Sipaliwini: Wälder, Flüsse und Maroon-Kultur
Unterkünfte in Sipaliwini
Im Distrikt Sipaliwini kommen Wald- und Flusslandschaften, Tierwelt und Kulturgeschichte als unterschiedliche Reisethemen zusammen. Zum Naturteil gehören ein Schutzgebiet und Möglichkeiten zum Wandern, Paddeln und Klettern; das kulturelle Erbe reicht von Maroon-Geschichte bis zu Felszeichnungen. Für die Planung können Sie abwägen, ob Tierwelt, überlieferte Lebensweisen oder Aktivitäten im Freien den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen.
Natur und Tierwelt
Im zentralen Teil des Distrikts Sipaliwini liegt das 1998 gegründete Central Suriname Nature Reserve. Die UNESCO-Beschreibung des Schutzgebiets nennt unter anderem Jaguare, Riesengürteltiere, Riesenflussotter und Flachlandtapire; außerdem führt sie acht Primatenarten auf. Für Reisende, die bei einem Ziel Naturgebiete und Tierwelt in den Blick nehmen möchten, verbindet das Reservat diese beiden Themen.
Wälder, Flüsse und markante Felsen
Im Distrikt können Reisende durch dichte Wälder wandern und auf ruhigen Flüssen paddeln. Die Bewegung unterscheidet sich dabei klar: Sie reicht vom Wandern an Land über das Paddeln auf dem Wasser bis zur Besteigung eines Felsens. Von den Raleigh-Fällen aus können Besucher den 240 Meter hohen Granitfelsen Mount Voltz besteigen; von dort bietet sich ein Blick über das Kronendach des Dschungels. Als markantes Landschaftsmotiv kommt der Devil’s Egg hinzu: Der Felsblock liegt auf einer Kliffkante und erweckt den Eindruck, prekär zu balancieren.
Maroon-Kultur und Felszeichnungen
Nachkommen der Maroons und indigener Bevölkerungsgruppen haben im Distrikt Sipaliwini traditionelle Wohn- und Lebensweisen bewahrt. Sie leben in mehreren Dörfern entlang des Suriname-Flusses in Stammesverbänden. Im Dorf Pikin Slee vermittelt das Saamaka Museum das kulturelle Erbe der Maroons, ihre Vergangenheit und Lebensweise sowie Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte. So stehen zwei unterschiedliche Perspektiven nebeneinander: die bewahrten Wohn- und Lebensformen der Gemeinschaften und die kulturelle Vermittlung im Museum.
Im Distrikt Sipaliwini liegen die Werehpai-Höhlen außerhalb des Dorfes Kwamalasamutu; sie enthalten mehr als 500 Felszeichnungen. Laut touristischer Darstellung wurden die Petroglyphen 2004 entdeckt und auf 4.200 bis 5.000 Jahre datiert. Petroglyphen sind in Fels gearbeitete Zeichen oder Bilder. Der zeitliche Maßstab unterscheidet sie vom Saamaka Museum, das auch Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte vermittelt.
Natur und Geschichte im größeren Zusammenhang Surinames
Im landesweiten Maßstab Surinames umfasst das Central Suriname Nature Reserve 1.592.000 Hektar, überwiegend primären tropischen Wald; es erstreckt sich über rund elf Prozent des Staatsgebiets. Das Schutzgebiet schützt das obere Einzugsgebiet des Coppename River sowie die Quellgebiete weiterer Flüsse.
In Suriname wurde die Jodensavanne-Siedlung in den 1680er-Jahren gegründet. Zu den dortigen Überresten gehören Ruinen einer Synagoge, Friedhöfe, Fundamente von Backsteingebäuden, Bootsanlegestellen und ein Militärposten. Die Synagoge gilt als möglicherweise früheste Synagoge von architektonischer Bedeutung in Amerika.
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