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Szarocin: Palast, Park und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Szarocin

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Szarocin verbindet im Schloss- und Parkensemble mehrere Zeitschichten. Der Palast entstand Anfang des 17. Jahrhunderts und wurde um 1720 im Barockstil umgebaut. Heute dient er sozialen Betreuungszwecken. Die Baugeschichte ist damit nicht auf einen einzigen Zeitpunkt zu reduzieren: Entstehung, barocke Veränderung und heutige Nutzung gehören zu verschiedenen Abschnitten der Geschichte des Palasts.

Das Ensemble liegt im östlichen Teil von Szarocin. Palast, zugehörige Gebäude und Park befinden sich etwa 0,5 km südlich der Hauptstraße Kamienna Góra–Kowary. Die ungefähre Distanz ergänzt die Himmelsrichtung um einen benannten Kartenbezug.

Palast und Baugeschichte

Der Palast selbst ist ein dreigeschossiger Bau mit rechteckigem Grundriss. Seitliche Risalite gliedern die Fassaden; an der Hauptfassade befindet sich ein Säulenportikus. Das Walmdach trägt ein Belvedere. Ein Risalit ist ein vorspringender Fassadenteil, ein Portikus ein von Säulen getragener Vorbau; das Belvedere gehört als Aufbau zur Dachzone. Diese Begriffe beschreiben verschiedene Bereiche des Hauses: den Grundriss, die Gestaltung der Außenwände und den oberen Abschluss. Wer die Architektur einordnet, kann so die konkreten Baumerkmale neben die barocke Umgestaltung stellen, statt allein den Stilnamen heranzuziehen. Im Palast sind zudem figürliche und dekorative Stuckaturen mit bukolischen Szenen vor einer Landschaftskulisse erhalten. Die Stuckmotive ergänzen die äußeren Bauformen um eine bildhafte Gestaltung des Innenraums.

Auch die Wirtschaftsgebäude haben eine eigene Chronologie. Sie wurden Anfang und um die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und Ende des 19. sowie Anfang des 20. Jahrhunderts umgebaut. Ihre Bau- und Umbauphasen liegen damit nach der Entstehung und dem barocken Umbau des Palasts; die Gebäude des Ensembles stehen für verschiedene Zeitabschnitte.

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Garten und Park

Im Park sind Reste eines regelmäßigen geometrischen Gartens erhalten, der im 17. Jahrhundert angelegt wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dieser Garten in einen Landschaftspark umgestaltet. Damit bezeichnet die geometrische Gartenanlage eine frühere Gestaltungsphase, der Landschaftspark die spätere Veränderung; erhalten sind Reste des älteren Gartens. Der Park in Szarocin ist sowohl im Denkmalregister als auch im Denkmalinventar eingetragen. Anders als die Baugeschichte des Palasts erzählt der Garten damit auch die Veränderung des Außenraums.

Landschaft im Forstrevier

Der Naturraum ergänzt diese Ortsgeschichte, aber auf einer größeren räumlichen Ebene. Im Forstrevier Szarocin des Forstbezirks Kamienna Góra liegen Flächen des Rudawski Landscape Park und seiner Pufferzone. Der dortige Teil des Parks umfasst im Zuständigkeitsbereich des Forstbezirks 3.094,58 ha, die Pufferzone weitere 85,36 ha. Diese Flächenangaben beziehen sich auf den Forstbezirk, nicht auf Szarocin allein. Im größeren Gebiet des Rudawski Landscape Park gehören unter anderem Wiesen-, Weide- und Torfmoorgemeinschaften dazu. Damit verbindet sich der örtliche Schutzgebietsbezug mit regionalen Zahlen und Landschaftstypen, ohne beide räumlichen Maßstäbe gleichzusetzen.

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