Zum Inhalt

Crestuma am Douro: Natur und Industriekultur

Unterkünfte in Crestuma

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Der Douro, der Parque Botânico do Castelo und die Industriegeschichte geben Crestuma unterschiedliche Konturen. Das Spektrum reicht von einer besonderen Pflanzenart und vielfältiger Tierwelt bis zu Staudammbau und ehemaliger Textilproduktion. Flusslandschaft, Natur und Ortsgeschichte eröffnen verschiedene Perspektiven auf den Aufenthalt.

Der Cais de Crestuma gehört zu den Schifffahrtsterminals am Douro und ist dem Flusskilometer 21 zugeordnet. Seine betriebliche Nutzung kann variieren.

Natur im Parque Botânico do Castelo

Im Parque Botânico do Castelo in Crestuma wächst Omphalodes nitida, eine für Nordportugal endemische Pflanze. Auch die Tierwelt ist vielfältig: Zu ihr zählen zahlreiche Insekten, einige Reptilienarten und vor allem Singvögel. Damit stehen im Park unterschiedliche Aspekte der Natur nebeneinander – von einer regional besonderen Pflanzenart bis zu den Vögeln und weiteren Tiergruppen.

Die kommunale Anlage entstand durch die Wiederherstellung eines verfallenen Landguts. Im Park fanden zudem bereits verschiedene von Archäologen geleitete Ausgrabungen statt.

Douro und Wasserbau

Die Barragem de Crestuma / Lever ist ein beweglicher Staudamm mit neun Pfeilern und acht Überlauftoren. Zu der Anlage gehört eine Schiffsschleuse am linken Ufer des Douro. Der Staudamm liegt flussabwärts am Douro, am östlichen Rand der Gemeinde Vila Nova de Gaia; sein Stausee erstreckt sich über etwa 44 Kilometer. So umfasst das Wasserbauwerk sowohl konkrete technische Bauteile als auch einen weitreichenden Stausee.

Auch eine Fahrt auf dem Douro lässt sich mit dem Bauwerk verbinden: Auf der Route Porto–Pinhão–Porto wird die Barragem de Crestuma-Lever mit einem Höhenunterschied von 14 Metern passiert.

Anzeige

Spuren der Industriegeschichte

Die Companhia de Fiação de Crestuma wurde 1854 gegründet und 1857 offiziell errichtet. Zum ehemaligen Komplex gehörten das Haus des Eigentümers, Verwaltungsgebäude, Arbeiterunterkünfte und alte Maschinen. Die Fabrik lag an einem tief eingeschnittenen Abschnitt des Rio Uíma und wurde durch hydraulische Motoren angetrieben. Gelände, Wasser und industrielle Produktion gehören hier zu einer konkreten Ortsgeschichte.

Auch andere Gewerbezweige prägten Crestuma: Ende des 19. Jahrhunderts gab es dort mindestens vier Eisengießereien. Die Fábrica de Fitas e Fiação de Algodão AC Cunha Moraes wurde 1890 gegründet. Nach der Ansiedlung der Fabrik in Crestuma ließ sich die Familie Morais in der Quinta da Estrela in Crestuma nieder. Die privaten Kais der Companhia de Fiação de Crestuma und von A.C. Cunha Morais existieren noch heute.

Tradition und Kanusport

Zu São Pedro gehört in Crestuma eine nächtliche Tradition: Blumentöpfe und andere Gegenstände werden in Anführungszeichen „gestohlen“ und auf den Stufen der Igreja de Santa Marinha ausgestellt. Das Ritual verbindet Höfe mit einem benannten Ort im Dorf und gibt dem Fest eine besondere lokale Form.

Zum sportlichen Bezug des Douro gehört der Clube Náutico de Crestuma, der als einer der bedeutenden Stützpunkte des portugiesischen Kanusports gilt. Zusammen mit dem Wasserbau und der überlieferten Industriegeschichte ergänzt dieser Aspekt die Natur- und Kulturthemen des Ortes.

Weitere Reiseziele entdecken: Crestuma, Amarante, Freamunde, Luzim, Vila Do Conde, Trofa, Mindelo, Lousada.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Porto.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.