Porto Santo: Strand, Vulkanlandschaft und Inselkultur
Unterkünfte in Porto Santo
Porto Santo lässt sich über sehr unterschiedliche Eindrücke kennenlernen: einen langen goldenen Sandstrand, markante vulkanische Formen und ein reiches Natur- und Kulturerbe. Seit Oktober 2020 gehört die Insel zum Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate. Das Reservat umfasst 27.310 Hektar geschützter Gebiete und Natura-2000-Flächen und beherbergt mehr als 2.110 Arten, darunter einige, die ausschließlich auf der Insel vorkommen. Für die Wahl eines Hotels auf Porto Santo können diese Schwerpunkte dabei helfen, den eigenen Aufenthalt auszurichten.
Geschützte Natur und vulkanische Formen
Zu Porto Santos Natur gehören terrestrische, küstennahe und marine Ökosysteme der makaronesischen biogeografischen Region. Auch Fossilien erzählen von der Landschaftsgeschichte: Sie stammen aus einer Riffphase, die der Dünenbildung vorausging. Das Netz der geschützten Meeresgebiete umfasst die Landflächen aller umliegenden Ilhéus sowie die Meeresbereiche um Ilhéu da Cal beziehungsweise Ilhéu de Baixo und Ilhéu de Cima.
Im Süden der Insel liegt das Naturmonument Pico de Ana Ferreira. Es erstreckt sich über etwa 1.100 Meter und erreicht eine maximale Höhe von 288 Metern. Am nördlichen Ende befindet sich ein alter Steinbruch mit nahezu perfekten prismatischen Säulen. Eine weitere Formation prismatischer Säulen am Pico de Ana Ferreira entstand durch vulkanische Aktivität und die langsame Abkühlung von Magma. Die Formen machen den geologischen Charakter der Insel besonders anschaulich.
Auch die Aussichtspunkte setzen unterschiedliche Landschaften in den Blick: Vom Miradouro da Ponta da Canavieira sehen Sie Basaltfelsen und Küstenklippen sowie das Ilhéu do Ferro und den Pico de Ana Ferreira. Der Miradouro da Fonte de Areia bietet Ausblicke auf das gleichnamige Ilhéu, die Klippe und die Nordküste. Am Miradouro da Portela liegt Vila Baleira im Zentrum des Panoramas über die Südküste.
Wege mit unterschiedlichen Zeit- und Streckenangaben
Die Vereda do Pico Branco e Terra Chã ist 2,7 Kilometer je Strecke lang; für den Hinweg sind eine Stunde und 30 Minuten veranschlagt. Die Vereda do Pico do Castelo beginnt am Sítio do Moledo an der Regionalstraße und bietet zwei Varianten um den Pico do Facho, eine nördlich und eine südlich. Für diese Vereda werden Varianten von 3,2 beziehungsweise 4,6 Kilometern angegeben. Die Levada do Pico do Castelo führt durch einen 530 Meter langen Tunnel; Aussichtspunkte eröffnen Blicke auf die Küste von Porto Santo und das Ilhéu de Baixo. Prüfen Sie vor dem Wandern den aktuellen Wegestatus.
Die Promenade do Porto Santo verläuft auf mehr als 300 Metern am Meer entlang des Dünenbereichs und ist mit Bänken ausgestattet. Sie kann zu Fuß, mit dem Fahrrad, auf Rollschuhen oder mit dem Skateboard genutzt werden. Die Praia do Porto Santo besitzt einen neun Kilometer langen goldenen Sandstrand und ruhiges, kristallklares Wasser. Vom Miradouro das Flores reicht der Panoramablick über die gesamte Strandlänge.
Inselgeschichte, Baukunst und Traditionen
Die historischen Brunnen Porto Santos waren kulturelle Treffpunkte, an denen Bewohner Geschichten, Lieder und Erlebnisse teilten. Ein charakteristisches Beispiel der Inselarchitektur ist Casa de Salão: Das eingeschossige Haus ist durch sein Dach aus dem sandigen Lehm- oder Mörtelmaterial „salão“ gekennzeichnet, das auf Porto Santo verwendet wird.
In Vila Baleira erinnert der Padrão dos Descobrimentos mit Reliefs an Ereignisse und Protagonisten der maritimen Expansion, darunter Infante D. Henrique. Das Denkmal steht an der Alameda do Infante nahe dem alten Kai, an dem die Promenade beginnt. Das Casa Colombo – Museu do Porto Santo bietet informative Inhalte über Christoph Kolumbus und zeigt Werke zur portugiesischen und spanischen maritimen Expansion. Für die Geschichte der Sakralbauten stehen unter anderem die Capela do Espírito Santo aus dem 17. Jahrhundert sowie die Igreja de Nossa Senhora da Piedade, deren Bau zwischen 1430 und 1446 in Auftrag gegeben wurde. In der Capela Morgada sind ein Teil der ursprünglichen Bauphase aus dem 15. Jahrhundert und gotische Elemente aus dieser Zeit erhalten.
Auch die Kapellen unterscheiden sich in ihrer Geschichte und Ausstattung: Die Ursprünge der Capela de Nossa Senhora da Graça reichen bis 1533 zurück. Die Capela de São Pedro wurde im 17. Jahrhundert erbaut und im 18. Jahrhundert umfassend umgebaut; ihr Hauptaltaraufsatz ist spätbarock und aus vergoldetem Holz. Am 15. August wird an der Capela de Nossa Senhora da Graça das Fest zu Ehren der Schutzpatronin gefeiert. Beim religiösen Fest Espírito Santo an der Kapelle Ende Juli oder Anfang August gehört die traditionelle Segnung von Brot dazu. Prüfen Sie die lokalen Termine vor Ihrer Reise.
Geschmack und Aktivitäten
Auch die Inselküche bietet einen konkreten Vergleich: Das Bolo do Caco von Porto Santo ist dicker und größer als die Variante auf Madeira und wird ohne Süßkartoffel hergestellt. Escarpiada wird ganzjährig gegessen und mit Bonito, gerösteter Stöcker-Makrele, Distelsalat und rohen Napfschnecken serviert; die Zusammenstellung kann je nach Betrieb variieren.
Zu den weiteren Aktivitäten zählen Ausritte des Centro Hípico do Porto Santo auf Wegen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Das Zentrum bietet außerdem Reitunterricht für Anfänger, Pferde, die für Kinder geeignet sind, und Hippotherapie; bestätigen Sie die Verfügbarkeit vor Ihrer Reise. Auf der Insel befindet sich zudem ein 18-Loch-Golfplatz, entworfen von Severiano Ballesteros. Prüfen Sie vorab, ob der Platz in Betrieb ist.
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