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Beceite zwischen Parrizal und historischem Ortskern

Unterkünfte in Beceite

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Beceite verbindet Wege am Fluss Matarraña mit einem historischen Ortskern und einer von Schluchten geprägten Landschaft. Für die Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: eine Wanderung im Parrizal, weitere Strecken am Fluss oder ein Rundgang zwischen mittelalterlichen Toren und historischen Bauwerken.

Wandern am Matarraña

Die Route der Parrizal-Pasarellen ist eine Wanderung, die dem Matarraña flussaufwärts bis zu seinen Quellgebieten folgt und ausschließlich zu Fuß begangen wird. Für diese Route gilt eine begrenzte Besucherzahl; jede Person benötigt eine Eintrittskarte, in der eine individuelle Versicherung eingeschlossen ist. Prüfen Sie die Zugangsregeln vor Ihrer Reise. Zum Zugang gehört ein 1,6 Kilometer langer, unbefestigter Fußweg hin und zurück. Unterwegs liegen ein botanischer Lehrpfad und die Felsmalereien von La Fenellassa. Der Spaziergang wird auch für ältere Besucher als geeignet beschrieben.

In den Estrets del Parrissal verengt sich die Schlucht auf etwa 1,5 Meter; sie ist rund 60 Meter hoch und 200 Meter lang. Die Maße vermitteln einen Eindruck von den engen Felswänden entlang dieser Landschaft. Eine weitere Wanderoption ist die erste Etappe des Naturwegs Matarraña–Algars. Sie beginnt nahe El Parrizal in den Puertos de Beceite, einem als LIC und ZEPA ausgewiesenen Gebiet, und folgt dem Oberlauf des Matarraña bis nach Beceite.

Am oberen Flussabschnitt vom El Parrizal zu den Puertos de Beceite gibt es Stege und Sicherheitsseile. Teilweise kann der Weg jedoch durch das Flussbett führen; begehen Sie ihn daher nur bei geeigneten Bedingungen und prüfen Sie diese vor dem Aufbruch. Die Etappe erreicht Beceite über das Aquädukt der Acequia Mayor, führt an der Ermita de Santa Ana und zwei Brücken vorbei und endet nahe der Touristeninformation.

Auch kürzere Ausflüge am Fluss bieten unterschiedliche Ziele. Am Aussichtspunkt Racó de Sant Antoni erklären Informationstafeln, wie Fluss und Erosion das Bergmassiv geprägt haben. Entlang des Flusses verläuft außerdem eine fünf Kilometer lange Strecke. Bei der Anfahrt mit dem Fahrzeug können Sie Parkplätze nutzen und Wege zu natürlichen Gumpen nehmen. Bis zur ersten natürlichen Gumpe, dem Toll de l’Olla, führt ein drei Kilometer langer asphaltierter Weg. Die Zugangsbedingungen können saisonal geregelt sein; informieren Sie sich dazu vor dem Besuch. Im Ortskern liegt die Font de la Rabosa mit Wasserfällen und natürlichen Azuds.

Portale, Kapellen und historische Bauwerke

Das historische Zentrum von Beceite wurde im Mai 2007 wegen seines monumentalen Erbes als Kulturgut von besonderem kulturellem Interesse eingestuft. Zu seinem überlieferten Stadtbild gehören mittelalterliche Gebäude, Wappensteine an einigen Fassaden und vier Portale der früheren Stadtbefestigung: das Portal de la calle Llana, das Portal de Villanueva, das Portal de la Muralla und das Portal de Coll. Einige der Portale wurden in offene Kapellen umgewandelt.

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Die Ermita de Santa Ana stammt aus dem 17. Jahrhundert; in ihrer Sakristei sind romanische Reste eines älteren Bauwerks erhalten. Ihr Atrium hat drei große Rundbögen, daneben steht ein schlanker steinerner Glockengiebel mit einer einzigen Öffnung. Die Iglesia de San Bartolomé wiederum besitzt eine barocke Fassade mit einem Portal in zwei übereinanderliegenden Ordnungen. Die Bauarbeiten liefen 1726; 1735 wurde die Kirche geweiht. Am Portal de San Gregorio verbindet sich ein Stadttor mit einer offenen Kapelle. Außen zeigt es einen Spitzbogen, über dem das umgekehrte Halbmondwappen von Pedro López de Luna, dem Erzbischof von Zaragoza, angebracht ist.

Auch die Puente de Piedra gehört zu den historischen Orientierungspunkten: Die Brücke stammt aus dem 16. Jahrhundert und bietet einen Blick auf Wasserfälle des Matarraña. Das Besucherzentrum La Presoneta befindet sich in einem ehemaligen Wachturm, Gefängnis und Stadttor aus dem 12. Jahrhundert. Diese Bauwerke ergänzen die Wanderziele um eine kulturhistorische Perspektive, ohne dass dafür ein eigener Ausflug in ein anderes Gebiet nötig ist.

Papiergeschichte und weitere Aktivitäten

Die Papierherstellung prägte Beceite einst mit bis zu neun Papierfabriken. Sie lagen am Matarraña: Das Wasser wurde für die Herstellung benötigt und trieb über Wasserräder die Maschinen an. Die Fábrica Noguera ist eine ehemalige Papiermühle aus dem 18. Jahrhundert. Die Fábrica de papel del Pont Nou wurde 1899 errichtet und lieferte Papier für Spielkarten von Heraclio Fournier. Viele ehemalige Papierfabriken wurden später zu Wohnhäusern, Einrichtungen des Gastgewerbes und der Gastronomie oder Ausstellungssälen umgenutzt.

Die zerklüftete Landschaft rund um Beceite eignet sich außerdem für Mountainbiking, Klettern und Ausritte; auch Canyoning gehört zu den Outdoor-Aktivitäten. Im Herbst, gewöhnlich Ende Oktober während der Pilzsaison, finden der Día dels Bolets und die Mykologischen Tage in Beceite statt. Zum Día dels Bolets gehören geführte Bergwanderungen zur Bestimmung von Pilzen und gastronomische Verkostungen mit Pilzgerichten. Die konkreten Veranstaltungstermine variieren; prüfen Sie die Daten für Ihren Reisezeitraum.

Weitere Reiseziele entdecken: La Cuba, La Virgen De La Vega, La Puebla De Valverde, Bronchales, Monroyo, Torres de Albarracín, Valdealgorfa, Gea De Albarracín

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teruel.

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