Romancos – Berral-Tal, Kirchen und Quellen
Unterkünfte in Romancos
Romancos verbindet eine von Wasser geprägte Landschaft mit Kirchen, Kapellen und Brunnen. Der Ort liegt im Berral-Tal; Huerto Romero führt in eine dicht bewachsene Flussschleife, während die Sakralbauten und Quellen weitere Facetten der Ortsgeschichte zeigen.
Lage und Landschaft rund um Romancos
Romancos liegt im Berral-Tal, einem Nebenflussgebiet des Tajuña in dessen Mittellauf. Der Ort befindet sich 10 km von Brihuega entfernt auf einer Anhöhe am linken Ufer des Tajuña. Das Berral-Tal und das Tajuña-Ufer sind dabei unterschiedliche geografische Bezugspunkte: Das eine beschreibt den Landschaftsraum, das andere die Lage des Orts am Fluss.
Zur natürlichen Umgebung gehört ein feuchter Wald aus Eichen, Walnussbäumen und Ahornbäumen. Auch Quellwasser prägt die Landschaft: Karbonatreiches Wasser bildet Tuffstein, und Moose sowie Farne kennzeichnen die wasser- und steinreichen Winkel. Wald, Quellen und Gesteinsbildung stehen damit als verschiedene, miteinander verbundene Aspekte der Umgebung nebeneinander.
Ein konkreter Zugang zu dieser Landschaft ist Huerto Romero. Der dicht bewachsene, kühle Ort liegt flussabwärts des Dorfes in einer Mäanderschleife des Arroyo Berral. Sie erreichen ihn über den Friedhofsweg und einen Abzweig auf Höhe des alten Lagers. Der kurze Spaziergang führt zwischen Eichen hindurch und dauert etwa zehn Minuten. Weg, Abzweig und ungefähre Dauer geben Ihnen eine praktische Orientierung für diesen Ausflug in die Natur.
Kirchen und Kapellen
Die Iglesia Nuestra Señora de la Asunción ist in die letzten Jahre des 15. und die ersten Jahre des 16. Jahrhunderts datiert. Wegen ihrer künstlerischen Werte ist sie als Bien de Interés Cultural eingestuft. Ihre Architektur wird als spätgotisch beziehungsweise isabellinisch beschrieben und weist platereske sowie manieristische Details auf. Drei Schiffe gliedern den Bau; originale kleeblattförmige Säulen gehören zu den prägenden Merkmalen. Datierung, Stil und Gliederung bieten Architekturinteressierten unterschiedliche Anhaltspunkte, um sich mit dem Bau auseinanderzusetzen.
Auch die Ermita de la Soledad und die Ermita de la Inmaculada Concepción stehen für unterschiedliche Baugeschichten. Die Soledad ist eine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert. Die Inmaculada Concepción nutzt dagegen die Ruinen eines großen erzbischöflichen Hauses aus der Mitte des 17. Jahrhunderts wieder. Bei diesem Bau bezieht sich die Datierung auf das Haus, dessen Ruinen wiederverwendet wurden.
Brunnen und Wasser im Ortskern
Die Fuente de la Plaza steht am Hauptplatz vor der markanten Steinwand Cantero. Sie besitzt drei Ausläufe und ein großes Becken; reichlich klares Wasser läuft über den gepflasterten Platz ab. Der Brunnen ist zugleich ein konkreter Anlaufpunkt, um die Bedeutung des Wassers für Romancos auch im Ortskern wahrzunehmen.
Zur Wassergeschichte gehört außerdem das Nacedero: Sein Quellwasser wurde durch einen im Mittelalter ausgehöhlten Keller geleitet und auf drei Brunnen im Ortskern verteilt. Dazu zählen die Fuente del Jardín, die Fuente Nueva und die Fuente de la Plaza. So stehen die Brunnen nicht nur für einzelne Plätze, sondern auch für eine historische Wasserführung. Die Quelle, der Keller und die drei benannten Brunnen bilden dabei unterschiedliche Stationen dieser Geschichte.
Festtradition
Das Fest zu Ehren der Virgen de la Asunción findet am dritten Wochenende des Monats statt und umfasst den traditionellen Encierro de las Aliagas. Wenn Sie Ihre Reise mit diesem Fest verbinden möchten, prüfen Sie die konkreten Festtage für das jeweilige Jahr vorab.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Brihuega.