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Navas Del Madroño: Schornsteine, Geschichte und Traditionen

Unterkünfte in Navas Del Madroño

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Navas Del Madroño zeigt unterschiedliche Seiten eines Reiseziels: charakteristische Schornsteine, die Geschichte der Misiones Pedagógicas, sakrale Kunst, Landschaft und Feste im Jahreslauf. Wer den Ort auswählt, kann sich an diesen Themen orientieren und entscheiden, ob Architektur, Kulturgeschichte, Natur oder ein bestimmter Veranstaltungstermin im Mittelpunkt stehen soll.

Schornsteine und Baugeschichte

Navas Del Madroño ist wegen seiner charakteristischen Schornsteine der volkstümlichen Architektur als „Pueblo de las Chimeneas“ bekannt. Die Schornsteine geben dem Ort ein eigenes architektonisches Thema; der Beiname verweist unmittelbar auf diese Bauform. Für einen Blick auf die lokale Architektur lohnt sich daneben die Pfarrkirche Nuestra Señora de la O: Sie wurde zwischen 1737 und 1740 von Alonso González und Teodosio Magallanes wiederaufgebaut.

Zur Kirche gehört ein barocker Hauptaltar, den Juan Grande de Vegas 1754 schnitzte. Er stammte aus Garrovillas. Eine weitere Besonderheit ist das Gnadenbild der Nuestra Señora de la O: Es gehört zu den wenigen Marienbildern, die die Jungfrau schwanger darstellen, mit dem Kind sichtbar in ihrem Leib. Baugeschichte, Altar und Bildmotiv bieten damit drei unterschiedliche Zugänge zur Sakralkunst des Ortes.

Auch die Ermita de Santo Domingo de Guzmán ist Teil der lokalen Baugeschichte. Sie liegt etwa sieben Kilometer vom Ortskern entfernt in der Sierra de Santo Domingo. Das Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert besteht aus Mauerwerk und Bruchstein.

Ortsgeschichte und historische Spuren

Das Centro de Interpretación Escuelas Viajeras vermittelt die lokale Geschichte von Navas Del Madroño sowie die kulturelle, pädagogische und historische Geschichte der Misiones Pedagógicas der Zweiten Spanischen Republik, die von 1931 bis 1936 als Escuelas Viajeras wirkten. Die Ausstellung zeichnet einen historischen Weg von der Zweiten Republik über die Diktatur bis zum Verschwinden dieses Bildungs- und Kulturprojekts nach. So stehen neben der Ortsgeschichte auch die Entwicklung und das Ende der Misiones Pedagógicas im Mittelpunkt.

Ein weiterer historischer Bezugspunkt ist El Barrial, ein Landschaftsraum in unmittelbarer Nähe von Navas Del Madroño. Dort wurden archäologische Überreste aus der Zeit vom Neolithikum bis zum frühen Mittelalter gefunden. El Barrial liegt auf 518 Metern über dem Meeresspiegel. Die große zeitliche Spanne der Funde unterscheidet diesen Landschaftsraum von den Bauwerken und Kunstwerken im Ort: Hier geht es um Spuren früherer Epochen, nicht um ein einzelnes Gebäude.

Zu den markanten Bauwerken im Ort zählt außerdem das Rathaus Casa Consistorial aus dem 17. Jahrhundert. Sein breiter Portikus besitzt acht halbkreisförmige Granitbögen. Die Fuente de la Nacivera gehört zu den populärsten Quellen des Ortes und ist mit seiner Geschichte verbunden. Sie besteht aus einem Auslauf und einem Granitbecken; von dort fließt das Wasser bis zum Waschhaus. Rathaus und Quelle zeigen zwei verschiedene Formen lokaler Baugeschichte: einen öffentlichen Portikus und eine Quelle mit Bezug zum Waschhaus.

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Landschaft und Natur

Die Rivera de Araya ist wegen ihrer schwierigen Zugänglichkeit ein Rückzugsort für bedrohte Arten wie den Schwarzstorch. Das Embalse de Vegas Altas setzt einen anderen Akzent: Es ist ein als ZEPA ausgewiesenes Feuchtgebiet, in dem sich nach den Ramsar-Kriterien aquatische Fauna von internationaler Bedeutung konzentriert. Die beiden Beschreibungen stellen unterschiedliche Naturthemen heraus – den Rückzugsraum für bedrohte Arten und die Bedeutung eines Feuchtgebiets für die aquatische Fauna.

Feste, Jahreszeiten und lokale Küche

Las Candelas am 2. Februar verbindet religiöse Akte mit traditionellen Tänzen. Dazu gehört „El Cordón“, bei dem die Tänzer die typische Tracht tragen. Am Ostersonntag führt die Romería de Santo Domingo de Guzmán zur Einsiedelei; außerdem findet ein traditionelles Pferderennen auf den Straßen des Ortes statt. Die beiden Termine setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Las Candelas auf religiöse Bräuche und Tanz, die Romería auf Wallfahrt und Pferderennen.

Die Feria Agroalimentaria de la Morcilla Ventera findet ungefähr in der ersten Maihälfte statt. Zum Programm gehören Verkostungen, Live-Kochen und Degustationen rund um die Morcilla Ventera, die als herausragendes Produkt der Küche von Navas Del Madroño gilt. Die Jornadas de la Trashumancia finden Anfang Oktober statt und umfassen gastronomische Aktivitäten sowie Angebote, Routen und Workshops mit Bezug zur Weidewirtschaft.

Die kulinarische und kulturelle Seite des Ortes lässt sich so mit unterschiedlichen Reiseinteressen verbinden: Die Morcilla Ventera steht im Mittelpunkt der lokalen Küche und der Feria, während die Jornadas die Weidewirtschaft in den Vordergrund rücken. Zusammen mit den historischen Bauwerken, dem Centro de Interpretación und den Landschaftsthemen ergibt sich eine Auswahl klar unterscheidbarer Schwerpunkte für Ihre Reiseplanung.

Weitere Reiseziele entdecken: Palomero, Collado, Navaconcejo, Torreorgaz, Madrigalejo, Pescueza, Zarza de Montánchez, Valverde De La Vera.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

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