São José do Norte: Molhe Leste, Natur und Geschichte
Unterkünfte in São José do Norte
Am Molhe Leste begegnen sich Küstenbauwerk und Naturschutz. Der 4,2 Kilometer lange Molhe dient als Angelplatz. Zugleich schützt das Refúgio de Vida Silvestre do Molhe Leste Seelöwen und Pelzrobben. Der Molhe Leste ist außerdem ein kommunales Wildtierschutzgebiet, das durch das Gemeindegesetz Nr. 007 vom 10. Mai 1996 geschaffen wurde.
Die Molhes da Barra teilen sich in den Molhe Leste in São José do Norte und den Molhe Oeste in Rio Grande.
Küste und Natur
Die Prainha ist ein Ort, an dem Sie den Sonnenuntergang über der Laguna dos Patos betrachten können. Die Praia do Mar Grosso setzt einen anderen Schwerpunkt: Sie gilt als eine der wichtigsten Naturattraktionen. Entlang ihrer Ausdehnung gibt es verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Das bewegte Meer gilt als für Wassersportarten wie Surfen geeignet. Für Ihre Interessenwahl stehen damit zwei unterschiedliche Motive nebeneinander: der Blick auf den Sonnenuntergang über der Lagune an der Prainha und die Verbindung von Artenvielfalt und Wassersport-Eignung am Mar Grosso.
Auch das nähere Umfeld lässt sich einordnen: 35 Kilometer von São José do Norte entfernt liegt Barrinha do Estreito, ein Wasserabschnitt der Laguna dos Patos, der bis zum Ozean fließt und Strand, Pinienwald und offene Landschaft verbindet.
Historische Bauwerke und Ortsgeschichte
Das historische Zentrum von São José do Norte war während der Farrapen-Revolution Schauplatz der Invasion durch Farrapo-Truppen. Im Solar dos Imperadores hielten sich Dom Pedro I. und Dom Pedro II. auf. Damit hat die Ortsgeschichte sowohl einen Bezug zu einem politischen Ereignis als auch zu zwei konkreten Persönlichkeiten. Bei der 214. Festa de Nossa Senhora dos Navegantes fand in São José do Norte eine maritime Prozession auf der Laguna dos Patos statt.
Der Farol da Barra wurde am 18. Januar 1852 eingeweiht. Er ist 31 Meter hoch und hat eine Reichweite von 16 Seemeilen. Die Torre Atalaia wurde um 1820 errichtet und 1972 außer Betrieb genommen.
Auch die Sakralbauten erzählen ihre Geschichte über konkrete Bauetappen. Die Igreja Matriz de São José entstand zwischen 1800 und 1820 aus Materialien, die aus Portugal gebracht wurden. Bei der Igreja Nossa Senhora da Boa Viagem wurde am 7. November 1848 der Grundstein gelegt; der Bau wurde am 28. Februar 1851 der Gemeinde übergeben. So unterscheiden sich die Baugeschichten: Für die Igreja Matriz de São José sind Bauzeitspanne und Materialherkunft prägend, während bei der Igreja Nossa Senhora da Boa Viagem Grundsteinlegung und Übergabe zwei konkrete Etappen markieren.
Die Casa Primo stammt aus der Zeit von 1825 bis 1885. Die Casa de Cultura wurde 1835 erbaut; ab 1992 beherbergte das Obergeschoss das städtische Museum, später wurde das Gebäude kommerziell genutzt. Die Casa Castro wurde 1840 errichtet. Die Frigoria entstand 1849, um als wichtigstes Zollamt von Rio Grande do Sul zu dienen. Das Gebäude Antiga Intendência e Prefeitura Municipal wurde 1898 erbaut.
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