Potosí: Salarlandschaft, Schutzgebiete und Bergbaugeschichte
Unterkünfte in Potosí
Das Departamento Potosí bietet unterschiedliche Reiseakzente: die Landschaft des Salar de Uyuni, Schutzgebiete, Kultur und Bergbaugeschichte. Dabei lohnt sich eine genaue räumliche Einordnung. Der Salar de Uyuni liegt zwischen den Departamentos Potosí und Oruro, nicht ausschließlich in Potosí. Er umfasst 10.582 km² und liegt durchschnittlich auf 3.663 m Höhe. Diese Größenordnungen vermitteln den Maßstab der Salzlandschaft. Zugleich ist Potosí mehr als ein einzelnes Landschaftsmotiv: Auch Naturschutz, kulturelle Themen und historische Orte prägen den Blick auf das Reiseziel.
Salarlandschaft und Naturvielfalt
Am Salar de Uyuni gehören der Wasserspiegeleffekt und ein Horizont, an dem Himmel und Salzwüste ineinander überzugehen scheinen, zu den markanten Landschaftsbildern. Hinzu kommen geologische Formationen aus dem Paläozoikum und geometrische Formen. So treffen in der Landschaft weite Flächen, scheinbar aufgehobene Horizontlinien und klar gegliederte Formen aufeinander.
Das Landschaftsmosaik des weiteren Reiseziels Salar de Uyuni umfasst neben der Salzfläche auch die Laguna Colorada, Laguna Verde und Laguna Blanca sowie Thermalquellen, Geysire und Fumarolen. Damit reicht das Landschaftsthema von Lagunen bis zu heißen Quellen und anderen geologischen Erscheinungen. Wer sich für Natur interessiert, findet hier verschiedene Schwerpunkte, die über das Bild einer einzelnen Salzfläche hinausgehen.
Im weiteren Umfeld des Reiseziels Salar de Uyuni liegt die Reserva Nacional de Fauna Flora Eduardo Avaroa. Das Schutzgebiet schützt Feuchtgebiete, Bofedales und Grundwasser. Außerdem umfasst die Reserva 187 Pflanzenarten und 118 Wirbeltierarten. Zur Tierwelt zählen der Andenflamingo, der Chileflamingo und der James-Flamingo sowie Darwin-Nandu, Puma, Anden-Gürteltier, Andenhirsch und Zorrino. Die drei Flamingoarten bilden einen eigenen Akzent innerhalb der Tierwelt; daneben stehen weitere Säugetiere und Vögel. So gehören neben den Landschaftsformen auch Lebensräume und Artenvielfalt zu den Naturthemen des weiteren Reiseziels.
Kultur und historische Perspektiven
Zum kulturellen Themenbild des weiteren Reiseziels Salar de Uyuni gehören Quechua- und Aymara-Gemeinschaften. Dazu kommen der Umgang mit Vicuñas, Alpakas und Lamas sowie Anbau und Ernte andiner Getreide, darunter Quinua Real. Diese Themen ergänzen die Landschafts- und Naturschutzperspektive um kulturelle und landwirtschaftliche Aspekte, ohne sie auf ein einzelnes Erlebnis zu reduzieren.
Auch die Geschichte ist im weiteren Reiseziel vielfältig verankert. Zum historischen Erbe gehört ein Eisenbahnnetz mit Zentrum in Uyuni. Pulacayo steht als Themenort im Zusammenhang mit der Tesis de Pulacayo. Beide Bezüge geben der regionalen Geschichte eigene Anknüpfungspunkte neben den Naturthemen.
In Bolivien steht auch die Stadt Potosí für die Geschichte des Bergbaus in Amerika. Zum Welterbestättenkomplex der Stadt gehören die industriellen Denkmäler des Cerro Rico mit einem System aus Aquädukten und künstlichen Seen, die Kolonialstadt mit der Casa de la Moneda, die Kirche San Lorenzo, mehrere Patrizierhäuser und die Barrios Mitayos, die Wohngebiete der Arbeiter. Die Straßen, Plätze, öffentlichen und religiösen Gebäude, Pfarrkirchen und Kirchen von Potosí zeugen von der Geschichte des Bergbaus in Amerika. Dieser städtische Schwerpunkt ergänzt die Landschafts- und Schutzgebietsthemen um eine eigene kulturhistorische Perspektive.
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