Zum Inhalt

São Vicente de Pereira Jusã: Azulejos und Ortsgeschichte

Unterkünfte in São Vicente de Pereira Jusã

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

In São Vicente de Pereira Jusã gehören Sakralbauten, ältere Wohnhäuser und die Geschichte einer ehemaligen Hutfabrik zum Bild der Ortsgeschichte. Der historische Kern von Pereira Jusã gehört heute zur Ortschaft São Vicente de Pereira Jusã. Seine Gebäude reichen ins 18. und 19. Jahrhundert. Damit bietet der Ort einen klaren Schwerpunkt, wenn Sie sich auf Ihrer Reise für Architektur und regionale Geschichte interessieren.

Kapellen und Azulejo-Fassaden

Die Kapelle Nossa Senhora da Conceição im historischen Zentrum wurde 1763 gegründet. Ihre Fassade ist vollständig mit blau-weißen Azulejos verkleidet. Im Inneren befindet sich ein vergoldeter und polychrom geschnitzter Altaraufsatz. An diesem Bauwerk treffen zwei unterschiedliche Gestaltungsmerkmale aufeinander: die durchgehende Fliesenfläche an der Fassade und die farbig geschnitzte, vergoldete Arbeit am Altaraufsatz. So lässt sich der architektonische Charakter der Kapelle an konkreten Details erfassen.

Auch die Igreja Matriz de São Vicente de Pereira hat eine vollständig mit Azulejos verkleidete Fassade aus dem 18. Jahrhundert. Die Kapelle von São Lourenço gehört ebenfalls zum baulichen Kulturerbe von São Vicente de Pereira Jusã. Zusammen mit den Bauten des historischen Zentrums zeigen diese Beispiele, wie stark Sakralarchitektur zum örtlichen Erbe gehört.

Wohnhäuser und religiöses Erbe

Ältere Häuser in São Vicente de Pereira Jusã wurden aus Schiefer und Saibro errichtet und mit Granitsteinarbeiten ausgeführt. Eine andere architektonische Zeitspanne umfasst die herrschaftlichen Häuser, die zwischen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstanden. Es handelt sich um eine bedeutende Gruppe von Häusern, die auch „abrasileiradas“ genannt werden. Die beiden Zeiträume geben Ihnen unterschiedliche Bezugspunkte: ältere Baumaterialien einerseits, eine später entstandene Gruppe herrschaftlicher Wohnhäuser andererseits.

Ein weiteres Element des religiösen Erbes ist der Aron Hakodesh. In São Vicente Pereira ist er in ein volkstümliches Wohnhaus nahe dem Largo da Capela de São Geraldo integriert. Im familiären Gottesdienstkontext diente er zur Aufbewahrung von Torarollen und anderen liturgischen Gegenständen. 2021 wurde der Aron Hakodesh als Bauwerk von öffentlichem Interesse eingestuft. Der Zusammenhang von Wohnhaus, religiöser Funktion und Einstufung gibt diesem Ort einen eigenen Platz in der Bau- und Kulturgeschichte der Ortschaft.

Anzeige

Hutfabrik und landwirtschaftliche Tradition

Zur Geschichte der Arbeit gehört die ehemalige Hutfabrik Santos & Irmãos. Sie genoss europaweit einen guten Ruf für die Herstellung von Filz- und Wollhüten und zählte zu den Vorreitern der Hutbranche in Portugal. Auswanderer der Gruppe „Torna-Viagem“ trugen zur Gründung der Fabrik bei. Damit stehen in der Ortsgeschichte sowohl handwerkliche Produktion als auch die Beteiligung zurückkehrender Auswanderer im Blickpunkt.

Auch die Landwirtschaft prägte die Vergangenheit von São Vicente de Pereira Jusã. Zu ihrer Tradition gehörte der Anbau von Mais, Weinreben, Hülsenfrüchten und Obst. Die Nähe zur Ria de Aveiro trug historisch zur Fruchtbarkeit der Böden bei.

Frühere Wege und die Wahl des Reiseziels

Fünf Kreuze, auf Portugiesisch „cruzeiros“, markieren frühere Fußwege. Dazu gehörten Wege, die Pilger zu benachbarten Orten nutzten. Diese Wegegeschichte ergänzt die Architektur um eine historische Perspektive auf Bewegung zwischen Orten.

Weitere Reiseziele entdecken: Praia De Esmoriz, Esmoriz, São João, Ovar.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ovar.