Valongo: Serras, Bergbaugeschichte und Backtradition
Unterkünfte in Valongo
Wege durch die Serra de Santa Justa, die Serra de Pias und die Serra de Quintarei prägen viele der Outdoor-Angebote in Valongo. Das Centro de Trail Running de Valongo bietet 90 Kilometer Wege durch diese drei Serras; das Centro de BTT nennt 153 Kilometer Mountainbike-Strecken durch dieselben Gebiete. Die Trailrunning-Wege sind mit reflektierender Beschilderung ausgestattet, die auch nächtliches Trailrunning ermöglicht. Wer lieber auf einem kürzeren, bezifferten Wanderweg unterwegs ist, findet im Trilho de Pias eine lineare Route: Eine Routenfassung von 2022 nennt 3 Kilometer und etwa eine Stunde und 30 Minuten. Diese Maße können von der zuständigen Stelle aktualisiert werden.
Wege, Ausblicke und Bewegung im Freien
Die beschriebenen BTT-Routen unterscheiden sich in Anspruch und Verlauf. Die grüne Route ist für Anfänger gedacht und führt am rechten Ufer des Rio Ferreira durch Couce in Richtung des Gebiets des Parque Paleozóico. Die rote BTT-Route 3 richtet sich an erfahrene Radfahrer: Sie führt zum 369 Meter hohen geodätischen Vermessungspunkt auf der Serra de Santa Justa und steigt anschließend an der Kapelle Santa Justa vorbei ab. Damit lassen sich die beiden Beschreibungen nach dem vorgesehenen Erfahrungsniveau und dem genannten Zielpunkt vergleichen.
Der Circuito de Contemplação verläuft durch die Serras de Valongo, die zum Parque das Serras do Porto gehören. Entlang des Weges liegen Ansichten auf das Vale de Couce, den Rio Ferreira und historische Mühlen. Von Höhen zwischen 350 und 400 Metern reicht der Blick außerdem auf Porto, Vila Nova de Gaia, Maia und Matosinhos. Wer unterwegs historische und natürliche Elemente verbinden möchte, kann sich auch die Escadaria Cuca Macuca ansehen: Der zwei Kilometer lange Weg führt an archäologischen Strukturen, bergbaulichen Hohlräumen, einheimischer Flora und Fauna sowie den Kapellen Santa Justa und S. Sabino vorbei. Aussichtspunkte bieten Blicke über Valongo und die Küste.
Weitere Wegabschnitte setzen andere Akzente. Ein beschriebener Abschnitt führt von den Cuco-Mühlen am Rio Ferreira über Couce und am Fluss entlang auf dem Caminho dos Pescadores bis zu den Fragas do Castelo. Vom Parque da Cidade de Valongo aus lassen sich zwei Etappen der Grande Rota in Richtung Covelo (Gondomar) beziehungsweise Senhora do Salto (Paredes) begehen. Der Einführungsritt am Reitzentrum von Valongo ist 2,7 Kilometer lang und dauert etwa 50 Minuten. Seine Route führt in Richtung Couce, folgt dem Rio Ferreira flussaufwärts und verläuft anschließend zurück zum Reitzentrum.
Auch für Kletterinteressierte gibt es zwei verschieden beschriebene Sektoren. Fraga do Castelo verfügt über 13 Routen und ist im Allgemeinen leicht zugänglich; für einige Routen ist jedoch Abseilen erforderlich. Der Sektor liegt an einer ehemaligen römischen Mine und bietet einen Blick auf die Stromschnellen des Rio Ferreira. Fraga do Teto hat 15 Routen. Der Zugang beginnt an der Brücke über den Rio Simão in Azenha und weist einen starken Höhenunterschied auf. Der Quarzitausstrich auf der Serra de Santa Justa eröffnet dort einen Panoramablick auf das Vale de Couce.
Backtradition, Spielzeug und lokale Kultur
Im Zentrum von Valongo bewahrt und zeigt die Oficina da Regueifa e do Biscoito Objekte und Erinnerungen zur historischen Backtradition des Concelho Valongo. Bei geführten Besichtigungen gehören eine interaktive Ausstellung und die Möglichkeit dazu, selbst einen Biskuit herzustellen und zu verkosten. Die Ausstellung „Do Grão Ao Pão“ behandelt Landwirtschaft, Mahlen, die frühere Bäckerei und die Brotroute. Die Rota do Pão greift den historischen, etwa 13 Kilometer langen Weg auf, auf dem Frauen Brot aus Valongo nach Porto trugen. Ausstellung und Route geben so unterschiedliche Einblicke in die Geschichte des Backens und des Brottransports.
Portugiesisches traditionelles Spielzeug steht in der Oficina do Brinquedo im Mittelpunkt; das Besuchsangebot richtet sich an Familien und Menschen jeden Alters. Zu den interaktiven Erlebnissen gehören Videomapping, eine Wasserdampf-Leinwand und eine HoloBox. Ein anderer Zugang zur Ortsgeschichte führt über die Festa da Bugiada e Mouriscada: Sie findet am 24. Juni in Sobrado als Teil der Festa de S. João de Sobrado statt.
Bergbaugeschichte und Bauwerke
Das Fojo das Pombas gehört zu einem Bergbaukomplex aus Schächten und Tagebauen aus dem 1. bis 3. Jahrhundert, der mit dem römischen Goldabbau verbunden ist. Geführte Besichtigungen der Serras de Valongo finden auf Anfrage statt. Üblicherweise beginnt eine Besichtigung mit einer Einführung im Centro de Interpretação Ambiental und führt anschließend zum Fojo das Pombas oder zu einem ausgeschilderten Wanderweg. Das Centro de Interpretação Ambiental e da Mineração Romana vermittelt als immersive Besuchereinrichtung das natürliche, geologische, archäologische und bergbauliche Erbe der Serra de Santa Justa und der Serra de Pias.
Auch Bauwerke erzählen von unterschiedlichen Epochen. Die neoklassizistische Igreja Matriz de Valongo wurde ab 1794 errichtet und 1836 fertiggestellt. Die Capela da Sra. da Hora stammt aus dem 17. Jahrhundert, wurde im 19. Jahrhundert restauriert und der Senhora da Hora geweiht. Die Antiga Chaminé de Ardósia ist eines der letzten erhaltenen Nebengebäude des Bergbaukomplexes von Galinheiro, in dem 1865 die intensive industrielle Schiefergewinnung begann.
Anreise im Kreis Valongo
Zum Bahnangebot im Kreis Valongo zählen die Bahnhöfe Valongo und Ermesinde sowie die Haltepunkte Palmilheira, Travagem, Cabeda, Suzão und S. Martinho. Aus Richtung Küste ist der Kreis über die A3, A4 oder A41 erreichbar; aus dem Landesinneren über die A4, A41 oder A42. Vom Flughafen Francisco Sá Carneiro oder vom Porto de Leixões aus führt die beschriebene Anreise mit der Metro bis Porto und anschließend mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter.
Weitere Reiseziele entdecken: Valongo, Ermesinde.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Porto.
Weitere Reiseziele
Weitere Orte unter demselben Reiseziel: