Navata entdecken
Unterkünfte in Navata
Navata bietet verschiedene Zugänge zu seiner Geschichte: den kleinen historischen Ortskern mit engen Gassen und Befestigungsresten, die Pfarrkirche Sant Pere und die Ruinen der Burg. Kirchen in Can Miró und Canelles ergänzen das Bild um weitere historische Stationen. Für Ihre Reiseplanung können Sie so Ortsgeschichte und Sakralarchitektur ebenso berücksichtigen wie eine Route mit Blick auf die Ebene des Empordà.
Historischer Ortskern und mittelalterliche Route
Im historischen Zentrum sind enge Gassen und Reste einer alten Befestigung prägend. An der Carrer de la Muralla wird die Beziehung zwischen Ortsbild und Stadtmauer besonders deutlich: Die Fassaden sind auf der südlichen Mauer des ehemaligen befestigten Bezirks errichtet. Dieser Mauerabschnitt stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die Straße bietet damit einen konkreten Bezug zur baulichen Geschichte des Ortskerns.
Die Route durch das mittelalterliche Navata ist ausgeschildert und dokumentiert. Sie ermöglicht einen Besuch der engen Gassen, um die Geschichte des Ortes kennenzulernen. Prüfen Sie vor der Reise die örtlichen Hinweise zur Organisation der Route.
Sant Pere: Baugeschichte und Wandmalereien
Die Pfarrkirche Sant Pere de Navata ist ein großer Sakralbau aus dem 17. Jahrhundert. Ihr Bau begann am 22. Dezember 1638 und wurde 1746 abgeschlossen; die Baugeschichte reicht damit vom 17. bis ins 18. Jahrhundert. Im Inneren befinden sich sehr gut erhaltene Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert. Bauchronologie und Malereien geben der Kirche jeweils einen eigenen historischen Schwerpunkt: Der Bau lässt sich über seine langen Entstehungsdaten einordnen, während die Wandmalereien ein späteres Jahrhundert im Inneren repräsentieren.
Die Burg von Navata
Die Burg ist seit 1051 urkundlich belegt. Damals wurde sie Graf Bernat von Besalú übertragen, der die Baronie Navata begründete. Heute sprechen die genannten Merkmale von den Ruinen: Sie liegen 2 km vom Dorf entfernt und sind schwierig zugänglich. Berücksichtigen Sie diesen Zugang bei Ihrer Planung, statt die Burg als unkomplizierte Ergänzung zu einem Besuch im Ortskern einzuordnen.
Der am besten erhaltene Mauerabschnitt ist der westliche. Er schließt an einen zylindrischen Turm an der südwestlichen Ecke an.
Weitere Kirchen in Can Miró und Canelles
Auch die Kirchen in Can Miró und Canelles stehen für unterschiedliche historische Zeitpunkte. Die dem heiligen Petrus geweihte Pfarrkirche in Can Miró bestand bereits 1019. Canelles liegt südlich von Navata; die dortige Kirche Sant Esteve stammt aus der Romanik des 11. oder 12. Jahrhunderts und wurde später umfassend umgestaltet. Die beiden zeitlichen Einordnungen reichen damit von der frühen Erwähnung der Kirche in Can Miró bis zu einem romanischen Bau, dessen Gestalt später wesentlich verändert wurde.
Landschaft auf der BTT-Route
Eine weitere Perspektive bietet die BTT-Route 10 „Masies del vent de Navata i Lladó“. Sie verläuft am Nordhang des Gemeindegebiets von Navata und bietet einen großartigen Blick auf die Ebene des Empordà. Damit setzt sie einen anderen Schwerpunkt als die Route durch die engen Gassen: Hier steht die Landschaftsperspektive im Vordergrund, dort die Geschichte des mittelalterlichen Ortskerns. Wenn Sie ein Hotel in Navata suchen, können diese unterschiedlichen Themen bei der Wahl Ihres Reiseziels eine Orientierung geben.
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