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Tucuruí: Stausee, Schutzgebiet und Eisenbahngeschichte

Unterkünfte in Tucuruí

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Tucuruí begegnen sich Wasserlandschaft und Eisenbahngeschichte. Der künstliche See und die Área de Proteção Ambiental do Lago de Tucuruí prägen den Naturbezug des Ortes; im Parque Ecológico Sebastião Camargo kommen Wege, Igarapés, Vogelwelt und ein Museum zur Estrada de Ferro Tocantins zusammen. Für die Planung ist wichtig, Natur- und Geschichtsthemen im Park vom Zugang zum Inneren des Staudammbereichs zu unterscheiden: Dafür gelten eigene Terminbedingungen.

Stausee, Schutzgebiet und Park

Tucuruí gehört zur Área de Proteção Ambiental do Lago de Tucuruí, einem Schutzgebiet zur nachhaltigen Nutzung. Im Freizeitbereich der APA gibt es Angeltourismus und Sportfischen. Für das Wettbewerbsangeln gelten strenge Regeln, darunter das Prinzip Fangen und Freilassen sowie die Verwendung von Haken ohne Widerhaken.

Der Parque Ecológico Sebastião Camargo liegt zwischen dem Stadtgebiet von Tucuruí und den Anlagen der UHE Tucuruí. Er dient dem Naturschutz und der Umweltbildung. Zu seinen Merkmalen gehören Wanderwege und Brücken über Igarapés mit Stromschnellen; außerdem weist der Park eine vielfältige Vogelwelt auf. Während der künstliche See den großräumigen Maßstab der Landschaft zeigt, bündelt der Park Naturthemen, Wege und Umweltbildung an einem konkreten Ort.

Kulturerbe und Eisenbahngeschichte

Die Igreja de São José (Matriz) und der Zug Maria Fumaça gehören zu den historischen Kulturerbestätten von Tucuruí. Sie setzen einen kirchlichen und einen eisenbahngeschichtlichen Akzent neben den Naturthemen des Ortes.

Die Estrada de Ferro Tocantins wurde 1944 errichtet und sollte die Flussschifffahrt zwischen Tucuruí und Marabá erleichtern. Die 120 Kilometer lange Bahn verband Tucuruí mit dem Ort Jatobal. 1973 wurde sie stillgelegt und anschließend durch den Tucuruí-Wasserkraftkomplex überflutet. Die Abfolge von Bau, Stilllegung und Überflutung gibt der Eisenbahngeschichte einen klaren historischen Rahmen.

Im Parque Ecológico Sebastião Camargo gibt es ein Museum zur Estrada de Ferro do Tocantins mit einem Museumsgebäude und einer Lokomotive. So begegnen Park und Bahn nicht nur als getrennte Themen: Das Museum ist Teil des Parks, dessen weitere Merkmale Naturschutz, Wanderwege, Igarapés und Vogelwelt umfassen.

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Eine andere Sammlung beherbergt das Centro de Pesquisas Ambientais (CPA) in Tucuruí. Dort gibt es präparierte Exemplare verschiedener wild lebender Arten aus dem Amazonasgebiet. Die Sammlung hat eine didaktische und touristische Funktion. Ihr Schwerpunkt unterscheidet sich von dem des Eisenbahnmuseums: Im CPA stehen Tierpräparate und ihre Vermittlungsfunktion im Vordergrund, im Museum im Park die Geschichte der Estrada de Ferro Tocantins.

Anreise und Besuchsplanung

Der Zugang zum Inneren des Staudammbereichs der UHE Tucuruí wird von Mitarbeitenden oder Beauftragten der Eletronorte begleitet. Für externe Besucher ist er nur mittwochs nach begrenzter Terminvereinbarung möglich. Wenn Sie diesen Besuch einplanen, prüfen Sie die Terminmöglichkeiten vorab. So lässt sich dieser gesonderte Programmpunkt von den übrigen Natur- und Geschichtsthemen in Tucuruí unterscheiden.

Für die Fahrt mit dem Überlandbus von Belém nach Tucuruí werden etwa 450 Kilometer und ungefähr acht Stunden genannt. Prüfen Sie Route und Anbieter vor der Reise, damit Sie die ungefähre Fahrtdauer bei Ihrer Planung berücksichtigen können.

Weitere Reiseziele entdecken: Castanhal, Medicilândia, Trairão, Marituba, São Geraldo do Araguaia, Terra Santa, Conceição do Araguaia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pará.

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