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Hohenems: Kultur und Geschichte

Unterkünfte in Hohenems

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Hohenems lässt sich für eine Reise anhand unterschiedlicher Schwerpunkte erschließen: Das erhaltene Jüdische Viertel, der Palast und die Burg Alt-Ems verweisen auf Geschichte und Architektur; Museen, Rheinauen, Wochenmarkt und Schokoladenwelt ergänzen das Bild. So können Sie bei der Planung entscheiden, ob Ihr Interesse vor allem historischen Orten, kulturellen Sammlungen oder Natur- und Genussthemen gilt.

Jüdisches Erbe und historische Bauwerke

Das ehemalige Jüdische Viertel ist ein fast lückenlos erhaltenes Ensemble mit jüdischer Geschichte. Zu den erhaltenen Gebäuden gehören eine Synagoge, eine Mikwe, ein Schulhaus und ein Armenhaus. Im Jüdischen Museum Hohenems vermittelt die Dauerausstellung in der Villa Heimann-Rosenthal die Geschichte der jüdischen Gemeinde von ihren Anfängen bis zu ihrem Ende im Nationalsozialismus nach 1938. Viertel und Ausstellung beleuchten dabei unterschiedliche Seiten desselben historischen Themas: die baulichen Zeugnisse und die Geschichte der Gemeinde.

Auf dem Jüdischen Friedhof sind 370 Grabsteine erhalten; der Friedhof steht seit 1967 unter Denkmalschutz. Er ist abgesperrt. Besucher erhalten den Schlüssel im Jüdischen Museum gegen Hinterlegung eines Ausweises. Prüfen Sie diese Zugangsregel vor Ihrem Besuch.

Der Palast Hohenems gilt als bedeutendster Renaissancebau Westösterreichs. Auch mit der Geschichte des Nibelungenliedes ist er verbunden: Die Handschriften C und A wurden 1755 und 1779 in der Bibliothek des Palasts gefunden. Zugleich ist der Palast Privatbesitz und nicht frei zugänglich. Regelmäßig werden Führungen angeboten; da Termine variieren können, prüfen Sie die Führungsmöglichkeiten vor der Anreise.

Die Burg Alt-Ems wurde im 12. Jahrhundert erbaut; ihre Anlage war 800 Meter lang. Von der Burg sind die Barbakane, Mauern des Palas und die Basis des Pulverturms wieder sichtbar. Dessen Schießscharten blicken über das Rheintal. Die Große Schlossbergrunde führt in wenigen Minuten zur Ruine Alt-Ems und zum Aussichtspunkt „Gsätzle“ – eine konkrete Möglichkeit, die beiden genannten Ziele auf einer Runde miteinander zu verbinden.

Museen, Musik und Literatur

Das Franz-Schubert-Museum befindet sich in einem ehemaligen Pfarrhaus, dessen Fundamente auf den Beginn des 16. Jahrhunderts zurückgehen. In Räumen, die kurz vor Schuberts Geburt errichtet wurden, zeichnet das Museum sein Leben und Werk nach. Ein Hörraum widmet sich seiner Musik. Der Museumsgarten bietet Ausblicke auf die historische Innenstadt von Hohenems und ergänzt die Beschäftigung mit dem Komponisten um einen Blick auf die Stadt.

Im Literaturhaus Vorarlberg werden Schreiben und Sprache als lebendiger Prozess erlebbar: Dafür nutzt das Haus ausgewählte repräsentative Räume der historischen Villa Franziska und Iwan Rosenthal. Zur lokalen Kunstgeschichte gehören außerdem die Wandmalereien der Künstlerin Heilgard Bertel in der Unterkirche von St. Konrad.

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Auch die Gärten der Museen setzen eigene Akzente. Im Garten des Alte-Zeiten-Museums werden verschiedene alte Getreidesorten bewahrt. Dort wachsen zudem zu Schauzwecken Nutzpflanzen, die früher in der Region verwendet wurden. Stoffels Säge-Mühle zeigt mit 35 Müllereimaschinen und weiteren Exponaten die Entwicklung der Mühlentechnik von 1880 bis zu computergesteuerten Mühlen. Kulturgeschichtlich dokumentiert die Mühle außerdem 2.000 Jahre Mühlentechnik.

Rheinauen, Radweg und regionale Themen

Das Erholungszentrum Rheinauen liegt in Hohenems/Altach mitten im Naturschutzgebiet des Alten Rheins. Es verfügt über mehr als 130.000 Quadratmeter Badefläche; zu ihm gehört auch ein 400 Meter langer Seitenarm des Alten Rheins. Damit stehen beim Blick auf diesen Ort sowohl die Größe der Badefläche als auch ein konkretes Merkmal der Flusslandschaft im Mittelpunkt. Der Hör-Radweg „Über die Grenze“ verläuft am Alten Rhein entlang nach Hohenems und führt anschließend am Erholungszentrum Rheinauen vorbei.

Für ein anderes Thema des Aufenthalts sorgt die Fenkart Schokoladenwelt. Ihr interaktiver Rundgang führt selbstständig von der Verarbeitung der Kakaobohnen bis zur Herstellung verschiedener Schokoladensorten und süßer Spezialitäten. Besucher können dort auch eine eigene Schokoladentafel herstellen. Wenn Sie diese Mitmachaktivität einplanen, prüfen Sie ihre Verfügbarkeit vor dem Besuch.

Der Hohenemser Wochenmarkt findet jeden Donnerstag von 8.00 bis 12.00 Uhr statt, außer an Feiertagen. Für Ihre Tagesplanung ist daher sowohl der Wochentag als auch die Feiertagsausnahme relevant. Zusammen mit den Museen, historischen Bauwerken und Rheinauen bietet Hohenems unterschiedliche Themen, an denen Sie Ihre Auswahl für den Aufenthalt ausrichten können.

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