Ubatuba: Küste, Wege und Kultur
Unterkünfte in Ubatuba
Ubatuba verbindet großflächig geschützte Landschaften mit Wander- und Radrouten, historischen Orten und traditionellen Kulturen. Der Núcleo Picinguaba umfasst 47.500 Hektar und erstreckt sich über 80 Prozent des gesamten Gemeindegebiets von Ubatuba. Zu den fünf geschützten Stränden zählen Brava da Almada, Fazenda, Picinguaba, Cambury und Brava do Cambury. Die Wege im Núcleo führen durch Wald- und Küstenabschnitte und bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die Landschaft kennenzulernen.
Wald, Küste und Routen in unterschiedlichem Tempo
Die Trilha do Jatobá beginnt an der Casa da Farinha im Sertão de Picinguaba. Sie führt durch erhaltene Waldabschnitte mit gefährdeten Arten wie der Juçara-Palme und jahrhundertealten Bäumen wie dem Jatobá. Am Ende liegt ein Becken des Rio Fazenda, an dem eine Badepause möglich ist. Zugang und Aktivitätsbedingungen können sich ändern; prüfen Sie sie vor dem Besuch.
Eine mittelschwere Wanderung von 3 bis 4 Kilometern ist die Trilha Brava da Almada. Sie beginnt an der Praia da Fazenda, führt über einen felsigen Küstenabschnitt mit Halt am Saco das Taquaras bis zur Brava da Almada und kehrt auf demselben Weg zurück. Eine andere Art der Fortbewegung bietet die leichte, selbstgeführte Route Ciclismo na Praia da Fazenda: Sie ist 6 bis 7 Kilometer lang, verläuft größtenteils am Strand entlang und führt zurück zum Ausgangspunkt am Besucherzentrum. Die beiden Routen unterscheiden sich damit nicht nur in der Länge, sondern auch in Fortbewegungsart und ausgewiesener Schwierigkeit.
Traditionen und historische Orte
Zum Núcleo Picinguaba gehören traditionelle Gemeinschaften wie Vila de Picinguaba, Cambury, Sertão da Fazenda und Sertão do Ubatumirim. Dort lassen sich caiçara- und quilombola-Kulturen erleben. Eine weitere kulturelle Tradition Ubatubas ist die Folia do Divino, die mehr als zwei Jahrhunderte alt ist und ursprünglich aus Portugal stammt. Bei der Wallfahrt von Haus zu Haus gehören Gesänge und die Divino-Fahne dazu. Sie findet traditionell samstags und sonntags nach Ostern statt und endet zeitlich nahe an der Festa do Divino im Juli. Getragen wird sie von der Folia do Divino Espírito Santo de Ubatuba und der Folia Caiçara do Divino Espírito Santo. Das Jahresprogramm kann variieren; prüfen Sie konkrete Termine, wenn die Tradition für Ihre Reiseplanung wichtig ist.
Die Cadeia Velha wurde 2001 als städtisches historisches Kulturerbe von Ubatuba anerkannt und beherbergt das Museu Histórico „Washington de Oliveira“. Wenn Sie einen Museumsbesuch planen, prüfen Sie die aktuellen Besuchsmöglichkeiten. Das Casarão do Porto ist ein weiteres historisches, geschütztes Gebäude. Dort gibt es Ausstellungen zu Kunst, Kunsthandwerk und Fotografie sowie kulturelle Workshops, Kurse und Wettbewerbe; das Programm kann sich ändern.
Die restaurierte Casa da Farinha wird von lokalen Maniokproduzenten genutzt. Als historisches Objekt bewahrt sie eine traditionelle Verarbeitungstechnologie, der kulturelle, soziale und wirtschaftliche Bedeutung zukommt. Im Allgemeinen findet dort im September ein gastronomisches Festival statt; die konkreten jährlichen Termine können variieren.
Meeresschildkröten und Bootsverbindungen
Die Ubatuba-Basis des Projeto Tamar wurde 1991 eröffnet und war die erste Tamar-Basis in einem brasilianischen Meeresschildkröten-Futtergebiet. Sie verfügt über eines der vollständigsten Besucherzentren, das auf dem Gelände der Basis eine Fläche von 2.500 m² einnimmt. Prüfen Sie vor einem geplanten Besuch die aktuellen Besucherinformationen.
Zur Ilha Anchieta gelangen Sie von der Enseada und vom Pier von Saco da Ribeira mit einem Schoner; alternativ kann ein Boot mit Besatzung gemietet werden. Da Transportmöglichkeiten und Betreiber sich ändern können, empfiehlt es sich, die aktuellen Bootsoptionen vor der Planung zu prüfen.
Weitere Reiseziele entdecken: Lindóia, Cambaquara, Itaberá, Santa Fé Do Sul, Itaí, Itapevi, Juquitiba, Tôrre de Pedra.
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