Almadén De La Plata
Unterkünfte in Almadén De La Plata
Almadén de la Plata liegt zwischen den Flüssen Viar und Cala, im Herzen des Parque Natural de la Sierra Morena sevillana. Die Landschaft ist von Dehesa und typisch mediterranem Buschland geprägt. Ein weitläufiges kommunales Netz verbindet Wege mit Aussichtspunkten und eignet sich zum Wandern, Radfahren und Reiten. So stehen unterschiedliche Arten, die Umgebung zu erkunden, nebeneinander: von Wegen durch die Landschaft bis zu einer markierten Pilgeretappe.
Wege und Aussichtspunkte
Ein Weg beginnt in Almadén de la Plata, führt zum Arroyo de la Calzadilla und weiter zu einer Schlucht mit Wasserfall und kleinen Kaskaden. Der Wasserlauf und die Kaskaden bilden dabei den beschriebenen Zielpunkt der Route. An einem Aussichtspunkt gibt es einen Erholungsbereich; der Aufstieg kann auch mit einem Fahrzeug bewältigt werden.
Die Etappe 4 des Camino de Santiago führt von Almadén de la Plata nach Monesterio und ist 34,5 Kilometer lang. Die markierte Strecke verläuft durch Almadén zur Plaza de Toros und weiter in Richtung Cerro de los Covachos und El Real de la Jara. Damit steht neben den kommunalen Wegen auch eine klar bezifferte Pilgerstrecke zur Auswahl. Am Mirador de La Traviesa befindet sich außerdem das Observatorio Astronómico. Es gehört der Gemeinde und ist für die Öffentlichkeit geöffnet.
Natur und saisonale Besuche
Im Parque Natural El Berrocal werden von Mitte September bis Ende Oktober geführte Besuche zur Beobachtung der Hirschbrunft angeboten. Sie finden meist früh am Morgen statt und dauern zweieinhalb bis drei Stunden. Wenn Sie diese Beobachtung einplanen, können Sie die Zeitangabe bei Ihrer Tagesplanung berücksichtigen.
Der Berrocal de Almadén de La Plata ist ein Geotop dieses Landschaftstyps im Geopark Sierra Norte de Sevilla. Das Gut El Berrocal liegt etwa vier Kilometer von Almadén de la Plata entfernt und umfasst das Besucherzentrum Cortijo El Berrocal. Beide Angaben ergänzen die Naturthemen des Ortes um ein geologisches und ein Besucherzentrum als konkrete Anhaltspunkte.
Archäologie und Baugeschichte
Archäologische Zeugnisse umfassen unterschiedliche Epochen und Formen. Auf einer Fundstätte wurden auf einer Länge von 520 Metern 182 Fundstellen mit Felskunst entdeckt. Ein römischer Marmorsteinbruch aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. wurde vollständig ausgegraben und für die öffentliche Präsentation musealisiert.
An einer archäologischen Fundstätte wurden Überreste aus dem Neolithikum, dem Chalkolithikum und der Spätphase der römischen Kaiserzeit gefunden. Eine Fundstätte umfasst eine bronzezeitliche Zistengräber-Nekropole und eine Siedlung aus der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr.; sie wurde musealisiert und als spanisches historisches Kulturerbe ausgewiesen.
Auch die Baugeschichte reicht über mehrere Jahrhunderte. Ein Gebäude stammt aus dem späten 16. oder frühen 17. Jahrhundert und verbindet Renaissance-Architektur mit barocker Dekoration. Ein anderes Gebäude wurde im 15. Jahrhundert als Hospital de los Ángeles errichtet, im 17. Jahrhundert in eine Ermita umgewandelt und erhielt 1905 einen Turm im neomudéjaren Stil. Ein Gebäude wurde am 26. November 2007 von der Kulturbehörde der Junta de Andalucía als Bien de Interés Cultural anerkannt.
Veranstaltung und Reisezeit
Eine Veranstaltung, die dem iberischen Schwein gewidmet ist, findet von Freitag bis Sonntag in der dritten Märzwoche statt. Zum Programm gehören Ausstellungen lokaler Produkte und Handwerksarbeiten, historische Fotoausstellungen, Besichtigungen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten sowie Verkostungen eines Frühstücks nach Moliner-Art und von Schinken. Die konkreten Termine können je nach Jahr variieren; prüfen Sie deshalb die Daten für den geplanten Besuch.
Pilgerweg, Landschaft und archäologische Zeugnisse bieten weitere Schwerpunkte, anhand derer Sie Ihren Aufenthalt planen können.
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