Nidfurn entdecken: Geschichte, Häuser und Sagen
Unterkünfte in Nidfurn
Wer ein Hotel in Nidfurn sucht, kann zuerst überlegen, welche Themen den Aufenthalt prägen sollen. Nidfurn verbindet ein historisch geprägtes Ortsbild mit dem Landvogthaus, einer Erzähltradition und einem südlich ausgerichteten Talabschnitt. Architektur, Geschichte, Aktivitäten und Landschaft setzen jeweils unterschiedliche Akzente.
Historische Häuser und Ortsbild
Das Blumerhaus I, auch «Hoschethaus» genannt, befindet sich an der Adresse Hoschet 6. Die Häusergruppe im Aecherli umfasst die ungeraden Hausnummern 3 bis 17. Im Mittel-Dorf prägen zwei- und dreigeschossige Blockbauten mit flach geneigten Giebeldächern aus dem 18. und 19. Jahrhundert das Ortsbild. Das Oberdorf ist eine kompakte Gebäudegruppe auf einer Geländeterrasse; die Bauten reihen sich entlang einer schmalen, leicht gebogenen Strasse und eines abzweigenden Wegs. So zeigt sich das bauliche Erbe in unterschiedlichen Formen: als einzelnes benanntes Haus, als Gruppe von Häusern und als räumliche Anordnung eines Dorfbereichs.
Wohnkultur und Ortsgeschichte
Das im 16. Jahrhundert erbaute Landvogthaus Nidfurn zeigt die Wohnkultur Schweizerischer Patrizierfamilien aus vier Jahrhunderten. Besucher können auf sechs Stockwerken, vom Keller bis unter das Dach, ein Panorama jahrhundertelanger Wohnkultur erleben. Die Bauzeit des Hauses und der Zeitraum der dargestellten Wohnkultur sind damit zwei unterschiedliche zeitliche Perspektiven: Das Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert, während das Thema Wohnen mehrere Jahrhunderte umfasst.
Nidfurn wurde im Habsburger Urbar um 1300 erstmals unter dem Namen «ze Nitfiure» erwähnt. Im Mittelalter gehörte der Ort bis 1395 dem Kloster Säckingen; seit 1528 ist die Bevölkerung mehrheitlich reformiert. Diese historischen Eckpunkte ergänzen die Architekturgeschichte um frühere Phasen des Ortes und geben der Reise einen weiteren kulturhistorischen Bezug.
Sagen-Trail und Aktivitäten
Der in Nidfurn aufgeführte Sagen-Trail «Sage vu Glarus Süd» umfasst 41 Sagen, die über Glarus Süd und den Urnerboden verteilt sind. Jede Station befindet sich dort, wo die zugehörige Sage ihren Ursprung hat oder sich die Erzählung abspielt. An Audiostationen erzählen Einheimische die Sagen im Glarner Dialekt. Der jeweilige Ort ist damit Teil der Gestaltung des Trails und nicht nur Schauplatz einer Erzählung. Für Reisende, die lokale Überlieferungen mit einer Wanderung verbinden möchten, ist das ein anderer Zugang zur Region als der Blick auf historische Bauformen.
Auch Golf ist in Nidfurn vertreten: Es gibt einen Abschlagplatz für Golf, und die Driving Range verfügt über 15 Abschlagplätze. Damit finden sich neben den kulturhistorischen Themen auch konkrete Angaben zu einer weiteren Aktivität.
Talraum, Landschaft und Wege
Nidfurn liegt in einem nach Süden ausgerichteten Talabschnitt, der sich auf etwa einen Kilometer Breite weitet. Innerhalb des Gemeindegebiets entfallen 33,3 Prozent auf Landwirtschaft und 47,3 Prozent auf Wald. Die Höhenangaben beziehen sich auf konkrete Punkte: Bei der Station Nidfurn-Haslen sind 540 Meter über Meer angegeben, beim Hirschenbrunnen 578 Meter und beim Bündtrain 620 Meter. Die Trockenmauer Schwandner Matt ergänzt den kulturhistorischen Blick auf die Landschaft. Sie gilt als Trockenmauer von regionaler Bedeutung und als kulturhistorisch bedeutendes Landschaftselement mit Biotopfunktion; der Grossteil wurde zwischen 2022 und 2025 saniert.
Für die Anreise ist Nidfurn durch die Eisenbahnlinie Glarus–Linthal und eine Kantonsstrasse für den öffentlichen und den Individualverkehr erschlossen. Der Ort liegt zudem an der Strasse zwischen Schwanden, Linthal, Urnerboden und dem Klausenpass. Eine offizielle Fahrradroute verläuft über Nidfurn/Haslen zwischen Leuggelbach und Schwanden. Diese Verkehrsbezüge können Sie je nach Reiseplanung berücksichtigen, ob Sie mit der Bahn, dem Auto oder dem Fahrrad unterwegs sind.
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