sendero de Jaiña umfasst 2,5 Kilometer und zwei Stunden bei mittlerem Schwierigkeitsgrad. Deutlich anspruchsvoller ist der Sendero del Volcán Isluga: 6 Kilometer und 9 Stunden, auch im Winter als anspruchsvoll eingestuft. Diese Angaben ermöglichen einen Vergleich unterschiedlicher Zeitbudgets, ohne die Wege mit dem kurzen Rundweg bei Cerro Pintados gleichzusetzen.

Auch die regionale Küche spiegelt Verbindungen zwischen Landschaften und Traditionen wider: In der Región De Tarapacá treffen indigene Traditionen und Karawanentraditionen zwischen Altiplano und Küste aufeinander. Zum gastronomischen Profil gehören geschmacksintensive Fische und Meeresfrüchte sowie Mangos, Guaven und die bekannte Zitrone von Pica.

Weitere Reiseziele entdecken: Huara, Pozo Almonte, Colchane, Pica, La Tirana, Provincia Iquique.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Región De Tarapacá.

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