Zum Inhalt

Witkowo: Archäologische Zeitspuren und evangelischer Friedhof

Unterkünfte in Witkowo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Witkowo verbindet archäologische Zeitspuren mit einem evangelischen Friedhof aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Wenn Sie für eine Reise nach Witkowo ein Hotel suchen, zeigt die Ortsgeschichte mehrere historische Schwerpunkte: Die archäologischen Zeitstellungen reichen von spätneolithischen Phasen über die Bronzezeit bis ins Früh- und Spätmittelalter. Der Friedhof ergänzt diesen zeitlichen Rahmen um einen jüngeren historischen Bezugspunkt.

Archäologische Zeitspuren

Zu den archäologischen Siedlungen mit spätneolithischen Bezügen gehören AZP 6-31/77 und AZP 6-31/79. Die Siedlung AZP 6-31/77 ist zusätzlich mit lausitzischen Kulturphasen verbunden; bei AZP 6-31/79 kommen spätmittelalterliche Phasen hinzu. Ein bronzezeitlicher Hort der Lausitzer Kultur trägt die Kennung AZP 6-31/80. Mehrere weitere Siedlungen – AZP 6-31/81, AZP 6-31/82, AZP 6-31/85 und AZP 6-31/87 – sind mit der Lausitz-Pomoranischen Kultur und der frühmittelalterlichen Zeit verbunden. Damit reichen die archäologischen Zeitstellungen von vorgeschichtlichen Phasen bis ins Mittelalter und umfassen sowohl Siedlungen als auch einen Hort.

Ein genauerer Zeitvergleich ist bei den frühmittelalterlichen Siedlungen möglich. AZP 6-31/78 ist mit der Lausitzer Kultur und einer Zeitspanne von der Mitte des 9. bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts verbunden. Für AZP 6-31/92 gilt dieselbe Datierung. AZP 6-31/94 reicht von der Mitte des 10. bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts. Eine weitere frühmittelalterliche Siedlung in Witkowo trägt die Kennung AZP 6-31/91. So lassen sich ein übereinstimmendes Zeitfenster im 9. und 10. Jahrhundert und eine spätere Spanne bis ins 12. Jahrhundert unterscheiden. Angaben mit „Mitte“ bezeichnen dabei zeitliche Abschnitte und keine exakten Einzeljahre.

Das mit der Oksywie-Wielbark-Kultur verbundene Gräberfeld AZP 6-31/96 ergänzt die Siedlungen um einen anderen archäologischen Ortstyp. Auch die archäologische Siedlung „osada, st. 15“ gehört zum Denkmalbestand Witkowos. So begegnen neben Siedlungen ein Gräberfeld und ein Hort; die Bezeichnungen halten die Fundtypen auseinander und verbinden sie nicht zu einer einzigen Kategorie.

Anzeige

Der evangelische Friedhof

Der evangelische Friedhof in Witkowo stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und ist inaktiv. Grabsteine sind dort nicht erhalten. Etwa 30 Prozent des Baumbestands sind erhalten; der Friedhof ist zudem in der Denkmalschutzkartei verzeichnet. Zeitlich liegt er damit deutlich später als die archäologischen Siedlungen und bildet einen eigenen Bezugspunkt innerhalb der Ortsgeschichte. Für eine historisch ausgerichtete Reise ergibt sich so ein zusätzlicher, klar datierbarer Schwerpunkt neben den archäologischen Zeitstellungen.

Kulturzuordnung und Zeitfenster

Für das Verständnis der archäologischen Angaben ist außerdem hilfreich, Kulturbezeichnung und Zeitspanne getrennt zu lesen. Namen wie Lausitzer Kultur oder Lausitz-Pomoranische Kultur benennen einen kulturellen Zusammenhang; Datierungen wie die Mitte des 9. bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts ordnen eine Zeitspanne ein. Bei AZP 6-31/78 stehen beide Ebenen nebeneinander. Dieser Vergleich macht die unterschiedlichen Arten der Einordnung verständlich, ohne die Fundstellen zu einer einzigen Geschichte zusammenzuziehen.

Weitere Reiseziele entdecken: Poddąbie, Rowy, Kępice, Wodnica, Starnice, Osowa, Dąbrówno, Płocko.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Stolp.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.