Ollauri: Weinkultur und historische Baukunst
Unterkünfte in Ollauri
Ollauri vereint Baugeschichte, Weinthemen und eine ausgewiesene Route. Wenn Sie ein Hotel in Ollauri suchen, können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie sich besonders für Kirche und Paläste, einen weintouristischen Besuch oder eine Strecke zu Fuß beziehungsweise mit dem Fahrrad interessieren. San Salvador und zwei Paläste geben der Architekturgeschichte konkrete Anhaltspunkte; Kellerbesuche und der Weinwanderweg ergänzen diese Perspektive um Wein und Landschaft.
Kirche, Paläste und Baugeschichte
Die Pfarrkirche San Salvador ist aus Haustein errichtet und hat einen lateinischen Kreuzgrundriss. Ihr Bau fällt in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts. Als wichtigstes Kunstmerkmal gilt der barocke Hauptaltar von etwa 1690, dessen salomonische Säulen mit Weinranken verziert sind. So stehen Bauzeit und Ausstattung für unterschiedliche Etappen: Die ungefähre Datierung um 1690 bezieht sich auf den Altar, nicht auf die Errichtung der Kirche.
Der Palacio de los Marqueses de Terán stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Er hat einen quadratischen Grundriss, zwei Geschosse aus Haustein, einen vergitterten Vorhof und heraldische Wappen. Die genannten Merkmale umfassen damit sowohl die Bauform als auch den Vorhof und die Wappen.
Der Palacio de Pobes setzt einen anderen architektonischen Akzent. Das barocke Gebäude besitzt zwei Geschosse und ein Dachgeschoss; seine Fassade weist eine gebrochene Linienführung auf. Die beiden Paläste sind dadurch an unterschiedlichen Details zu erkennen: Beim Palacio de los Marqueses de Terán prägen Grundriss, Haustein, Vorhof und Wappen das Bild, beim Palacio de Pobes vor allem die Fassadenlinie und die Geschosseinteilung.
Auch die Geschichte der Kellereien ist mit Ollauri verbunden: 1896 gründete Federico Paternina Josué durch den Zusammenschluss von drei Kellereien aus Ollauri eine Kellerei. Damit ist eine Gründung des späten 19. Jahrhunderts neben den älteren Bauwerken ein weiterer zeitlicher Bezugspunkt.
Wein, Keller und Aussicht
Beim traditionellen weintouristischen Besuch von Conde de los Andes gehören der Zugang zu den historischen Kellern und eine Weinverkostung dazu. Die unterirdischen Keller erstrecken sich über knapp 1,5 Kilometer. So treten beim Besuch sowohl die Verkostung als auch die bemerkenswerte Ausdehnung der Kellerräume als eigene Themen hervor.
Die Bodega Marqués de Terán liegt unterirdisch in einem Hügel im höher gelegenen Teil von Ollauri und blickt auf die Sierra de Cantabria, die Sierra de La Demanda und das Ebro-Tal. Der Cerro Churrumendi gilt als höchster Punkt Ollauris. Von dort reichen die Ausblicke über das Ebro-Tal zur Sierra de la Demanda sowie zu den Gebirgszügen von Toloño und Cantabria.
Weinwanderweg „Del Ebro a la Piedad“
Der Weinwanderweg „Del Ebro a la Piedad“ verläuft zwischen Haro und Casalarreina und führt über Gimileo, Ollauri, Rodezno und Zarratón. Die Route ist 15,8 Kilometer lang. Zu Fuß dauert sie etwa 3,5 Stunden, mit dem Fahrrad 1,2 Stunden; der Wegebelag ist gut und der Schwierigkeitsgrad mittel. Der Vergleich der beiden Zeitangaben macht den unterschiedlichen Zeitbedarf für Fuß- und Radstrecke konkret, während Länge, Wegebelag und Schwierigkeitsgrad weitere Orientierung zur Route geben.
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