Stargard: Stadtmauern, Museumsgeschichte und Kultur
Unterkünfte in Stargard
Stargard für Kultur- und Geschichtsreisen
Wenn Sie ein Hotel in Stargard suchen, kann der geplante Schwerpunkt die Auswahl leiten: mittelalterliche Architektur, Stadtgeschichte oder Wege, die auch Orte im Umland einbeziehen. In der Stadt stehen die Marienkirche und die mittelalterlichen Stadtmauern für den architektonischen Blick; eine Museumsausstellung behandelt Stargards Geschichte. Für die Reiseplanung lässt sich das mit einem Rundweg durch die Altstadt, einer Radroute oder regionalen Sehenswürdigkeiten verbinden. So können Sie zunächst abwägen, welche Themen Sie während Ihres Aufenthalts in den Mittelpunkt stellen möchten.
Die Marienkirche und die mittelalterlichen Stadtmauern von Stargard wurden durch eine Verordnung des Präsidenten der Republik Polen vom 17. September 2010 als Denkmal der Geschichte anerkannt. Die Stadtmauern gehören zu den wenigen Beispielen mittelalterlicher Stadtbefestigungen in Westpommern, die nahezu entlang ihres gesamten Verlaufs mit Wehrtoren und Bastionen erhalten sind. Damit bilden Mauerverlauf, Tore und Bastionen einen konkreten Schwerpunkt für eine Reise, bei der die Baugeschichte der Stadt wichtig ist.
Eine Museumsausstellung in Stargard stellt die Geschichte der Stadt von ihrer Gründung im 13. Jahrhundert bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts dar. Dieser zeitliche Bogen bietet einen eigenen Zugang neben den Bauwerken: Sie können Stadtgeschichte und Architektur als unterschiedliche, aber passende Interessen für Ihren Aufenthalt einplanen.
Routen und Veranstaltung
Der Rundweg „Stargard – Juwel Pommerns“ führt durch die Altstadt und ist etwa 3 Kilometer lang. Die rote Radroute „Durch die Drumlins des Stargarder Landes“ führt von Stargard über Lipnik, Zieleniewo, Morzyczyn, Grzędzice, Żarowo, Rogowo und Lubowo zurück nach Stargard. Die Strecken unterscheiden sich in ihrer Form: Der Rundweg bleibt in der Altstadt, während die Radroute über mehrere benannte Orte wieder in Stargard endet. Das gibt Ihnen zwei verschiedene Anknüpfungspunkte für die Planung eines Aufenthalts mit Stadt- oder Radschwerpunkt.
Das Historische Fest „Im Land des Greifen“ richtet sich an ganze Familien, Geschichtsinteressierte und Menschen, die ein Juniwochenende aktiv verbringen möchten. Das Archäologisch-Historische Museum organisiert das Fest seit 2014 im Rahmen der Stargarder Tage im Piastenpark bei der Bastei. Wenn Sie das Fest als Anlass für Ihre Reise erwägen, prüfen Sie vorab den Termin für Ihr Juniwochenende.
Umland: Landschaft und Bauwerke
Im näheren Umfeld liegt Pęzino, etwa 13 Kilometer östlich von Stargard, an der Mündung der Pęzinka in die Krąpiel. Das Schloss Pęzino gilt als eines der am besten erhaltenen Wohn- und Wehrgebäude in Pommern. In seiner ursprünglichen Form wurde es um die Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert von den Johannitern errichtet. Als Vergleich zur Stargarder Stadtbefestigung setzt das Schloss einen anderen baulichen Akzent: Hier steht ein einzelnes Wohn- und Wehrgebäude im Blick, dort die mittelalterliche Befestigung mit Toren und Bastionen.
In der Gmina Stargard liegt das 4,7 Hektar große geologische Reservat Ozy Kiczarowskie, das 1962 eingerichtet wurde. Es befindet sich südlich von Kiczarowo an der Straße 149 zwischen Stargard und Chociwel. Das Reservat der unbelebten Natur umfasst glaziale Sande und Kiese, die wallartige Rücken und langgestreckte Hügel bilden. Auch die Landschaft lässt sich regional unterscheiden: Der westliche Teil der Gmina liegt in der Pyrzycka-Ebene, der östliche in der Nowogardzka-Ebene. Im Westen befindet sich der Miedwie-See, einer der fünf größten Seen Polens; im Osten fließen die Ina und ihre Nebenflüsse Krąpiel und Mała Ina.
Weitere kulturelle Bezugspunkte innerhalb der Gmina sind die Wandmalereien von Grzędzice, die zu den einzigartigen und ältesten Wandmalereien in Westpommern zählen. In Poczernin wurde die Kirche St. Michael der Erzengel im 15. Jahrhundert aus Findlingen errichtet; ihre hölzerne Turmhaube stammt aus dem Jahr 1850. Die Kirche bewahrt außerdem einen spätgotischen Altar mit einem Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert sowie drei gotische Portale. Das Schloss Barzkowice ist ein eklektisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das 1911 erweitert wurde und Motive des Klassizismus und der Neorenaissance aufweist. In Barzkowice gibt es außerdem einen 12,7 Hektar großen Park mit bemerkenswerten Tulpenbäumen; eine Lindenallee und eine Ulmenallee sind als gemeinschaftliche Naturdenkmale anerkannt.
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