Sankt Jakob In Defereggen: Natur, Wasser und Kultur
Unterkünfte in Sankt Jakob In Defereggen
Für die Auswahl eines Hotels in Sankt Jakob In Defereggen können Sie zuerst überlegen, welche Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen: geschützte Natur, Wassererlebnisse oder historische Orte. Die Landschaft und die einzelnen Ausflugsziele setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte.
Landschaft und Aktivitäten zu verschiedenen Jahreszeiten
123 km² der Gemeindefläche von St. Jakob in Defereggen stehen im Nationalpark Hohe Tauern unter Naturschutz. Ein besonderes Landschaftsmerkmal ist der Oberhauser Zirbenwald, der als größter geschlossener Zirbenwald der Ostalpen gilt. Diese beiden Naturthemen geben einen Einblick in die landschaftliche Seite des Ortes.
Auch die Wintersaison bietet unterschiedliche Aktivitäten: Während der gesamten Saison gibt es Langlaufmöglichkeiten mit vielen Loipenkilometern. Die Bruggeralm-Strecke ist eine Freeride-Strecke mit zehn Abfahrtsvarianten. Langlauf und Freeride stehen damit als verschiedene Möglichkeiten nebeneinander, ohne dass sie dasselbe Erlebnis versprechen.
Für Mountainbike-Touren beginnt und endet die Strecke Hintere Alpe Stalle Nr. 110 bei der Kirche Maria Hilf in St. Jakob im Defereggen. Sie liegt auf 1.422 m Seehöhe und ist 6,3 km lang. Die Strecke Trojer Alm Nr. 151 startet ebenfalls in St. Jakob in Defereggen und endet an der Jausenstation Trojeralm; ihre Länge beträgt 4,8 km. Die beiden angegebenen Distanzen geben Ihnen einen konkreten Vergleich für die Tagesplanung.
Wasser als Erlebnis und Thema
Westlich des Ortszentrums von St. Jakob in Defereggen liegt im Ortsteil Oberrotte das Haus des Wassers. Zu seinem Programm gehören praktische Wasseranalysen und Wasserexperimente, an denen die Teilnehmenden selbst mitwirken. Am südlichen Ortsrand befindet sich direkt an der Schwarzach ein weitläufiger Wassernaturspielplatz. Ein kleiner Seitenarm zweigt dort vom Hauptfluss ab.
Ein weiteres wasserbezogenes Ausflugsziel ist der Wassermythos Ochsenlacke an der Mooseralm im Skizentrum St. Jakob im Defereggental. Entlang des Rundwegs um den Speicherteich liegen Erlebnisstationen mit bespielbaren Wassertieren. Das Ausflugsziel ist mit der Gondelbahn und dem Sessellift zur Mooseralm erreichbar. Im Vergleich zum Mitwirken bei den Wasserexperimenten im Haus des Wassers steht hier das Entdecken der Stationen auf dem Rundweg im Mittelpunkt.
Zur Deferegger Heilwasserwelt gehört ein Kneippbrunnen. Für Gruppen werden dort ganzjährig exklusive Führungen nach Vereinbarung angeboten. Sie können mit oder ohne Spaziergang zur Heilwasserwelt entlang des Mythenwegs gebucht werden; entlang dieses Weges stehen Skulpturen von Osttiroler Künstlern. Die Vereinbarung gehört zur Planung dazu, und der Spaziergang ist eine Wahlmöglichkeit, kein notwendiger Bestandteil jeder Führung.
Archäologie, Baugeschichte und historische Orte
Das Talschaftsmuseum „Zeitreise Defereggen“ wurde 2005 im Untergeschoss des Musikpavillons von St. Jakob in Defereggen eröffnet. Sein Schwerpunkt liegt auf archäologischen Funden; es ist kein volkskundliches Heimatmuseum. Das größte ausgestellte Objekt ist ein Einbaum aus Zirbenholz: Er wurde im Jahr 2000 geborgen, ist rund 1.000 Jahre alt und wurde am Obersee beziehungsweise am Staller Sattel auf 2.000 m Seehöhe gefunden. Bislang gilt er als einziger bekannter Einbaum aus Zirbenholz.
Die Pfarrkirche St. Jakob in Defereggen wurde 1299 erstmals urkundlich erwähnt. Architektonisch ist sie ein für Tirol eher seltenes Beispiel einer klassizistischen Kirche: Der schlichte Saalbau besitzt drei flache Kuppeln. Wer sich für die Baugeschichte interessiert, kann so zwei konkrete Anknüpfungspunkte unterscheiden – die lange belegte Geschichte der Kirche und ihre besondere architektonische Form.
Auch die Siedlung Jagdhausalm verbindet verschiedene Zeitebenen. Ihre Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, während die Steinhäuser aus dem 16. Jahrhundert stammen. Zusammen mit dem archäologisch ausgerichteten Museum und der Pfarrkirche ergibt sich ein Kulturinteresse, das von frühen Siedlungsgeschichten bis zu konkreten Funden und Bauformen reicht.
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