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Ferrol: Marinegeschichte, Kulturerbe und Küste

Unterkünfte in Ferrol

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Ferrol treffen maritime Geschichte, ein historisch geprägtes Stadtbild, künstlerische Initiativen und Wege entlang der Küste als unterschiedliche Reisethemen zusammen. Die Schwerpunkte reichen von Sammlungen und Baugeschichte bis zu lokaler Küche, Festtraditionen und dem Camino Inglés. So können Sie Ihre Reise danach ausrichten, ob Sie sich besonders für Marinegeschichte, Architektur, Kunst oder Aktivitäten im Freien interessieren.

Maritime Geschichte und Bauwerke

Das Museo Naval befindet sich in einem Gebäude des 18. Jahrhunderts, das der Architekt Sánchez Bort entworfen hat und das früher als Kaserne für Strafgefangene diente. Das Museum zeigt dauerhaft historische Schiffsmodelle, Taucheranzüge und Schiffsflaggen sowie Materialien zur Navigation und Kartografie und Waffen. Die Sammlung umfasst damit unterschiedliche Aspekte der Schifffahrt: von Schiffen und Ausrüstung bis zu Orientierung und Kartografie.

Auch das Arsenal von Ferrol gehört zu den Bauwerken, die die maritime Geschichte der Stadt sichtbar machen. Der im 18. Jahrhundert entstandene Komplex besteht aus Wasserbauwerken und Gebäuden und wird als einzigartig in Europa beschrieben. Das Museo de la Construcción Naval, auch Exponav genannt, ist in einer Industriehalle des 18. Jahrhunderts im Gebäude der Herrerías untergebracht. Wer sich für die bauliche Seite der Marinegeschichte interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als in der Sammlung des Museo Naval.

Stadtbild, Kunst und lokale Küche

Das Barrio da Magdalena gilt als kunsthistorisches Ensemble und als Wahrzeichen der Stadt. Sein Stadtbild ist durch eine geometrisch-rationalistische Stadtplanung des 18. Jahrhunderts geprägt. Daneben gilt das Viertel als wichtigstes kulinarisches Viertel von Ferrol, besonders im Umfeld der Straßen María und Sol. In der Calle Sol gibt es zahlreiche Lokale mit Tapas und einer vorwiegend maritimen lokalen Küche. Architektur und Esskultur stehen hier als zwei verschiedene Zugänge zum Viertel nebeneinander.

Mit Las Meninas de Canido kommt eine weitere künstlerische Linie hinzu. Das Projekt begann 2008 als künstlerische und engagierte Initiative des örtlichen Malers Eduardo Hermida. Bei der Veranstaltung wirken nationale und internationale Künstler aus den Bereichen Malerei, Graffiti und Wandmalerei mit. Damit unterscheidet sich die Initiative von der historischen Stadtplanung des Barrio da Magdalena: Im Mittelpunkt stehen hier ein künstlerisches Projekt und verschiedene Formen der Malerei.

Zu Fuß, mit dem Rad und auf dem Camino Inglés

Die empfohlene Route durch das städtische Kulturerbe von Ferrol lässt sich zu Fuß in einem Vormittag bewältigen. Entlang der Küste von Ferrol sind außerdem Wanderungen und Radtouren möglich. Diese Angaben beschreiben unterschiedliche Möglichkeiten: eine zeitlich umrissene Route durch das städtische Kulturerbe und Aktivitäten entlang der Küste. Der Camino Inglés beginnt ebenfalls in Ferrol und führt anschließend durch Gemeinden wie Narón, Neda, Fene, Cabanas, Pontedeume und Santiago de Compostela.

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Das Castelo de San Felipe bietet einen weiteren Zugang zum baulichen Erbe. Es ist eines der repräsentativsten Beispiele für die großen bastionierten Batterien des 18. Jahrhunderts. Vom Castelo aus bietet sich ein hervorragender Blick über die Ría. Bauform und Aussicht geben dem Besuch dort einen anderen Akzent als die Museen oder das geplante Stadtbild der Magdalena.

Sammlungen und Festtraditionen

Im Museo de Historia Natural zeigt das Skelett eines Finnwals die Größe eines einzelnen Tieres: Es ist 18 Meter lang. Zur Sammlung gehören außerdem ein Riesenkalmar und seltene Haiarten in Konservierungsflüssigkeit. Die Naturkundesammlung ergänzt die maritime Geschichte um konkrete Tierpräparate, während das Museo Naval Schiffsmodelle, Ausrüstung, Flaggen und Navigationsmaterialien zeigt.

Auch der Veranstaltungskalender hat einen eigenen kulturellen Schwerpunkt. Bei der Noche de las Pepitas ziehen am Abend des 18. März uniformierte Gesangs- und Instrumentalgruppen, die Rondallas, durch die Straßen von Ferrol und singen für die Frauen der Stadt. Die Fiesta de las Pepitas blickt auf eine mehr als 180-jährige Geschichte zurück. Die Karwoche in Ferrol ist als Fest von internationalem touristischem Interesse anerkannt; ihre Termine richten sich nach dem religiösen Kalender.

Weitere Reiseziele entdecken: Muxía, Lens, Pontedeume, Arcos, Teixeiro, Loiba, Beres, Rois.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Coruña.

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