Capela: Festtraditionen und das Refúgio da Vida Silvestre Mata do Junco
Unterkünfte in Capela
Capela zeigt sich durch lokale Festtraditionen, eine historische Spur aus dem 18. Jahrhundert und das Refúgio da Vida Silvestre Mata do Junco. Hier stehen Bräuche und Ortsgeschichte neben einem Schutzgebiet, dessen Schutzziel auch den Fortbestand des Guigó-Affen (Callibebus coimbai) umfasst. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich damit unterschiedliche inhaltliche Anknüpfungspunkte: Festkultur, Geschichte und Naturschutz.
Festtraditionen und Ortsgeschichte
Die Festa do Mastro in Capela ist durch Gesetz als immaterielles Kulturerbe des Bundesstaats Sergipe anerkannt. Bei der Festa de São Pedro suchen Hunderte Feiernde in den Wäldern nahe der Stadt einen Baum und errichten ihn als Mastro auf einem der Plätze von Capela. Der Ablauf führt von der gemeinsamen Suche im Wald bis zum Aufrichten des Baums auf einem Platz der Stadt.
Eine andere lokale Tradition ist die Sarandaia, die am 1. Juni stattfindet. Ein als „baiana“ verkleideter Einwohner zieht mit einer Pífano-Band und Feiernden von Tür zu Tür, um Preise einzusammeln. Verkleidung, Musik und der Zug durch die Stadt prägen das konkrete Bild des Brauchs. Wenn Sie sich für die Sarandaia interessieren, ist der 1. Juni der maßgebliche Kalendertag für Ihre Reiseplanung.
Eine historische Spur führt zum Ort Tabuleiro da Cruz. Dort wurden 1735 100.000 Réis für den Bau einer Kapelle unter dem Patrozinium Nossa Senhora da Purificação gestiftet. Die Kapelle wurde zwei Jahre später errichtet. So lassen sich Finanzierung und Bau zeitlich auseinanderhalten: Die Stiftung datiert auf 1735, die Errichtung erfolgte danach.
Schutzgebiet und Wanderweg
Das Refúgio da Vida Silvestre Mata do Junco wurde 2007 eingerichtet und umfasst 894,76 Hektar. Sein Schutzziel schließt ein, die Lebensgrundlage und den Fortbestand des Guigó-Affen (Callibebus coimbai) zu sichern. Das Naturthema in Capela ist damit eng mit einem konkreten Schutzanliegen verbunden: dem Fortbestand dieser Art.
Die Trilha Interpretativa Pau-Brasil wurde im Refúgio da Vida Silvestre Mata do Junco in Capela vorgestellt. Sie folgt den technischen ABNT-Normen für Kartierung und Strukturierung von Wanderwegen sowie den vom ICMBio empfohlenen Beschilderungsvorgaben. Als Sergipes erster Wanderweg, der kartiert und an Sicherheitsstandards angepasst wurde, gilt sie ebenfalls. So treten zwei Facetten des Naturthemas hervor: das Schutzziel für den Guigó und die fachliche Gestaltung des Wanderwegs.
Weitere Naturziele im übergeordneten Reiseziel Sergipe
Im übergeordneten Reiseziel Sergipe finden sich eigenständige Naturziele mit anderen Schwerpunkten. Der Parque Nacional Serra de Itabaiana liegt im Biom Mata Atlântica und umfasst 8.024,79 Hektar. Zu seinem Naturprofil gehören Ökotourismus, Wanderwege und Baden an Wasserfällen.
Am Cânion do Xingó können Besucher zwischen rötlichen, mehr als 50 Meter hohen Felswänden und smaragdgrünem Wasser fahren. Ausflüge umfassen gewöhnlich einen Halt am Paraíso do Talhado zum Baden und zur Betrachtung der Landschaft. Innerhalb Sergipes stehen damit Wanderwege und Wasserfälle einer Bootsfahrt durch die Schlucht als unterschiedliche Naturthemen gegenüber.
Weitere Reiseziele entdecken: Capela, Nossa Senhora da Glória, Itabaiana, Brejo Grande, Indiaroba, Poço Redondo
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