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Aznalcázar entdecken

Unterkünfte in Aznalcázar

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Aznalcázar verbindet geschützte Landschaften mit Wegen durch Wald, Fluss- und Marschgebiete sowie mit Bauwerken aus verschiedenen Epochen. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich dadurch unterschiedliche Schwerpunkte: Sie können Naturgebiete und ihre Besucherorte in den Blick nehmen oder sich mit Architektur, Pilgertradition und Ortsgeschichte beschäftigen.

Naturgebiete und Wege rund um Aznalcázar

Im Gemeindegebiet liegen 13.713 Hektar des Nationalparks Doñana, die als UNESCO-Welterbe ausgewiesen sind. Zum Espacio Natural de Doñana trägt Aznalcázar insgesamt 19.237 Hektar bei. Außerdem gehört die Gemeinde zum geschützten Landschaftsraum Corredor Verde del Guadiamar. Diese drei Bezüge geben der Landschaft rund um Aznalcázar ihren besonderen Rahmen, ohne dass sie dasselbe Schutzgebiet bezeichnen.

Zu den Naturgebieten gehören auch die Pinares de Aznalcázar, ein ökologisch bedeutendes Waldgebiet der Provinz Sevilla mit dichtem Baumbestand und vielfältigen Ökosystemen. Zu den dort genannten Besuchereinrichtungen zählen Grillplätze und Kinderspielbereiche. Als örtliches Gericht wird Revuelto de gurumelos hervorgehoben: Es wird mit dem Gurumelo zubereitet, einem Pilz, der für die Pinienwälder von Aznalcázar charakteristisch ist.

Der Corredor Verde bietet mehr als 60 Kilometer markierte Wege. Sie können zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd genutzt werden; auf einem Flussabschnitt ist auch eine Fahrt mit dem Kajak möglich. Die Bedingungen vor Ort können je nach Abschnitt und Aktivität variieren. Eine Route beginnt an der Römischen Brücke am Rand des Ortskerns und führt über ein ehemaliges Eisenbahnbrückenbauwerk zum Erholungsgebiet und botanischen Rundgang von Buitrago.

Der botanische Weg von Buitrago ist etwa 1,5 Kilometer lang und für Menschen mit Behinderungen geeignet. Entlang der Strecke finden sich vier charakteristische Ökosysteme: mediterraner Wald, Ufervegetation, Übergangsvegetation und Sumpfvegetation. Damit lässt sich dieser einzelne Weg gut vom weitläufigeren Wegenetz des Corredor Verde unterscheiden: Hier stehen eine klar umrissene Strecke und die verschiedenen Vegetationsformen im Mittelpunkt, dort eine größere Auswahl an markierten Wegen und Fortbewegungsarten.

Besucherzentren und Naturbeobachtung

Das Besucherzentrum Guadiamar liegt im geschützten Landschaftsraum des Corredor Verde im Gemeindegebiet von Aznalcázar. Es verfügt über einen Ausstellungs- und Veranstaltungsraum mit einer audiovisuellen Präsentation zu den Werten dieses Landschaftsraums. Zum Zentrum gehören außerdem eine Cafeteria und ein großes Außengelände zur Erholung am Fluss Guadiamar. Prüfen Sie vor der Anfahrt, welche Dienste aktuell verfügbar sind.

Das Besucherzentrum José Antonio Valverde liegt in den Marschen im Gemeindegebiet und hat eine Architektur, die traditionellen Marschhütten ähnelt. Es ist derzeit vorübergehend geschlossen; prüfen Sie vor der Anfahrt, ob es wieder geöffnet ist. Außerhalb des Zentrums befinden sich am restaurierten Lucio Beobachtungspunkte, die der Bestimmung und Beobachtung der Tierwelt dienen. Auch für den Zugang zu diesen Punkten empfiehlt sich eine Prüfung vor dem Besuch.

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Bauwerke, Pilgertradition und Geschichte

Das Arquillo de la Pescadería, auch Puerta del Arquillo genannt, ist ein islamisches, genauer almohadisches Tor. Seit 1985 steht es als Bien de Interés Cultural unter Schutz. Die Iglesia de San Pablo ist ein repräsentatives Bauwerk des sevillanischen Mudéjar aus dem 14. Jahrhundert und besitzt drei Schiffe. Die Kirche ist geschlossen; ihr Südportal kann von außen besichtigt werden. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob sich der Zugangsstatus geändert hat.

Auch zwei Kapellen setzen unterschiedliche Akzente: Die Capilla de Nuestra Señora de la Encarnación besitzt ein neoklassizistisches Retabel, die Capilla de Nuestro Padre Jesús ein barockes. Beide Kapellen haben Bildwerke ihrer jeweiligen Titularfigur aus dem 18. Jahrhundert. Die Ermita del Calvario stammt aus dem 16. Jahrhundert und diente als Andachtsort, an dem Pilger beteten. Beim Arco San Bernardo reichen die historischen Angaben bis in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück: Der Bogen war das Tor einer Getreidemühle; deren Wasserlauf musste den darunter verlaufenden öffentlichen Weg überqueren.

Von der Römischen Brücke von Aznalcázar stürzte 1821 ein Teil ein; mehrere der ursprünglich vierzehn Bögen sind noch sichtbar. Auf dem Cerro del Alcázar liegen die spärlichen Überreste der Festung, die Aznalcázar seinen heutigen Namen gab. Römische Überreste auf dem Hügel wurden als Freizeit- und Erholungspark instand gesetzt; von dort reicht der Blick über die Ebene des Guadiamar. Der offene Bereich ist täglich kostenlos zugänglich. Prüfen Sie die Zugangsinformation vor Ihrem Besuch. Im Ort beherbergt die Casa Grande aus dem 17. Jahrhundert den Informationspunkt des Nationalparks Doñana.

Eine weitere geschichtliche und religiöse Verbindung ist das Vado del Quema im Corredor Verde del Guadiamar. Dort überqueren die Hermandades den Fluss in einem rituellen Ablauf, der einen symbolischen Übergang auf der Rocío-Pilgerfahrt darstellt. Der Durchzug geht auf die frühen Pilgerfahrten zur Aldea del Rocío zurück und ist als Fiesta de Interés Turístico de Andalucía anerkannt.

Anreise

Aznalcázar ist über die A-49 zwischen Sevilla und Huelva erreichbar. Nehmen Sie die Ausfahrt 16 (Benacazón/Sanlúcar la Mayor) und fahren Sie anschließend über die A-473 weiter.

Weitere Reiseziele entdecken: Alanís, Valdezorras, Pruna, Carmona, El Real De La Jara, Pedrera, Cazalla De La Sierra, San Nicolás Del Puerto.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sevilla.

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