Casas de Don Pedro entdecken
Unterkünfte in Casas de Don Pedro
Casas de Don Pedro liegt am Guadiana und nahe dem Stausee von Orellana. Für die Wahl des Reiseziels stehen eine wasserreiche Landschaft und ein Ortsbild mit religiöser Architektur, Festen und Handwerk nebeneinander. Der mit Casas de Don Pedro verbundene Bereich des Orellana-Stausees ist wegen seines Lebensraums für Wasservögel als ZEPA de Orellana y Sierra de Pela ausgewiesen. Das Vorkommen der Wasservögel variiert mit der Jahreszeit.
Wasserlandschaft und Aussichtspunkte
Der Risco de Valdehornos steht mit der Quelle Fuente de Valdehornos in den umliegenden Tälern in Verbindung. Vom Aussichtspunkt El Punto de Mira sehen Sie an klaren Tagen die Burgen der Comarca und die Landschaften der Binnenstauseen; die Sicht ist also wetterabhängig. Zum Mirador del Azud de Casas de Don Pedro führt der Zugang über die Straße von Casas de Don Pedro nach Talarrubias, die Piste des Canal de las Dehesas und anschließend einen Weg. Am Azud gibt es Wasservögel. Da der Zugang lokale Pisten und Wege umfasst und die Bedingungen saisonal variieren können, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuelle Situation.
Routen und Pilgertradition
Für die Routenplanung sind zwei Wege mit unterschiedlichen Gesamtmaßen interessant. Der Camino Natural del Guadiana ist eine lineare Strecke von 343 Kilometern mit 24 Etappen. Er führt durch Casas de Don Pedro und entspricht dem GR 114. Prüfen Sie vor dem Wandern die aktuelle Routeninformation und den örtlichen Zugang. Der Camino de los Mineros de Peregrinación a Guadalupe ist 124 Kilometer lang und umfasst fünf Etappen. Eine 14 Kilometer lange Etappe führt von Talarrubias nach Casas de Don Pedro. Die Angaben helfen, den Umfang der beiden Wege einzuordnen: Beim Camino Natural stehen die lange Gesamtstrecke und ihre Etappen im Vordergrund, beim Camino de los Mineros ist außerdem ein konkreter 14-Kilometer-Abschnitt mit Start- und Zielort genannt. Ein weiterer, historischer Pilgerbezug ist die Ermita del Calvario: Früher besuchten sie Pilger, die nach Guadalupe unterwegs waren.
Architektur und Kunst
Das Ortsbild umfasst volkstümliche Architektur mit Herrenhäusern, schmiedeeisernen Gittern und Adelswappen. Die Iglesia de San Pedro Apóstol stammt aus dem späten 14. Jahrhundert. Ihr gotischer Bau ist aus Mauerwerk und Ziegeln errichtet, der Turm ist im Mudéjar-Stil gehalten. Eine weitere religiöse Sehenswürdigkeit ist die Ermita de Nuestra Señora de los Remedios, eine Mudéjar-Kapelle aus dem 16. Jahrhundert mit einer Skulptur der namensgebenden Jungfrau. Der Pfarraltar von Casas de Don Pedro ist ein vergoldetes, polychromes Werk des Plateresken aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Im Ortskern befindet sich außerdem die Skulptur „Ayuda al caído“ von Juan de Ávalos.
Feste und lokale Traditionen
Las Candelas wird am 2. Februar mit einer Prozession gefeiert, die einer großen Candelilla folgt, einer traditionellen örtlichen Süßspeise. Zu Fronleichnam gehört die Tradition Los Diablucos; Einzelheiten der Aufführung können variieren. Bei der Prozession der Patronatsfeier der Virgen de los Remedios treten ein Abanderado, zwei Alabarderos und ein Capitán auf. An mehreren Stationen führen sie ein Ritual durch. Die Romería de San Isidro Labrador findet am 15. Mai statt: Eine Prozession mit Festwagen führt zum Ufer des Guadiana, gefolgt von ganztägigen Feierlichkeiten. Zum Karneval in Casas de Don Pedro gehören Murgas und Estudiantinas. Die Prozessionen und Aufführungen zeigen verschiedene Formen, in denen lokale Traditionen im Festjahr sichtbar werden.
Webkunst und Küche
Zur traditionellen Webkunst gehören Flickendecken, Bettüberwürfe, die örtlich „ruedas y codos“ heißen, und gefärbte Leinentextilien. Auch die kulinarischen Traditionen umfassen verschiedene Speisen: Dazu zählen Produkte der Hausschlachtung, Migas, Ajoblanco und Calderetas. Bei den Süßspeisen und süßen Backwaren werden Flores, Candelillas und „Bollos de los Santos“ genannt. Zusammen geben diese Handwerks- und Küchentraditionen einen Einblick in unterschiedliche Facetten des lokalen Alltags.
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