Villena: Kultur, Geschichte und Natur entdecken
Unterkünfte in Villena
Villena vereint archäologische Spuren, geschützte Bauwerke und Themen für unterschiedliche Interessen. Die Zeitspanne reicht von einer etwa 3.500 Jahre alten Siedlung bis zu Sammlungen, die die menschliche Besiedlung der Comarca bis in die Gegenwart dokumentieren. Hinzu kommen eine für Radfahrer und Fußgänger hergerichtete Bahntrasse sowie Feuchtgebiets- und Steppenvögel. So können Sie bei Ihrer Reiseplanung Kultur, Bewegung und Naturbeobachtung unterschiedlich gewichten.
Burgen, Kirchen und historische Bauwerke
Das Castillo de la Atalaya wurde vom Almohadenreich Ende des 12. Jahrhunderts als Zuflucht für die muslimische Bevölkerung Villenas errichtet. Auch die Kirchen stehen für unterschiedliche Abschnitte der Stadtgeschichte: Die Iglesia de Santa María wurde im 16. Jahrhundert über der früheren Hauptmoschee von Villena errichtet und ist als Bien de Relevancia Local geschützt. Die Iglesia Arcedianal de Santiago entstand zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert. Sie gilt als eines der bedeutendsten gotisch-renaissancezeitlichen Beispiele in der Comunitat Valenciana, besitzt zwölf monumentale Wendelsäulen und ist als Bien de Interés Cultural geschützt.
Archäologie, Museen und Feste
Im Museo de Villena (MUVI) wird der Schatz von Villena gezeigt. Er besteht aus 66 Stücken mit fast zehn Kilogramm Gold und wurde vor 3.000 Jahren verborgen. Das Museum dokumentiert mit wertvollen Ausstellungsstücken die menschliche Besiedlung der Comarca von der Vorgeschichte vor 50.000 Jahren bis zur Gegenwart. Am Cabezo Redondo befindet sich außerdem eine etwa 3.500 Jahre alte Siedlung aus der Bronzezeit. Diese Orte und Sammlungen eröffnen verschiedene Zugänge zur Vergangenheit Villenas, von archäologischen Fundstücken bis zu einer Siedlung vor Ort.
Das Museo Festero befindet sich in einem vierstöckigen ehemaligen bürgerlichen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, dessen Böden mit Nolla-Keramik ausgelegt sind. Zu sehen sind Trachten, Festbilder, Plakate, Programme und Erinnerungsstücke früherer Feste. Die Ursprünge der Fiestas de Moros y Cristianos in Villena reichen bis ins späte 15. Jahrhundert zurück: Damals wurde die Virgen de las Virtudes zur Schutzpatronin der Stadt erklärt.
Auch das Teatro Chapí verbindet Baugeschichte mit Kultur. Das heutige Theater wurde 1925 eröffnet; neomudéjarische Elemente finden sich an den Seitenfassaden und im Bereich des Bühnenhauses. Nach einer Renovierung öffnete es im April 1999 wieder für das Publikum und gilt heute als eines der bedeutendsten Theaterhäuser der Comunitat Valenciana. Wer Villena auch mit Wein verbinden möchte, findet hier eine weitere lokale Besonderheit: In Villena gibt es die größte Zahl an Weingütern in der gesamten Provinz.
Wege und Natur
Die Vía Ferrata Castillo Salvatierra ist 115 Meter lang, weist 53 Meter Höhenunterschied auf und hat den Schwierigkeitsgrad AD (etwas schwierig). Die Vía Verde del Chicharra ist dagegen eine stillgelegte Bahntrasse, die für Radfahrer und Fußgänger hergerichtet wurde. Sie beginnt am Santuario de Las Virtudes und endet in Biar; von dort kann man bis Alcoy weiterfahren. Zum Eisenbahnerbe entlang der grünen Route zählen etwa verlassene Bahnhöfe, Aquädukte und spektakuläre Brücken. Dazu kommt eine wechselnde Landschaft. Die beiden Angebote unterscheiden sich damit deutlich in der Art der Aktivität und den genannten Routenmerkmalen. Für die Vía Ferrata sollten Sie vor der Nutzung die aktuellen Zugangs- und Sicherheitsbedingungen prüfen; auch die Bedingungen auf der Vía Verde können sich ändern.
Birdwatching gilt in Villena als nachhaltige und naturverträgliche touristische Aktivität. Im Gebiet der trockengelegten ehemaligen Laguna de Villena können ganzjährig verschiedene Feuchtgebiets- und Steppenvögel beobachtet werden. Dazu gehören Flussregenpfeifer, Stelzenläufer, Rohrspötter, Raubwürger, Kurzzehenlerchen, Blonde Steinschmätzer und Bienenfresser. Die Beobachtungsmöglichkeiten einzelner Arten sind saisonabhängig. Geschützte Flächen in Villena sind über vier Kategorien in das Natura-2000-Netz der Europäischen Union einbezogen: ZEPA, LIC, Flora-Mikroreserven und Faunareservate. In der Flora-Mikroreserve wurde der endemische, vom Aussterben bedrohte Fisch Fartet wiederangesiedelt.
Besuche planen
Der Besucherservice von Villena bietet touristische Informationen und verkauft Eintrittskarten für kommunale touristische Einrichtungen. Geführte Besichtigungen des Castillo de la Atalaya werden nach vorheriger Reservierung angeboten. Das Teatro Chapí bietet für Einzelbesucher und Gruppen an einem Sonntag pro Monat geführte Besichtigungen an. Für eine Führung im Museo Festero ist eine Reservierung bei der neben dem Museum gelegenen Tourist Info Villena erforderlich. Da sich Reservierungsabläufe und Besuchstermine ändern können, prüfen Sie diese vor Ihrer Reise.
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