Poconé: Geschichte, Kultur und Natur im Pantanal
Unterkünfte in Poconé
Poconé verbindet geschützte Baukultur und lokale Traditionen mit Routen für Naturbeobachtungen. Für Ihre Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: historische Orte, Folklore und Ausflüge in die Landschaft. Die folgenden Beispiele zeigen, wie vielseitig sich die Ortsgeschichte und die Aktivitäten in Poconé darstellen.
Geschichte und Baukultur
Das Centro Histórico de Poconé wurde 2007 als historisches, künstlerisches und kulturelles Erbe des Bundesstaates Mato Grosso unter Schutz gestellt. Ziel des Schutzes ist der Erhalt kolonialer Architektur und der lokalen Geschichte. Einen konkreten historischen Bezug bietet auch die Igreja Menino Jesus: Der Fazenda-Besitzer João Epiphaneo da Costa Marques ließ die Kirche 1922 als Erfüllung eines Gelübdes an São Benedito errichten.
Im Distrikt Cangas der Gemeinde Poconé befindet sich das Casarão Cotia. Beim Bau wirkten mit Gold bezahlte Arbeiter und versklavte Menschen mit. Das Casarão beherbergt eine Kapelle, die Nossa Senhora da Abadia gewidmet ist. So reicht die Baugeschichte über das historische Zentrum hinaus bis in den Distrikt Cangas.
Feste, Tanz und Musik
Die Cavalhada in Poconé ist ein kulturelles Schauspiel portugiesischen Ursprungs. Sie stellt symbolisch die Kämpfe zwischen Mauren und Christen dar und ist zu einem wesentlichen Bestandteil der Festa de São Benedito geworden. Diese findet traditionell im Juni statt. Wenn Sie für ein Fest anreisen möchten, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine für Ihr Reisejahr.
Bei der Dança dos Mascarados tragen männliche Teilnehmer farbenfrohe Kleidung, komische Masken und verzierte Hüte. Die folkloristische Darbietung ist besonders bei religiösen Festen wie São Benedito präsent. Auch der Lambadão gehört zum lokalen Kulturprofil: Poconé gilt als eine seiner Wiegen, und der Musikstil ist typisch für die Baixada Cuiabana.
Routen und Naturbeobachtungen
Die Estrada-Parque Transpantaneira verbindet Poconé mit Porto Jofre. Sie ist etwa 145 Kilometer lang und umfasst 125 Brücken. Entlang der Strecke können Besucher Kaimane, Capybaras, Jabirus, Anakondas und verschiedene Vogelarten beobachten. Damit stehen bei dieser Route sowohl eine klar umrissene Strecke als auch Naturbeobachtungen im Mittelpunkt.
Die MT-370 ist einer der wichtigsten Zugänge zum Pantanal Mato-Grossense. Sie verbindet Poconé mit Porto Cercado und bietet Zugang zu einem ökologischen Park sowie zu einem Bootshafen für Ausflüge und Angelausflüge. Die beiden Straßen haben unterschiedliche Zielpunkte: Porto Jofre ist über die Transpantaneira angebunden, Porto Cercado über die MT-370. Für eine Fahrt auf der MT-370 empfiehlt es sich, die aktuellen Straßenverhältnisse zu prüfen.
Naturangebote und Besuchsplanung
Im Parque Sesc Baía das Pedras im Gemeindegebiet von Poconé wurden neun bedrohte Arten festgestellt, darunter Puma und Pantanalhirsch. Im selben Park findet monatlich das kostenlose Programm Domingo no Parque statt. Es umfasst Ausritte, Tretboote, Dreiräder, eine Fahrt mit der Kleinbahn und Live-Musik. Da sich Programmdetails ändern können, ist ein Blick auf die aktuellen Angaben vor dem Besuch sinnvoll.
Das Centro de Educação Ambiental de Poconé bietet mit dem Projekt Terra da Onça Pintada ein interaktives Bildungsangebot für Besucher jeden Alters. Es dient dem Umweltbewusstsein und der Wertschätzung der biologischen Vielfalt des Pantanal. Für Gruppen mit mehr als 20 Personen sind Besuche nach Terminvereinbarung Dienstag bis Sonntag von 8 bis 11 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr möglich. Prüfen Sie diese Angaben vor der Fahrt und vereinbaren Sie den Besuch rechtzeitig.
Einblicke in lokale Veranstaltungen
Der Circuito Gastronômico do Pantanal – Edição Poconé gab Köchen, Kunsthandwerkern und landwirtschaftlichen Erzeugern Gelegenheit, ihre Produkte dem Publikum zu präsentieren. Die Ausgabe 2025 war für den 19. und 20. November ab 18 Uhr auf der Praça da Matriz angesetzt. Diese Daten beziehen sich auf jene Ausgabe.
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