Departamento Humahuaca: Landschaft und Kulturerbe
Unterkünfte in Departamento Humahuaca
Das Departamento Humahuaca spricht Reisende an, die Landschaft und Kulturerbe gemeinsam in den Blick nehmen möchten. Prägend ist die Quebrada de Humahuaca; daneben setzen archäologische Orte, ein Denkmal und eine historische Kapelle eigene Akzente. So erschließt sich das Reiseziel über unterschiedliche Themen: vom Gebirgstal und seiner Kulturlandschaft bis zu Zeugnissen der Landwirtschaft, Architektur und religiösen Tradition.
Die Quebrada als Kulturlandschaft
Die Quebrada de Humahuaca ist ein etwa 155 Kilometer langes, enges und trockenes Gebirgstal, das vom Río Grande durchquert wird. Die Quebrada durchquert auch das Departamento Humahuaca. Im Jahr 2003 erklärte die UNESCO sie als Kulturlandschaft zum Welterbe. Die Länge beschreibt einen ausgedehnten Talraum; einzelne archäologische und architektonische Zeugnisse setzen daneben eigene thematische Schwerpunkte.
In den Tälern der Quebrada sind zahlreiche archäologische Stätten und architektonische Kulturgüter erhalten. Indigene Traditionen werden von Generation zu Generation weitergegeben. Der Kulturlandschaftscharakter umfasst damit sowohl bauliche und archäologische Zeugnisse als auch überlieferte Traditionen. Wenn Sie das Reiseziel auswählen, können Sie neben der Landschaft auch einzelne historische Themen berücksichtigen.
Archäologische Orte und Erinnerung
Coctaca ist im Departamento Humahuaca der größte und anspruchsvollste vorhispanische landwirtschaftliche Inka-Komplex der Provinz Jujuy und wahrscheinlich einer der bedeutendsten der Argentinischen Republik. Der Komplex setzt einen besonderen archäologischen Schwerpunkt auf die Landwirtschaft der Inka. Die Fundstätte Inca Cueva ist dagegen für den hohen Wert ihrer Felsmalereien bekannt. Beide Orte stehen damit für unterschiedliche Aspekte des archäologischen Erbes im Departamento.
Das Monumento a los Héroes de la Independencia steht auf dem Cerro Santa Bárbara und ist über eine monumentale Steintreppe erreichbar. Es erinnert an den Unabhängigkeitskampf und würdigt die anonyme Beteiligung der Bevölkerung daran. Eine neun Meter hohe Bronzeskulptur einer indigenen Person dominiert das Denkmal; Reliefs indigener Menschen und Gauchos ergänzen das Ensemble. Hier verbinden sich ein klar benanntes historisches Gedenken und markante bildhauerische Formen.
Kirchenkunst in Uquía
Die ersten dokumentierten Bauphasen der Capilla de la Santa Cruz y San Francisco de Paula in Uquía stammen aus dem 17. Jahrhundert. Zu ihren baulichen Merkmalen zählen Lehmziegelmauern und ein vergoldetes Retabel. Zum künstlerischen Erbe der Kirche gehören neun Arkebusier-Engel aus dem 17. Jahrhundert aus der Cuzco-Schule. Baugeschichte, Material und sakrale Kunst ergeben so verschiedene Blickwinkel auf dieses benannte Bauwerk.
Das vergoldete Hauptretabel besitzt drei Straßen und drei Körper und gilt als einzigartig in der Region. Die Angaben zu Straßen und Körpern beschreiben seine Gliederung in Breite und Höhe. Zusammen mit den Lehmziegelmauern und den Engeln machen diese Details die Kapelle auch für Reisende interessant, die sich besonders für Architektur und Kunsthandwerk interessieren.
An der Kirche in Uquía findet jedes Jahr am 3. Mai die Feier zu Ehren des Santo Patrono statt. Das wiederkehrende Datum ergänzt die baulichen und künstlerischen Aspekte um eine religiöse Tradition im Jahreslauf. Wenn Sie sich für solche Traditionen interessieren, ist die Feier ein eigener Gesichtspunkt bei der Wahl des Reisezeitpunkts.
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