Tarnowitz: Unterwelt und Stadtgeschichte
Unterkünfte in Tarnowitz
Tarnowitz bietet unterschiedliche Einblicke in die Bergbaugeschichte und das kulturelle Erbe der Stadt: unterirdische Besucherstrecken mit Bootsfahrt, historische Bauwerke, Sammlungen und Wege durch die Landschaft. So können Sie Ihre Reise nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren – von der Geschichte unter Tage bis zu Architektur, Museen und regionalen Traditionen.
Bergbaugeschichte unter Tage
Die Sztolnia Czarnego Pstrąga bietet eine 600 Meter lange unterirdische Bootsfahrt und ist als Kulturerbestätte in das UNESCO-Welterbe eingeschrieben. Der Stollenschacht Nr. 13 (Ewa) ist der Zugang zu dieser Besucherroute. Auch die Zabytkowa Kopalnia Srebra in Tarnowskie Góry verfügt über eine unterirdische Besucherroute mit Bootsfahrt und gehört zum UNESCO-Welterbe.
Bei der Kopalnia Zabytkowa Rud Srebronośnych ist die unterirdische Besucherroute 1.700 Meter lang; ein 270 Meter langer Abschnitt wird mit Booten befahren. Die Maßangaben beziehen sich hier auf die gesamte Route und ihren bootsbefahrenen Teil, während die 600 Meter bei der Sztolnia Czarnego Pstrąga die Bootsfahrt bezeichnen. Dieser Unterschied hilft, die beschriebenen Strecken richtig einzuordnen.
Bauwerke, Sammlungen und Stadtgeschichte
Das Wirtshausgebäude Sedlaczek gilt als das am besten erhaltene Beispiel historischer weltlicher Architektur der Stadt. Zu seinen Merkmalen gehören Renaissance-Decken, Portale und Gewölbe. Die Kirche der Heiligen Apostel Peter und Paul besitzt einen fast 60 Meter hohen Turm aus dem 16. Jahrhundert. Im Inneren sind Grabplatten, eine Buntglasgruppe und mehrere qualitätvolle Gemälde erhalten.
Das Muzeum w Tarnowskich Górach zeigt Erinnerungsstücke zur Stadtgeschichte sowie eine Sammlung frühneuzeitlicher westeuropäischer Malerei. Auch die Dzwonnica Gwarków gehört zum Stadtbild: Sie wurde 1955 auf den Plac Gwarków versetzt. Zusammen ergeben diese Orte verschiedene Blickwinkel auf die Stadt – von Renaissance-Details und sakraler Ausstattung bis zu historischen Erinnerungsstücken und Malerei.
Landschaft und technische Geschichte
Der Park Miejski gilt als der am besten erhaltene, ausgedehnteste und vielfältigste der Parks, die auf ehemaligen Bergbauflächen angelegt wurden. Das Skansen Maszyn Parowych umfasst ein etwa ein Hektar großes Gelände mit industrieller Landschaft und außergewöhnlichen technischen Erfindungen. Beide Themen zeigen unterschiedliche Seiten der Bergbaugeschichte: ihre Spuren in der Landschaft und technische Zeugnisse.
Wege und Orientierung
Eine offizielle Eisenbahn- und Fahrradroute führt mit dem Fahrrad oder zu Fuß durch Tarnowskie Góry und den Park Repecki, anschließend entlang der Drama in Richtung Zbrosławice. Das Radwegenetz in Tarnowskie Góry umfasst mehr als 30 Kilometer an Radwegen, kombinierten Fuß- und Radwegen sowie Radfahrstreifen auf Fahrbahnen. Zusätzlich gibt es den Szlak Donnesmarcków, den Szlak Gwarków und den Szlak UNESCO. Eine Schmalspurbahn verläuft durch Tarnowskie Góry. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Bedingungen der Route.
Kultur und weitere Themen
Der Gwarki-Pochód in Tarnowskie Góry ist in die Nationale Liste des immateriellen Kulturerbes eingetragen. Die XVIII. Ausgabe des Festiwal Śląskie Smaki fand am 2. Juni 2024 auf dem Marktplatz statt. Das Festival bot regionale Gerichte und kulinarische Vorführungen.
In Radzionków verläuft die Droga Św. Jakuba „Via Regia“; sie führt zur Kathedrale in Santiago de Compostela in Spanien. Als Pilgerweg ist sie für Einzelpilger oder kleine Gruppen unabhängig von Konfession und Nationalität vorgesehen. Ebenfalls in Radzionków besitzt das Muzeum Chleba, Szkoły i Ciekawostek mehrere tausend Exponate zu Backhandwerk, Brotgeschichte und Produktionstechnik. In Karchowice befindet sich die Zabytkowa Stacja Wodociągowa Zawada auf dem Gelände eines Wasserwerkskomplexes.
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