Hornachos: Sierra Grande und Mudéjar-Erbe
Unterkünfte in Hornachos
Hornachos lässt sich über verschiedene Themen kennenlernen: die Sierra Grande, historische Bauwerke und Wege, die Landschaft und einzelne Kulturstätten miteinander verbinden. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie diese Schwerpunkte nutzen, um zu entscheiden, welche Seiten des Ortes Sie näher erkunden möchten.
Sierra Grande und geschützte Natur
Die Sierra Grande de Hornachos besteht aus paläozoischem Gestein und bildet den physischen Unterbau der Zona de Interés Regional. Schatten- und Sonnenseite unterscheiden sich deutlich. Als Lebensraum bietet die Sierra mehr als 220 Wirbeltierarten Raum, darunter Gänsegeier, Steinadler, Schmutzgeier und Wanderfalken.
Das geschützte Gebiet in Hornachos umfasst 12.000 Hektar. In Extremadura ist es als Zona de Interés Regional ausgewiesen; im europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 gehört es sowohl als Zona de Especial Conservación als auch als Zona de Especial Protección para las Aves dazu. Dort kommen ganzjährig 167 verschiedene Vogelarten vor. Die Angaben zur Sierra und zum geschützten Gebiet geben damit unterschiedliche Einblicke in Natur und Schutzstatus rund um Hornachos.
Sakralbauten und historische Orte
Die Iglesia de la Purísima Concepción hat einen dreischiffigen Basilikagrundriss und eine Mudéjar-Holzdecke. Im Inneren befinden sich außerdem ein Wappen Karls V. und ein Taufbecken aus Alabaster. Grundriss, Decke und die beiden besonderen Ausstattungsstücke bieten verschiedene Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich für sakrale Architektur und Kunsthandwerk interessieren.
Das Franziskanerkloster San Ildefonso, auch Convento de San Francisco, wurde 1530 als Teil der Maßnahmen zur Christianisierung der Morisken gegründet. Im Kloster befinden sich Altaraufsätze und Skulpturen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Beim Castillo de Hornachos steht dagegen die lange Geschichte einer islamischen Festung im Vordergrund: Sie liegt auf einem hohen Felsen über der Stadt und stammt aus dem 9. bis 16. Jahrhundert.
Wasserbauwerke und ihre Geschichte
Am Pilar de Palomas wird Wasser aus dem Valle de los Moros über Kanäle und Bewässerungsgräben geleitet. Ein kleiner Aquädukt mit intensiv roten Ziegelbögen führt es zu einem einzigen Auslauf. Der Pilar gilt als monumentales Wahrzeichen im Mudéjar-Stil und als eines der eindrucksvollsten hydraulischen Bauwerke von Hornachos. Seine Beschreibung verbindet ein konkretes technisches Prinzip mit der örtlichen Baugeschichte.
Auch die Fuente de los Moros gehört zu den historischen Wasserbauwerken. Der monumentale, quadratische Steinbau besteht hauptsächlich aus Granit und stammt aus dem 16. Jahrhundert; eine Inschrift datiert ihn auf 1583. Das angebaute Waschhaus wurde von der Bevölkerung bis weit ins 20. Jahrhundert in seinem ursprünglichen Zweck genutzt. Zusammen zeigen die Brunnenanlage und das Waschhaus, wie Wasserbau und alltägliche Nutzung an diesem Ort miteinander verbunden waren.
Wege für unterschiedliche Zeitpläne
Die Ruta de las Hachas ist 14 Kilometer lang und hat einen niedrigen Schwierigkeitsgrad. Als Gehzeit wird eine Stunde angegeben, für die Fahrt mit dem Fahrrad 15 Minuten. Die Route verläuft am unteren Hang der Sierra entlang, führt an der Zona de Interés Regional und am Tal des Río Matachel vorbei und endet auf dem Landgut „Las Hachas“. Dort sind mehrere traditionelle hornachegische Hütten und Öfen zu sehen.
Die 4,5 Kilometer lange Ruta de los Escalones-Carrascal beginnt und endet in der Calle San Francisco. Sie führt durch mediterranen Wald zum Castillo de Hornachos und auf dem Weg zurück ins Dorf am Centro de Interpretación de la Cultura Morisca vorbei. Zum Mirador de Astroturismo führt ein weiterer Weg: Sein Ausgangspunkt liegt in der Calle San Francisco auf Höhe der Oficina de Turismo und des Besucherempfangszentrums; anschließend folgt er dem Camino de los Escalones. Routenbedingungen und Besucherzugang können sich ändern. Prüfen Sie daher die Hinweise vor dem Aufbruch.
Als regionaler Bezug gehört Hornachos zu den Gemeinden der Ruta del Vino y el Cava Ribera del Guadiana. So ergänzen neben Landschaft, Architektur und Wegen auch Wein und Cava den Blick auf den Ort.
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