Zum Inhalt

Jarandilla de la Vera: Geschichte, Wege und Hotels

Unterkünfte in Jarandilla De La Vera

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Jarandilla de la Vera verbindet ein Schloss mit einer markanten Karl-V.-Geschichte, historische Kirchen und Wege mit unterschiedlichen Distanzen. Dazu kommen Los Escobazos im Dezember und die Garganta Jaranda als Teil der Landschaft von La Vera. Für Ihre Reiseplanung können Sie diese Schwerpunkte nach Ihren Interessen gewichten und den Aufenthalt danach ausrichten.

Schloss, Kirchen und Klosterstätten

Der Bau des Castillo Palacio de los Condes de Oropesa begann Mitte des 15. Jahrhunderts. Angelegt wurde es als rechteckige Festung mit zylindrischen Türmen an den Ecken. Karl V. diente das Schloss drei Monate als Residenz, bis die Bauarbeiten an seinem Palast in Yuste abgeschlossen waren. Heute beherbergt das Gebäude den Parador Nacional de Turismo. Wenn Sie diesen als Unterkunft in Betracht ziehen, prüfen Sie die aktuelle Verfügbarkeit vor einer Buchung.

Die Iglesia Nuestra Señora de la Torre stammt aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und wurde auf einem keltischen Castro errichtet. In ihrem Inneren befinden sich ein römischer Marmorcippus und die Renaissancekapelle von Gaspar de Loaysa aus dem 16. Jahrhundert. Die Datierung der Kirche und die späteren Ausstattungsstücke machen verschiedene historische Ebenen an einem Ort erkennbar.

Auch in der Ermita Virgen de Sopetrán begegnen Ihnen unterschiedliche Stilrichtungen: Sie besitzt einen Rokoko-Altaraufsatz und eine barocke Darstellung Unserer Lieben Frau von Sopetrán aus dem 18. Jahrhundert. Die Iglesia de San Agustín hat eine andere historische Funktion: Sie beherbergte früher ein Kloster der Augustiner-Rekollekten und ein Kolleg. Dessen Gründung wird auf das Ende des 16. und den Beginn des 17. Jahrhunderts datiert.

Am Ortsrand liegt das Convento de Santo Domingo, eine historische Ruinenstätte, von der nur Reste erhalten sind. In seiner Blütezeit im 16. Jahrhundert beherbergte der Komplex ein Kloster der Augustiner-Rekollekten und ein Kolleg. Die Ermita del Santo Cristo del Humilladero bewahrt wiederum mehrere Kunstwerke: eine Darstellung des Cristo de la Caridad aus dem 16. Jahrhundert, einen Nazarener und einen an eine Säule gebundenen Christus aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Fliesenbild aus Talavera aus dem 17. Jahrhundert.

Brücke und Zeichen der Ortsgeschichte

Die Puente Romano ist eine mittelalterliche Brücke mit römischer Trassierung. Für ihren Bau wurden Quadersteine eines nahe gelegenen römischen Mausoleums verwendet. Ihr Name sollte daher nicht mit ihrer zeitlichen Einordnung verwechselt werden: Die Brücke selbst ist mittelalterlich, während die Trassierung und die wiederverwendeten Steine auf römische Bezüge verweisen.

Auch die Picota de la Villa steht für einen Wandel der historischen Bedeutung. Zunächst war sie ein Zeichen der Macht der Feudalherren über die Ortschaften; später wurde sie zum Symbol des Villazgo-Status und der Unabhängigkeit dieser Ortschaften. Brücke und Picota eröffnen so zwei unterschiedliche Perspektiven: auf bauliche Überlieferung und auf die Entwicklung kommunaler Selbstständigkeit.

Wege, Veranstaltung und Landschaft

Die Ruta de los Puentes ist eine 4,9 Kilometer lange Rundroute mit niedrigem Schwierigkeitsgrad. Sie können sie zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Mountainbike zurücklegen. Der Weg beginnt an der Plaza de la Constitución und endet am Parador de Turismo. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtliche Beschilderung, da sich Streckenbedingungen und Markierungen ändern können.

Anzeige

Die Ruta del Emperador Carlos V führt über ungefähr 10 Kilometer vom Palacio de los Condes de Oropesa, dem heutigen Parador Nacional de Turismo in Jarandilla de la Vera, zum Monasterio de Yuste. Sie findet traditionell am ersten Samstag im Februar statt. Da der Termin für das jeweilige Jahr bestätigt werden sollte, prüfen Sie ihn vor Ihrer Reise.

Davon zu unterscheiden ist die homologierte lineare Ruta de Carlos V (PR-CC-1): Sie beginnt in Tornavacas und endet nach 27,7 Kilometern beziehungsweise etwa neun Stunden in Jarandilla de la Vera. Ihr Schwierigkeitsgrad wird als mittel bis hoch eingestuft. Im Vergleich zur 4,9 Kilometer langen Rundroute ist sie damit deutlich umfangreicher; zusätzlich ist für sie eine ungefähre Gehzeit angegeben.

Die Garganta Jaranda ist ein Beispiel für die Schluchten, die einen wesentlichen Bestandteil der Landschaft von La Vera bilden. An heißen Sommertagen ist dort Baden im klaren Wasser im Schatten der Bäume möglich. Prüfen Sie vor Ort die Wasserbedingungen und die saisonale Eignung zum Baden.

Los Escobazos am 7. Dezember

Los Escobazos findet am 7. Dezember statt. Zum Fest gehören große Freudenfeuer, brennende Bündel aus getrockneten Besen und eine Prozession zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis. Es ist als Fiesta de Interés Turístico Nacional, also als Fest von nationalem touristischem Interesse, anerkannt. Die Abläufe können je nach Jahr variieren; prüfen Sie deshalb vorab die Termine und Angaben zur jeweiligen Ausgabe.

Rund um die Feuer gehören gemeinschaftliche Bewirtungen mit Wein und typischen Produkten der Region zur Festtradition. Welche Speisen konkret angeboten werden, kann von einer Ausgabe zur nächsten variieren. Damit unterscheiden sich die Reiseanlässe im Jahreslauf deutlich: Die Veranstaltung ist mit einem bestimmten Dezembertermin verbunden, während die Ruta del Emperador Carlos V traditionell im Februar stattfindet.

Weitere Reiseziele entdecken: Monroy, Cuacos De Yuste, Valverde Del Fresno, Cabañas Del Castillo, Casas de Miravete, Alagón Del Río, Torrecillas De La Tiesa, Nuñomoral.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.