Gollnow: Wehrtor, Stadtgeschichte und Natur
Unterkünfte in Gollnow
Die Ina fließt durch die Stadt Gollnow und durch die Gemeinde Goleniów. Ein markantes Zeugnis der Stadtgeschichte ist die Brama Wolińska, auch Brama Chrobrego genannt: Das Wehrtor wurde im 14. Jahrhundert im gotischen Stil errichtet, ist 26 Meter hoch und besitzt sechs Geschosse. Seine defensive Funktion und die klar erkennbare Bauform machen es zu einem anschaulichen Beispiel mittelalterlicher Wehrarchitektur.
Stadtgeschichte am Fluss
Von der mittelalterlichen Stadtmauer sind bedeutende Abschnitte erhalten. Der interessanteste und am besten erhaltene Teil liegt im Südwesten der Altstadt an der Ina. Am Fluss befindet sich außerdem die Goleniowska Aleja Legend, eine 2013 renovierte Uferpromenade. Granitskulpturen stellen örtliche Legenden dar. So treffen an der Ina erhaltene Stadtgeschichte und Motive aus lokalen Erzählungen aufeinander.
Ein weiteres historisches Gebäude ist der Spichlerz. Der 1749 errichtete, freistehende Speicher gilt als charakteristisch. Er besitzt drei Geschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss und steht parallel zur Ina, etwa 12 Meter vom Ufer entfernt. Ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte zeigt Twierdza Design: Das historische Industrieobjekt ging aus einem Eisenbahn-Wasserturm hervor, der 2019 bis 2020 renoviert wurde. Heute wird das Objekt für soziale Organisationen genutzt. Speicher und Wasserturm stehen damit für unterschiedliche Bau- und Nutzungsgeschichten.
Im Durchgang der Brama Wolińska befindet sich das Centrum Informacji Turystycznej. Zu seinen Informationsthemen zählen touristische Infrastruktur, Agrotourismus und Tourismus, interessante Orte in Stadt und Region, Fahrradrouten sowie Kultur- und Sportveranstaltungen. Das Themenspektrum reicht somit von der Orientierung zu Sehenswürdigkeiten bis zu Radwegen und Veranstaltungen.
Naturschutzgebiete und Wege
Auch die Naturgebiete setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Das Naturschutzgebiet Wilcze Uroczysko umfasst knapp 63 Hektar und erstreckt sich über die Gemeinden Goleniów und Stepnica. Geschützt werden ein Sumpfgebiet und wertvolle Auwälder; zugleich dient das Gebiet als Rückzugsraum für Seeadler. Das 1973 eingerichtete Naturschutzgebiet Uroczysko Święta umfasst 9,5 Hektar im Forstbezirk Goleniów. Als floristisches Reservat schützt es einen Teil eines Laubwaldbestands. Feuchtgebiet und Auwald auf der einen, geschützter Laubwald auf der anderen Seite machen die verschiedenen Naturthemen deutlich.
Für die Orientierung zu Baudenkmälern und interessanten Orten in Goleniów führt der Miejski Szlak Turystyczny durch die Stadt. Blaue Fußspuren kennzeichnen den Weg. Der grüne PTTK-Wanderweg Szlak Borów Goleniowskich bietet eine weitere Streckenoption: Er ist 17,1 Kilometer lang, gut markiert und besonders für Wanderer und Radfahrer empfohlen. Sein Verlauf führt zwischen Krzewno, Łęsko, Pucko und Kliniska Wielkie.
Auch Radstrecken unterscheiden sich in Länge und Verlauf. Der grüne Radweg erstreckt sich über 45 Kilometer und führt durch Goleniów, Żdzary, Łaniego, Krępsko, Miękowo, Żółwią Błoć, Niewiadowo, Glewice, Stacja PKP Mosty, Burowo und Mosty. Ein 13 Kilometer langer sentimentaler Radweg verläuft durch Borzysławiec, Lubczyna, Czarna Łąka, Pucice und Rurzyca. Der sentimentale Radweg ist mit 13 Kilometern kürzer als der grüne Radweg mit 45 Kilometern.
Wassertourismus gehört ebenfalls zu den regionalen Themen. Die Przystań Jachtowa in Lubczyna verfügt über drei Hafenbecken mit Platz für etwa 35 Binnenyachten und 15 Seeyachten. Die ungefähren Kapazitäten unterscheiden dabei zwischen Binnen- und Seeyachten.
Weitere Reiseziele entdecken
Maszewo, Długołęka, Łęgno, Żarnówko, Dąbrowica, Goleniów, Nowogard, Babigoszcz, Wyszomierz, Miodowice, Stepniczka, Budzieszowce, Kliniska Małe, Przybiernów, Maciejewo, Załom, Lubczyna.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Westpommern.