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Colldejou – Mola, Wanderrouten und Dorfgeschichte

Unterkünfte in Colldejou

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Colldejou liegt an einem sonnigen Hang, umgeben von Wäldern, Trockenfeldern und einigen Gärten. Hinter dem kleinen Ort erheben sich El Rei, La Reina, die Mola de Colldejou und die Mola de Llaberia. Für Ihre Reiseplanung lassen sich damit verschiedene Schwerpunkte setzen: Aussicht, örtliche Wege und die Bau- und Festgeschichte des Dorfes.

Berglandschaft und Wanderrouten

Die Mola de Colldejou erreicht 921 Meter und bietet weite Ausblicke auf das Meer sowie die umliegenden Ebenen und Gebirgszüge. Die Gemeinde hat elf Wanderrouten auf örtlichen Wegen ausgewählt. Sie führen unter anderem zur Mola, zu Quellen und über Bergpässe. Die genannten Ziele setzen unterschiedliche Akzente: Gipfel, Quellen und Pässe stehen für jeweils andere Landschaftsthemen bei der Tourenplanung.

Im größeren Naturraum Serra de Llaberia-Colldejou verbindet das Gebirge strukturell die Berge von Prades und Cardó. Zu diesem Naturraum gehören typische Kalkgebirgslandschaften Süd-Kataloniens, einzelne Bereiche mit silikatischem Gebirge sowie eine bemerkenswerte Vegetation und wirbellose Tierwelt. So umfasst der Landschaftskontext neben den Gipfeln und Wegen auch unterschiedliche geologische und biologische Aspekte.

Kirche, Häuser und historische Spuren

Die Pfarrkirche Sant Llorenç wurde im 18. Jahrhundert errichtet und ist im Barockstil gehalten. Ihr einschiffiges Langhaus hat auf jeder Seite drei Seitenkapellen. Auch der Glockenturm zeigt einen Wechsel der Form: Bis zur Höhe der Seitenmauer ist er quadratisch, darüber achteckig. Mehrere Häuser mittelalterlichen Ursprungs sind in Colldejou sehr gut erhalten.

Auf dem Gipfel der Mola befinden sich die Überreste eines Forts aus den Karlistenkriegen. Im Dorf sind außerdem Reste von Befestigungsmauern erhalten, die Colldejou einst umschlossen. Die beiden historischen Spuren unterscheiden sich durch ihre Lage: Hier das Fort auf dem Gipfel, dort die frühere Umfassung des Dorfes. Auch die Nutzung der Landschaft hatte eine Geschichte: Die Steineichenhänge der Mola wurden früher intensiv zur Herstellung von Holzkohle genutzt, während Hirten die Weiden am Gipfel sehr schätzten.

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Feste und Esskultur

Sant Isidre wird in Colldejou am 15. Mai gefeiert. Fällt der Tag auf einen Werktag, wird die Feier auf das Wochenende verlegt. Zum Fest gehören eine Prozession, die Segnung der Felder, Sardanas und ein gemeinsamer Imbiss. Das konkrete Programm kann von einer Ausgabe zur nächsten variieren. Auch das Riesentreffen gehört zur lokalen Tradition: Es findet jedes Jahr eine Woche vor dem Fest Sant Llorenç statt und ist mit der Tradition der Riesenfiguren verbunden.

Beim Clotxa-Fest steht ein öffentliches Mittagessen mit einem traditionellen Feldessen im Mittelpunkt, wie es Bauern früher auf dem Feld aßen. Dazu gehören rundes Brot, Tomate, Zwiebel und gerösteter Knoblauch sowie Hering und Wurst. Das Fest bietet damit einen anderen Einblick in die lokale Tradition als die Feierlichkeiten rund um Sant Isidre und Sant Llorenç: Hier prägt ein überliefertes Essen den Anlass.

Anreise mit dem Auto

Von Tarragona aus führt die Anfahrt über die A-7 in Richtung Castelló bis zur Ausfahrt 1138 bei Mont-roig del Camp und anschließend über die T-323 und T-322. Von Reus aus verläuft die Route über die T-310 in Richtung Riudoms bis Mont-roig del Camp und danach über die T-322. Prüfen Sie den aktuellen Routenverlauf vor der Abfahrt, da sich Straßenführungen im Betrieb ändern können.

Weitere Reiseziele entdecken: Mont-ral, La Riviera, El Milà, El Perelló, Aiguamúrcia-Santes Creus, Masboquera, Bellvei, El Molar

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarragona.

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