Capolat: Hochebenen, Kirchen und Kulturerbe
Unterkünfte in Capolat
Capolat verbindet eine ausgeprägte Hochebenenlandschaft mit historischen Kirchen, der Geschichte seiner Burg und verschiedenen Möglichkeiten, die Umgebung zu erleben. Drei Hochebenen auf unterschiedlichen Höhen gliedern das Gebiet; die Serra dels Tossals verbindet sie. Landschaft, Baugeschichte und Routen setzen jeweils eigene Akzente. So können Sie Capolat nach dem Schwerpunkt betrachten, der für Ihre Reise besonders wichtig ist: nach markanten Höhenlagen, mittelalterlichen Bauwerken oder einer konkreten Radstrecke.
Hochebenen und Höhenunterschiede
An der südöstlichen Gemeindegrenze prägen Steilhänge das Gelände; sie liegt rund 200 Meter über den Ebenen von Berga und Avià. In der Region sind die drei Hochebenen volkstümlich als „les tres maries“ bekannt. Die Hochebenen von Taravil liegen zwischen 1.300 und 1.500 Metern und dominieren die Ebene von l'Espunyola und Montmajor. Zusammen veranschaulichen diese Angaben zwei verschiedene Höhenbezüge: die Lage der südöstlichen Grenze über den Ebenen sowie den Höhenbereich von Taravil. Die Serra dels Tossals verbindet die drei Hochebenen.
Kirchen und historische Zeugnisse
Die Kirchen vermitteln verschiedene historische Bezugspunkte. Sant Martí de Coforb wird erstmals 839 erwähnt und bewahrt einen großen Teil seiner mittelalterlichen Mauern. Sant Serni de Terrers ist seit dem Mittelalter belegt; ein großer Teil seiner nördlichen Mauer aus dieser Zeit ist erhalten. Der heutige Bau von Sant Quintí de Taravil scheint vollständig aus dem 18. Jahrhundert zu stammen. Im Inneren befindet sich ein barockes beziehungsweise neoklassizistisches Retabel.
Sant Andreu de la Serreta ist eine kleine romanische Kirche. Der Grundriss des Kirchenschiffs könnte aus dem 10. Jahrhundert stammen. An der Westseite besitzt sie einen massiv wirkenden Glockengiebel mit zwei Öffnungen. Im Vergleich reichen die Hinweise von einem möglichen Grundriss des 10. Jahrhunderts über erhaltene mittelalterliche Mauern bis zu einem Bau, der vollständig aus dem 18. Jahrhundert zu stammen scheint.
Die Burg von Capolat wird erstmals ausdrücklich 1065 erwähnt. Die Ruinen des Santuari dels Tossals liegen auf 1.455 Metern und bilden einen Aussichtspunkt.
Wander- und Radziele
Ein Abschnitt des Fernwanderwegs GR1 durchquert die Gemeinde Capolat. Die Serra dels Tossals lässt sich außerdem auf einer Rundroute mit besonderen Ausblicken und naturnaher Umgebung erkunden. Die Route „Pantans i turons“ ist mit gelben Markierungen des Wegenetzes von Berguedà ausgeschildert; prüfen Sie vor dem Aufbruch die lokalen Wegbedingungen.
Der Wasserfall Salt de Sallent liegt an der Grenze zwischen Capolat und l'Espunyola und hat eine Fallhöhe von ungefähr 35 Metern. Der Zugang ist schwierig. Für Radfahrende ist der Anstieg zum Port de Mal Pas de Capolat eine weitere Option: Er ist 5,1 Kilometer lang und weist 444 Höhenmeter auf. Beim Anstieg führt die Straße am Balcó de Santa Aina zwischen großen Steinwänden hindurch. Die Streckenbedingungen können sich ändern.
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