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Casserres – Kultur, Geschichte und Routen

Unterkünfte in Casserres

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Für die Reiseplanung in Casserres stehen Ortsgeschichte und Baukultur ebenso im Blick wie Wege und Naturmerkmale. Hinzu kommt ein Jahreslauf lokaler Feste. Wer den Aufenthalt nach eigenen Interessen plant, kann so zwischen historischen Bauwerken, Routen und saisonalen Traditionen unterscheiden.

Altstadt, Kirchen und textile Geschichte

Die Altstadt von Casserres besteht im Wesentlichen aus dem Carrer Major und der Plaça de la Creu. Der Carrer Major fasst die ursprüngliche städtebauliche Struktur des Ortes zusammen. Damit geben diese beiden Bestandteile einen konkreten Ausgangspunkt, um die historische Ortsanlage einzuordnen.

Sant Pau de Casserres verbindet mehrere Epochen: Die Kirche wurde am 20. Januar 907 als Pfarrkirche geweiht. Der heutige romanische Bau aus dem 12. Jahrhundert ersetzte ein früheres vorromanisches Gebäude. Die Wandmalereien stammen aus der Übergangszeit vom Ende der Romanik zum Beginn der Gotik und gelten als besonders interessante Beispiele mittelalterlicher katalanischer Malerei. Baugeschichte und Malerei bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Beschäftigung mit dem Ort.

In der Kirche Mare de Déu dels Àngels befindet sich ein barocker Altaraufsatz, den der Bildhauer Segimon Pujol schuf und der 1704 geweiht wurde. Sant Joan Degollat ist eine romanische Kapelle aus dem 14. Jahrhundert. Der Zugang dorthin führt über einen nicht ausgeschilderten Fußweg von 30 Minuten; Zugangsbedingungen können sich ändern. Prüfen Sie diese vor dem Besuch.

Auch die textile Industriegeschichte ist in Casserres vertreten. Die Colònia Guixaró entstand im 19. Jahrhundert als textile Flusskolonie. Zu ihr gehören Arbeiterwohnungen, eine Kirche, eine Schule, eine Krankenstation und ein Theater. Mehrere Gebäude werden privat oder produktiv genutzt – die Kolonie ist daher nicht einfach mit einem durchgehend für Besucher zugänglichen Ensemble gleichzusetzen. L’Ametlla de Casserres, auch Colònia Monegal genannt, ist ebenfalls eine textile Flusskolonie des 19. Jahrhunderts in Katalonien. Zur allgemeinen Einordnung: Kolonien dieser Art entstanden besonders an den Ufern des Llobregat.

Routen, Baum und saisonale Natur

Die Ruta de les Fonts ist eine Rundroute, die sich zu Fuß oder mit dem Mountainbike in beiden Richtungen nutzen lässt. Sie hat drei ausgeschilderte Varianten und führt zu zehn Quellen innerhalb der Gemeinde Casserres. Prüfen Sie die Beschilderung vor Ort, bevor Sie sich für eine Variante entscheiden. Die Ruta de les Colònies ist eine andere Streckenoption: Sie ist 27 Kilometer lang, ausgeschildert und folgt dem PR C-144. Bei der Auswahl lassen sich die beiden Wege vor allem über die Streckenform vergleichen – Rundroute mit Varianten auf der einen, eine ausgewiesene Route von 27 Kilometern auf der anderen Seite.

Als weiteres Naturmerkmal gilt die Alzina dels Colls als monumentaler Baum. Sie steht etwas mehr als einen Kilometer vom Ortskern entfernt in Richtung Viver. Ihre Höhe beträgt 16,5 Meter, die mittlere Kronenbreite 28,6 Meter. So lässt sich der Baum nicht nur über seinen Status, sondern auch über seine konkreten Ausmaße einordnen.

Die Bauma de les Set Portes war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bewohnt. Zu ihren Innenräumen gehören ein Stall, Wohnräume und ein gut erhaltener Brotbackofen. Der beste Zugang führt über den Sender de les Fonts. Dieser beginnt am Fußballplatz außerhalb von Casserres, in Richtung l’Espunyola. Die Geschichte der Höhle und ihre Räume bilden einen anderen Schwerpunkt als die Kirchen und die textile Baugeschichte.

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Auf der Route zum Molí de Ballús folgt der Weg der Riera de les Febres. Neben der Mühle liegt ein Felsüberhang. In kalten, wasserreichen Wintern gefriert über ihm ein beträchtlicher Wasserfall zu einer Eiskaskade. Diese Erscheinung ist saisonal: Für eine Reise im Winter ist sie nur unter den genannten Bedingungen zu erwarten.

Feste im Jahreslauf

Die Trobada de Caramelles findet seit 1982 jedes Jahr etwa fünfzehn Tage nach Ostern statt und empfängt Chöre aus ganz Katalonien. Die Festa Major d’estiu wird rund um den Namenstag des heiligen Bartholomäus am 24. August gefeiert; die Festtage liegen am nächstgelegenen Wochenende. Die Festa Major d’hivern fällt in die Zeit um den Namenstag des heiligen Josef. Zu ihrem Programm gehören Ausstellungen, Workshops, ein Straßenumzug, ein Theaterstück und Tanz.

Weitere Termine setzen andere Akzente: Der Aplec de Sant Blai findet am Sonntag nach dem 3. Februar in der Einsiedelei Sant Miquel de Fonogedell statt. Dazu gehören ein Rosenkranz und der Gesang der Goigs de Sant Blai. Die Festa de la Mare de Déu del Roser in l’Ametlla de Casserres liegt am Wochenende, das in der ersten Oktoberwoche dem 7. Oktober am nächsten ist. Für eine Reise zu einem Fest sollten Sie das aktuelle Programm und die Termine des jeweiligen Jahres prüfen.

Das Foc de Sant Isidre wird am 14. Mai gefeiert. Am Vorabend werden nachts ein Feuer entzündet und Feuerwerkskörper gezündet. Zur überlieferten Bewirtung der Teilnehmenden gehören Coca mit Schokolade, Moscatell und alkoholfreie Erfrischungsgetränke. Zusammen mit den Festtagen im Frühjahr, Sommer und Herbst ergibt sich so ein kultureller Jahreslauf, dessen konkrete Veranstaltungstermine sich gut in die eigene Reiseplanung einbeziehen lassen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Barcelona.

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