Calo: Kirche und Kulturgeschichte
Unterkünfte in Calo
Die Kirche San Xoán de Calo liegt im Ortsbereich Calo an der Straße von Vimianzo nach Camariñas. Ihre Geschichte reicht auf romanische Ursprünge zurück; im 18. Jahrhundert wurde sie umfassend umgebaut. Die Fassade trägt barocke Motive, während sich im Kircheninneren eine spät aus dem 16. Jahrhundert stammende Grabskulptur befindet. Damit stehen an einem Bauwerk mehrere historische Perspektiven nebeneinander: ältere Herkunft, spätere Umgestaltung und einzelne künstlerische Details.
Baugeschichte und barocke Fassadendetails
Romanische Ursprünge und der umfassende Umbau im 18. Jahrhundert bezeichnen zwei verschiedene Phasen der Baugeschichte. Die Fassade ist mit Plaketten, Voluten, Pilastern und weiteren barocken Motiven geschmückt. Voluten sind eingerollte Schmuckformen, Pilaster flache, säulenartige Wandgliederungen. Die Begriffe helfen, die barocke Gestaltung nicht nur als Stilbezeichnung, sondern anhand konkreter Formen einzuordnen. So lassen sich die romanische Herkunft und die spätere Umgestaltung als unterschiedliche Aspekte der Kirche betrachten.
An der Außenseite der Apsis befindet sich ein von einer Meerjungfrau getragenes Wappen. Seine Symbole stehen für die Familien Losada, Calo, Castro und Moscoso de Altamira. Das Motiv ist damit räumlich klar zugeordnet und inhaltlich konkret: Die Apsis bezeichnet den Ort des Wappens, die vier Familienzeichen seinen heraldischen Bezug. Es ergänzt die übrigen Fassadenmotive um eine Darstellung mit benannten Familienbezügen.
Im Kircheninneren befindet sich die Grabskulptur des Priesters Rodrigo Thomás aus dem späten 16. Jahrhundert. Sie setzt einen anderen Akzent als das äußere Wappen: Die Skulptur ist einem namentlich genannten Priester und einer Zeitstellung zugeordnet, das Wappen den Symbolen mehrerer Familien. Innenraum und Außenseite, Grabmal und Heraldik bieten so verschiedene Ansatzpunkte, um die einzelnen Kunstwerke der Kirche einzuordnen.
Castrobuxán: Baujahr und ältere Kapelle
Bei der Kapelle Castrobuxán sind ebenfalls zwei historische Zeitpunkte zu unterscheiden. Sie wurde 1756 erbaut; schon im 17. Jahrhundert bestand dort eine Kapelle, die Nuestra Señora de la Concepción geweiht war. Das Baujahr 1756 ist deshalb nicht der Beginn einer Kapelle an diesem Ort. Für die zeitliche Einordnung sind vielmehr sowohl die ältere Kapelle als auch die spätere Errichtung der Kapelle Castrobuxán wichtig. Anders als bei San Xoán de Calo, wo romanische Ursprünge und ein umfassender Umbau im 18. Jahrhundert genannt sind, stehen hier ein bestimmtes Baujahr und eine frühere Weihung nebeneinander.
Orientierung ab Vimianzo
Zur Kirche San Xoán de Calo folgen Sie von Vimianzo aus der Straße Richtung Camariñas etwa vier Kilometer, biegen rechts nach Calo ab und erreichen die Kirche. Für Castrobuxán führt die Wegbeschreibung ebenfalls von Vimianzo Richtung Camariñas: Sie passieren Calo, biegen links auf eine Piste und folgen ihr zur Kapelle. Die Ausgangsrichtung ist ähnlich, Abzweigung und Ziel sind jedoch verschieden: Zur Kirche geht es rechts nach Calo, zur Kapelle nach dem Passieren von Calo links auf die Piste. Prüfen Sie vor der Fahrt die Wegführung, denn Straßen- und Pistenverhältnisse können sich ändern.
Weitere Reiseziele entdecken: Neda, San Mamede, Cabana De Bergantiños, Andeade, Visantoña, Outeiro, Laxe, Marcelle
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Coruña.