José Ballivián: Pampas del Yacuma und bedrohte Tierarten
Unterkünfte in José Ballivián
Die Pampas rund um den Río Yacuma und die großen Lagunen der Beni-Savanne zählen zu den Hauptattraktionen von Pampas del Yacuma. Im Reiseziel José Ballivián bildet das Schutzgebiet einen markanten Naturbezugspunkt. Sein Charakter erschließt sich über unterschiedliche Lebensräume und die Tierarten, die dort vorkommen.
Überschwemmungssavannen und Pflanzenwelt
Pampas del Yacuma ist für den Schutz der Überschwemmungssavannen der Llanos de Moxos von Bedeutung; in anderen bolivianischen Schutzgebieten sind diese Savannen wenig vertreten. Die jährlichen Überschwemmungen prägen Zusammensetzung und Verteilung der Vegetation. Für die ökologische Einordnung ist damit sowohl die Landschaftsform als auch ihre wiederkehrende Dynamik wichtig.
Das Schutzgebiet umfasst ein Mosaik aus Überschwemmungssavannen, Feuchtgebieten, Waldinseln und Galeriewäldern. In der Pflanzenwelt überwiegen Gräser und Sauergrasgewächse. Dazu kommen Wasserpflanzen, Bromelien und Palmen sowie aufragende Bäume wie Bibosi, Ambaibo, Zeder und Tajibo. So reicht die Beschreibung des Naturraums von offenen Savannen bis zu feuchten und bewaldeten Lebensräumen.
Tierwelt von Pampas del Yacuma
Zu den endemischen und stark bedrohten Arten zählen die aschgrauen und rötlichen Lucachi-Affen (Callicebus modestus und Callicebus olallae) sowie die Blaukehlaras (Ara glaucogularis). Die Namen machen deutlich, dass hier mehrere besonders schutzbedürftige Arten Teil des Naturbilds sind.
Weitere bemerkenswerte Tierarten in Pampas del Yacuma sind Sumpfhirsch (Blastocerus dichotomus), Urina (Mazama gouazoubira), Huaso (Mazama americana), Jaguar (Panthera onca), Borochi (Crysocyon brachyurus), Flussdelfin (Inia boliviensis), Peta de río (Podocnemis unifilis), Schwarzer Kaiman (Melanosuchus niger) und Yacaré (Caiman yacare). Neben den bedrohten Lucachi-Affen und Blaukehlaras prägt also eine breite Liste weiterer bemerkenswerter Arten die Tierwelt des Schutzgebiets.
Santa Rosa del Yacuma und das nähere Umfeld
In der Gemeinde Santa Rosa del Yacuma ist Ökotourismus eine wichtige wirtschaftliche Aktivität. Die Gemeinde gehört zum touristischen Komplex von Rurrenabaque und dem Nationalpark Madidi. Im näheren Umfeld des Reiseziels liegt der Mirador Turístico de la Laguna Colorado an der Straße Rurrenabaque–Riberalta, 15 Minuten von Santa Rosa de Yacuma entfernt. Der Mirador soll den Ökotourismus zum Área Protegida Municipal Pampas del Yacuma fördern.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Beni
Auch der Blick auf das übergeordnete Reiseziel Beni ergänzt die Naturthemen von José Ballivián um einen kulturellen Rahmen. Im Beni wird Kunsthandwerk aus Palmfasern und Edelhölzern hergestellt. Bei der Hauptprozession der Ichapekene Piesta wirken 48 Gruppen mit. Sie tragen Masken von Vorfahren und Tieren, die den Respekt vor der Natur hervorheben. Die Gran Fiesta de la Santísima Trinidad wird im Beni als Chope Fiesta bezeichnet.
Zu den Flüssen des Beni gehören der Mamoré, der Beni und der Iténez; sie dienen auch als Transportwege. Diese regionale Einordnung steht neben der konkreten Naturbeschreibung von Pampas del Yacuma und gehört zum größeren Rahmen des Reiseziels Beni.
Weitere Reiseziele entdecken: Rurrenabaque, Cercado, Vaca Diez, Moxos, Marbán.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Beni.