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Aldea Moret: Bergbaugeschichte und Kulturerbe

Unterkünfte in Aldea Moret

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Für Reisende mit Interesse an Bergbau und Industriegeschichte bietet Aldea Moret einen klaren thematischen Schwerpunkt. Er zeigt sich in der Bergarbeitersiedlung, den Überresten der Bergbauanlagen, der Kirche San Eugenio und der Geschichte des Mineraltransports. Diese Aspekte geben Ihrer Reiseplanung einen konkreten Rahmen, ohne dass sich die Geschichte des Ortes auf eine einzelne Mine oder ein einzelnes Bauwerk reduzieren lässt.

Bergarbeitersiedlung und Industrieensemble

Seit 2011 steht die Bergarbeitersiedlung Aldea Moret als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Lugar de Interés Etnológico unter Schutz. Sie bewahrt ein zusammenhängendes und vollständiges Industrieensemble des Phosphatabbaus. Dazu gehören Gebäude und Büros ebenso wie Schächte, Stollen, Wohnungen, Bergwerke, Lagerhäuser und ein Malacate. Das Spektrum umfasst damit sowohl Anlagen des Bergbaus als auch Wohn- und Lagerbereiche.

Auch die Anlage der Siedlung ist Teil ihres historischen Charakters: Der geplante Rastergrundriss besteht aus orthogonalen, also rechtwinklig angeordneten Straßen. Gärten liegen im Inneren der Häuserblöcke. So prägen zwei unterschiedliche Maßstäbe das Bild der Siedlung: das wiederkehrende Straßenraster und die Innenbereiche der einzelnen Blöcke.

Mina Abundancia und Bergbautechnik

Die Mina Abundancia war die letzte Mine des Komplexes Aldea Moret, die ihre Produktion einstellte; dies geschah 1960. In der Mina Abundancia befindet sich das Centro de Interpretación de la Minería en Extremadura. Zu den beschriebenen Themen des Zentrums zählen das Innere einer Mine und die Methoden des Phosphatabbaus; die Ausstellung kann sich ändern. Erkundigen Sie sich vor einem Besuch nach den aktuellen Besuchsmöglichkeiten.

Ein Malacate gehört ebenfalls zum Bergbauerbe Aldea Morets. Diese mechanische Vorrichtung wurde von Zugtieren angetrieben und diente dazu, Mineralien, Wasser oder Schutt zu fördern. Eine Denkmalschutzbeschreibung von 2011 hielt neben dem Park von Aldea Moret noch einen historischen Malacate für sichtbar. Wenn Sie ihn gezielt einplanen, prüfen Sie vor dem Besuch, ob das Bauwerk weiterhin zu sehen ist.

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Im städtischen Tourismusprogramm von 2020 wurde außerdem eine Ruta de la Minería aufgeführt. Ihr Schwerpunkt lag auf Aldea Moret, dem Poblado Minero und dem Centro de Interpretación. Wenn Sie sich an dieser Route orientieren möchten, prüfen Sie die aktuellen Termine.

Die Kirche San Eugenio

Die Kirche San Eugenio ergänzt das Bergbauerbe um eine eigene Bau- und Ausstattungsgeschichte. 1883 wurde ihr Bau dem Bergwerksarchitekten Ruperto Ramírez übertragen; ausgeführt wurde er vom Diözesanarchitekten Emilio María Rodríguez. Aus der Ruine der Einsiedelei San Benito wurden 1918 Gegenstände in die Kirche übertragen. Dazu zählen ein Bildnis des heiligen Benedikt und ein Altarretabel aus dem 18. Jahrhundert. Die Übertragung verbindet die Baugeschichte der Kirche mit älteren sakralen Objekten und der Geschichte der zerstörten Einsiedelei.

Der Grundriss der Kirche hat die Form eines lateinischen Kreuzes. Das einschiffige Langhaus umfasst drei Joche und wird durch Querhauskapellen ergänzt. Der Chor schließt flach ab; außerdem gehören zwei Sakristeien zum Bau. Über dem Portal liegt ein Okulus, also ein rundes Fenster. Zusammen ergeben diese Merkmale ein differenziertes Bild der Architektur: von der Kreuzform des Grundrisses bis zu den einzelnen Bauteilen an Chor und Portal.

Mineral und Transport

Das Gebäude Embarcadero diente dazu, das geförderte Mineral zu lagern und unmittelbar in Eisenbahnwaggons zu verladen. Ein weiterer historischer Aspekt ist der Beschluss von 1910, in Aldea Moret ein Anschlussgleis für die dortigen Bergwerke zu bauen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

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