Coria Del Río zwischen Guadalquivir, Kultur und Natur
Unterkünfte in Coria Del Río
Coria Del Río liegt am rechten Ufer des Río Guadalquivir, etwa 12 Kilometer südlich von Sevilla. Zum Gemeindegebiet gehört das Paraje Natural del Brazo del Este. Damit stehen in Coria Del Río kulturelle Themen neben unterschiedlichen Möglichkeiten, Fluss und Naturraum kennenzulernen. Die Orte und Wege setzen jeweils eigene Schwerpunkte: von Kirchen und der Geschichte des Andalusismus bis zu Vogelbeobachtung, botanischen Wegen und einer Fahrt auf dem Guadalquivir.
Flussufer und markante Orte
Zu den besuchenswerten Orten gehören der Paseo Carlos de Mesa und sein Anleger an der Calle Martínez de León. Die Ermita de San Juan Bautista steht am östlichen Rand des Cerro de San Juan oberhalb des Río Guadalquivir. Die Lage am Hang gibt diesem Bauwerk einen anderen Bezug zum Fluss als der Spazierweg am Ufer. In der Ermita befindet sich der Santísimo Cristo de la Vera Cruz, eine um 1500 geschaffene Skulptur. Die Kapelle ist als Monument und Bien de Interés Cultural ausgewiesen.
Kirchen und Blas Infante
Die Iglesia de Santa María de la Estrella ist die älteste Pfarrkirche von Coria Del Río. Ihre gotisch-mudéjare Architektur stammt aus dem späten 13. Jahrhundert und wurde durch barocke Ergänzungen erweitert. Auch diese Kirche ist als Bien de Interés Cultural geschützt. Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet hier mehrere klar unterscheidbare Zeitschichten in einem Bauwerk.
Ein weiteres wichtiges Thema ist Blas Infante: Er entwarf und errichtete die Casa de Blas Infante im Jahr 1931. 2006 wurde sie in der Kategorie Monumento zum Bien de Interés Cultural erklärt. Besuche der Casa sind immer geführt und erfordern eine vorherige Reservierung. Prüfen Sie die aktuellen Reservierungsanforderungen vor Ihrer Reise. Coria Del Río ist außerdem Teil der Ruta de Blas Infante, die neun Gemeinden verbindet, die mit seinem Leben und dem Andalusismus verbunden sind.
Hasekura Tsunenaga und Andalusiens Autonomiegeschichte
Coria Del Río bietet auch eine Route zu Hasekura Tsunenaga. Am Paseo Carlos de Mesa steht eine Statue des japanischen Gesandten, die von der Regierung der japanischen Stadt Sendai überlassen wurde. Im Sala Temática Japonesa Virginio Carvajal Japón sind Reproduktionen von Dokumenten aus Hasekuras Reise sowie japanische künstlerische und traditionelle Objekte zu sehen. Ein Modell des Hanami wurde anlässlich der Weltausstellung von Sevilla 1992 angefertigt, dem Ort des japanischen Pavillons geschenkt und während der gesamten Ausstellung dort gezeigt.
Einen anderen geschichtlichen Bogen spannt die Dauerausstellung in der Sala 28F des Museo de la Autonomía de Andalucía. Sie verfolgt den andalusischen Autonomieprozess von der Verfassung von Antequera aus dem Jahr 1883 bis zur Ratifizierung des Autonomiestatuts für Andalusien im Referendum von 2007. Damit können Sie die Geschichte eines einzelnen Ortes und die Entwicklung der Autonomie in Andalusien als unterschiedliche Themen des Aufenthalts betrachten.
Naturwege und Ausflüge
Die Ruta ornitológica führt durch das Gemeindegebiet und dient dazu, Vögel zu beobachten und zu bestimmen. Zu den genannten Bereichen zählen der Guadalquivir, der Guadaira, das Paraje Natural del Brazo del Este und die Dehesa La Atalaya. Die Ruta botánica verläuft ebenfalls durch Naturgebiete von Coria Del Río und führt unter anderem zum Aula de la Naturaleza in der Dehesa La Atalaya. Wer sich eher für die Veränderung der Landschaft interessiert, kann die Ruta geohistórica in den Blick nehmen: Ihr Thema ist der historische Wandel der Landschaft von Coria Del Río.
Für die Dehesa La Atalaya gibt es außerdem verschiedene Wegoptionen. Der Sendero nocturno ist ein etwa 3 Kilometer langer Rundweg und eignet sich für Einzelpersonen sowie Familiengruppen. Der Sendero Dehesa Atalaya kann selbstständig mit dem kommunalen Begleitbuch oder mit einem Führer begangen werden, den Sie bei der Umweltabteilung anfordern können. Die geführte Besichtigung durch die Dehesa ist etwa 3 Kilometer lang und umfasst Aktivitäten zur Umweltinterpretation. Daneben gibt es drei unterschiedlich lange Routen zwischen 1.500 und 4.000 Metern, die auf verschiedene Altersgruppen ausgerichtet sind.
Das Aula de la Naturaleza ist über den Corredor Verde Metropolitano de Sevilla und die Viehtrift Vereda de los Palacios zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Pferd oder mit einem anderen nicht motorisierten Verkehrsmittel erreichbar. Eine weitere Möglichkeit, den Fluss zu erleben, ist die Ruta fluvial auf dem Río Guadalquivir: Sie wird mit dem Boot durchgeführt und hält an mehreren interessanten Punkten. Die unterschiedlichen Angebote setzen damit jeweils andere Schwerpunkte – Vogelbeobachtung, Landschaftsgeschichte, Wege durch die Dehesa oder eine Fahrt auf dem Wasser.
Kulturangebote und Fiesta del Albur
Das Centro Cultural de la Villa „Pastora Soler“ ist eine öffentliche Kultureinrichtung mit einem Freilufttheater und einem überdachten Theater. Zu den dort angebotenen Veranstaltungsformen zählen Konzerte, Theateraufführungen, Konferenzen, Kurse, Ausstellungen und Buchvorstellungen. Die Fiesta del Albur findet Anfang Mai statt. Dabei werden am Paseo Carlos de Mesa neben dem Guadalquivir etwa 1.000 Kilogramm gebratener Albur kostenlos ausgegeben. Prüfen Sie vor der Reise das Programm und die Regelungen für das jeweilige Jahr.
Weitere Reiseziele entdecken: Coripe, La Campana, Castilleja De La Cuesta, Hinojos, Benacazón, Sanlúcar La Mayor, Constantina, La Algaba.
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