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Wigoltingen: Wandern, Spiel und Baukultur

Unterkünfte in Wigoltingen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wigoltingen ist eine politische Gemeinde und eine Ortschaft im Kanton Thurgau und gehört zum Bezirk Weinfelden. Entlang der Thur gibt es verkehrsfreie Wege. Oberhalb des Ortes liegen Spazierwege im Wald. Bauwerke und historische Spuren ergänzen die Freizeitmöglichkeiten.

Wandern zwischen Thur und Vago-Weiher

Die Wanderung «Der Thur entlang» ist 9,4 Kilometer lang. Sie startet am Bahnhof Müllheim-Wigoltingen, führt flussabwärts meist auf dem Damm entlang und ist ganzjährig begehbar. Ihr Schwierigkeitsgrad ist niedrig. Die Wanderung «Vagoweier Wigoltingen» misst 9,7 Kilometer und hat ebenfalls einen niedrigen Schwierigkeitsgrad; auch sie ist ganzjährig begehbar. Die Distanz unterscheidet sich nur um 300 Meter. Für «Der Thur entlang» ist der Verlauf genauer umrissen: Start am Bahnhof und die Strecke am Fluss, meist auf dem Damm.

Entlang der Thur gibt es in Wigoltingen verkehrsfreie Wege; oberhalb des Ortes liegen Spazierwege im Wald. Rund um die Thurlandschaft sind Feuerstellen vorhanden. Bei gutem Wetter reicht die Sicht von verschiedenen Punkten im Gemeindegebiet bis ins Säntisgebiet. Der Fernblick ist damit wetterabhängig. Wenn Fischerei am Vago-Weiher zu Ihrem Reiseplan gehört, sind über die Gemeinde Wigoltingen Wochen-, Monats- und Jahresfischereikarten erhältlich.

Freizeitangebote für unterschiedliche Interessen

Fussballgolf Thurgau ist die erste Fussballgolf-Anlage der Ostschweiz. Die Spielfläche umfasst 35'000 m² mit 18 Bahnen. Die Anlage liegt in der Nähe des Bahnhofs Müllheim-Wigoltingen sowie von Velo-, Skating- und Wanderrouten. Fussballgolf ist eine weitere Freizeitmöglichkeit neben den Wanderungen.

Der Wigi-Tigi-Trail ist ein Familien-Rätselpfad, der knifflige Rätsel, eine Geschichte und einen Rundgang durch das Dorf verbindet. Die Spurensuche durch Wigoltingen dauert rund eineinhalb Stunden und eignet sich besonders für Kinder im Kindergarten- und Primarschulalter. Einzelne Teile des Abenteuers lassen sich über QR-Codes anhören; der Trail ist kinderwagentauglich. So verbindet der Rundgang Bewegung im Dorf mit Rätseln und einer Geschichte.

Baukultur, Kirche und wiederkehrende Anlässe

Schloss Altenklingen ist rechtskräftig geschützt und im kantonalen Denkmalinventar als besonders wertvoll eingestuft. Die eindrückliche Baugruppe im Schlossstil des späten 16. Jahrhunderts besteht aus zwei parallel nebeneinander stehenden Staffelgiebelhäusern, runden Ecktürmen und Erkern. Diese Architektur gibt dem Ort einen konkreten Anknüpfungspunkt für alle, die sich für historische Bauformen interessieren.

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Die Kirche Wigoltingen steht mitten im Ort; ihre Akustik eignet sich für Konzerte. In der Kirche befinden sich drei Glocken aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Ihre Vereinigung an einer Kirche gilt selbst in der Schweiz als ausgesprochen selten. Auch das wiederkehrende Programm des Museums Chürzi setzt unterschiedliche Schwerpunkte: Die Frühlingsausstellung findet an vier Sonntagen statt und verbindet Sammlungsobjekte mit Leihgaben in einem historischen oder geschichtlichen Kontext. Die Herbstausstellung dauert ebenfalls vier Sonntage und bietet Künstlern die Möglichkeit, Werke auszustellen und zu verkaufen.

Ein weiterer regelmässiger Anlass ist der Herbstmarkt. Er findet am Samstag vor dem Bettag auf dem Dorfplatz vor der Chileschür statt. Zusammen mit den Ausstellungen eröffnet er eine andere Perspektive auf Wigoltingen als die Wege in der Landschaft oder die historischen Gebäude: Hier stehen wiederkehrende Veranstaltungen im Dorf im Mittelpunkt.

Historische Spuren in Wigoltingen

Wigoltingen wird erstmals 889 unter dem Namen Wigoltinga erwähnt. Auch 1155 gehört zu den historischen Daten Wigoltingens. Eine Offnung stammt aus dem Jahr 1403; im September 1445 fand im Rahmen des Alten Zürichkriegs ein Gefecht bei Wigoltingen statt. Diese Daten markieren unterschiedliche Stationen der Ortsgeschichte, von der ersten Erwähnung bis zu einem Ereignis während eines Krieges.

Auch die Kirchengeschichte reicht über einzelne Gebäude hinaus: Die Pfarrei erstreckte sich ursprünglich von der Thur bis auf den Seerücken, und Wigoltingen schloss sich 1528 der Reformation an. Die Kapelle Raperswilen ist spätestens seit dem 17. Jahrhundert eine Filialkirche von Wigoltingen. So lassen sich bei einem Aufenthalt Landschaft, Dorfleben und verschiedene Zeitschichten der Gemeinde als eigenständige Themen betrachten.

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