Renau: Geschichte, Kirchen und Wege
Unterkünfte in Renau
Renau verbindet historische Spuren mit Routen zu unterschiedlichen Zielen. Für die Planung eines Aufenthalts können Sie diese Themen getrennt betrachten: Die Ortsgeschichte reicht von römischen Villenresten im Gemeindegebiet bis zu baulichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts; bei den Wegen stehen Bauernhäuser, das Kloster Santes Creus und eine Etappe des Camí de Sant Jaume im Mittelpunkt. Auch zwei wiederkehrende Festa Majors setzen saisonale Bezugspunkte.
Geschichte und Ortsbild
Im Gemeindegebiet von Renau wurden zahlreiche Überreste römischer Villen gefunden. Die Ursprünge Renau werden in die Mitte des 12. Jahrhunderts, in die Zeit der Reconquista, eingeordnet; die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1161. Archäologische Villenreste und der erste schriftliche Beleg stehen damit für unterschiedliche Zeitstufen: Die römischen Zeugnisse reichen weiter zurück als die mittelalterliche schriftliche Nennung.
Auch die Bezeichnung „Castell“ hilft, die Ortsgeschichte einzuordnen. In Renau ist damit eher ein Herrenhaus als eine feudale Burg gemeint. Die Überreste des ehemaligen Castell de Renau wurden 1876 abgetragen, um den Kirchenplatz anzulegen. So steht der Name für eine frühere Anlage, während der Platz mit einer konkreten Veränderung des Ortsbildes im 19. Jahrhundert verbunden ist.
Kirchen und Kunst
Die Ermita de la Mare de Déu del Loreto wurde Ende des 17. Jahrhunderts erbaut. 1930 dekorierte und renovierte der Architekt Josep M. Jujol die Ermita. Die Pfarrkirche Santa Llúcia entstand 1769 und enthält eine gotische Schnitzfigur der Mare de Déu del Loreto aus dem 16. Jahrhundert.
Bei der Pfarrkirche sind Gebäude und Ausstattung unterschiedlichen Epochen zuzuordnen: Die Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert, die Schnitzfigur aus dem 16. Jahrhundert. An der Ermita wiederum lässt sich der Bau des späten 17. Jahrhunderts von Jujols Arbeiten aus dem Jahr 1930 unterscheiden. Diese Zeitangaben geben zwei konkrete Zugänge zur Bau- und Kunstgeschichte Renau.
Feste im Jahreslauf
Die Festa Major d'estiu ist ein Votivfest zu Ehren der Schutzpatronin Santa Llúcia und findet am dritten Sonntag im Juli statt. Die Festa Major d'hivern wird zu Ehren der Verge del Loreto am 10. Dezember oder am nächstgelegenen Sonntag gefeiert. Die beiden wiederkehrenden Feste unterscheiden sich damit sowohl durch ihre Widmung als auch durch ihre Termine: eines liegt im Juli, das andere im Dezember.
Wenn Sie Ihre Reise auf eines der Feste ausrichten möchten, berücksichtigen Sie beim Sommerfest den dritten Sonntag im Juli und beim Winterfest die Regel mit dem nächstgelegenen Sonntag. Prüfen Sie den konkreten Termin für das jeweilige Jahr, bevor Sie danach planen.
Routen mit unterschiedlichen Zielen
Die Ruta dels Masos ist ein ausgeschilderter Weg des Consell Comarcal del Tarragonès. Sie verbindet verschiedene Bauernhäuser im Umfeld von Renau und Vilabella. Der GR 172 führt durch das Gemeindegebiet von Renau und bringt Wandernde von Renau zum Zisterzienserkloster Santes Creus. Renau liegt außerdem an der ersten Etappe des Camí de Sant Jaume.
Die Wegangaben setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die Ruta dels Masos verbindet Bauernhäuser, beim GR 172 ist Santes Creus das Ziel, und beim Camí de Sant Jaume ist Renau Teil der ersten Etappe. Eine andere Planungsfrage betrifft die Fortbewegung: Der Itinerari Saludable i Parc de salut a Renau kann zu Fuß oder mit dem Mountainbike absolviert werden. Der Rückweg ist für Fahrräder teilweise recht schmal; wer mit dem Mountainbike plant, kann diesen Hinweis bei der Routenwahl berücksichtigen.
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